Was jeder wissen sollte… VOR seiner Weltreise

Vor einer Weltreise stehen unzählige Fragen im Raum. Wie finanziere ich eine Weltreise, brauche ich ein Around The World Ticket oder suche ich günstige Flüge, wie beantrage ich ein Visa oder wie plane ich eine Weltreise?

Die wichtigsten Fragen haben wir hoffentlich auf unserer Website beantwortet. Falls eine fehlt, kontaktiere uns, wir versuchen dir weiter zu helfen.

Da sind aber auch Erkenntnisse, die weiniger wichtig sind und daher seltener auf Reiseblogs zu finden. Persönliche Erkenntnisse, welche uns erst auf unserer Weltreise bewusst wurden.

Verzichte auf eine Spiegelreflexkamera

Eine meiner wichtigsten Erkenntnisse.

Spiegelreflexkameras auf Reisen sind für mich gestorben.

Ich sehe keinen vernünftigen Grund mehr, mir das Gewicht, den Platz, sowie die zum Teil immensen Dateigrössen. Die Vorteile einer Spiegelreflex sind mittlerweile derart klein, dass du vor allem auf einer Reise getrost darauf verzichten solltest.

Ich habe für mich die perfekte Reisekamera gefunden und damit ist mein Reisegewicht um mehr als 10 Kilo abgemagert. Ich kann dir nur empfehlen, das Gleiche zu tun und mit einer Spiegellosen auf Weltreise aufzubrechen.

Du gewöhnst dich an Reis

Auf früheren Reisen als Backpacker hing mir der Reis oft bereits nach 3 Wochen zum Hals raus. Ich hatte befürchtet, dass dies auf einer langen Weltreise schlimmer wird und mich darauf eingestellt, regelmässig Lust auf eine Pizza zu haben, Brot zu vermissen, Käse oder Schokolade in Gedanken zu verzehren. Weit gefehlt!

Irgendwann gewöhnst du dich an fast alles. Je länger die Reise dauert, desto weniger habe ich Schweizer Essen vermisst.

Wir haben uns schnell an das vorhandene Essen gewöhnt, welches fast überall seine eigenen Vorzüge hat. Kein Grund also, eine Cervelat in deinen Rucksack zu packen oder deswegen Gedanken zu verschwenden.

So leicht wie möglich packen ist Blödsinn

Die meisten Backpacker sind der Meinung, dass dein Rucksack so leicht und klein wie möglich sein sollte. Nach sehr vielen Reisetagen als Backpacker (oder Flashpacker), kann ich dem nur bedingt zustimmen.

Es ist schon cool, wenn du nur wenig Gepäck bei dir hast, der Rucksack leicht und überall gut verstaubar ist. Trotzdem würde ich nicht um jeden Preis so leicht als möglich packen.

Gerade auf einer langen Reise, mehr als 6 Monate, würde ich nie mehr auf den Gewissen Luxus verzichten, bloss um ein paar Kilos zu sparen. Bei uns war dies zum Beispiel die elektrische Zahnbürste, eine Hängematte oder ein Frisbee. Wir hätten ohne diese Dinge problemlos leben können, aber der Spass (oder die Hygiene) war uns das zusätzliche Gewicht auf jeden Fall Wert.

Wir waren mit 60 Liter und etwa 14 Kilo pro Rucksack unterwegs. Das ging problemlos.

Deine Partnerschaft kann überleben

Eine häufige Frage vor und nach unserer Weltreise. Wie hält man es so lange fast 24 Stunden am Tag mit dem Partner aus.

Bei uns war es nicht der erste mehrmonatige Backpacking Trip und wenn du deinen Partner schon länger kennst, weisst du ja, worauf du dich auf der Reise einlässt.

Falls es trotzdem unterwegs zur Trennung kommt, ist bestimmt nicht die Weltreise schuld (nämlich doch bestimmt der Partner ;). Also: am besten nicht zu viele Gedanken verschwenden.

Deine Weltreise kann jede Sekunde enden

Unbeschwert und frei haben wir uns auf unsere erste Weltreise gemacht. Alles in der Schweiz aufgelöst, uns abgemeldet, verabschiedet und auf mindestens zwei Jahre Backpacking gefreut.

Umso schmerzhafter, dass die Reise durch eine Krankheit bereits nach wenigen Monaten ein abruptes Ende fand. Beim zweiten Anlauf, fast ein Jahr später, waren wir dankbar überhaupt wieder aufbrechen zu dürfen.

Bewusster leben sollten wir alle. Jede Sekunde geniessen. Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter. Carpe Diem… gar nicht mal so einfach. Versuchen solltest du es trotzdem.

Deine Versicherung kann dein Leben UND deine Träume retten

Gleich am vorigen Punkt anknüpfend: Schliesse eine Krankenversicherung ab. Es ist absolut leichtsinnig, sich ohne auf eine Weltreise zu machen. Wir hatten die Langzeitversicherung der ADAC und waren zufrieden. Wir konnten unterwegs per Mail Ärzte um Rat fragen, wenn gerade keine in der Nähe waren. Die Antwort kam schnell, das ist beruhigend und hilfreich.

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Auslandkrankenversicherungen für Langzeit- und Weltreisen im Vergleich.

Vor unserer Abreise haben wir überlegt, ob wir sie wirklich brauchen, eine zusätzliche Reiseversicherung. Jetzt weiss ich, sie hat uns für ein paar Franken im Monat viele Unkosten erstattet, Sorgen abgenommen und uns unter anderem ermöglicht, auf eine zweite Weltreise aufzubrechen.

Du wirst dein Budget sicher einhalten

Wie lange wir gerechnet haben, wie viele Stunden eruiert, welches Land uns wie viel kosten wird. Unterkunft, Transport und Ausflüge. Nichts hat uns vor unserer Abreise mehr Mühe bereitet, als die genauen Reisekosten abzuschätzen.

Lies dazu:
33`000€ für 2.5 Jahre. Was kostet deine Weltreise oder Backpacking Trip?

Jetzt weiss ich, es war kein Ding, das Budget einzuhalten. Wir haben unseren Plan grob zusammen gestellt, ab und zu unsere Konten (und vor allem Kreditkartenauszüge) kontrolliert, und damit war es kein Problem, den Überblick zu behalten. Spätestens nach ein paar Tagen in einem neuen Land weisst du, wo du dir für dein geplantes Budget etwas mehr Luxus leisten kannst und wo du besser verzichtest.

Dann musst du dich bloss noch daran halten.

Post trifft auch unterwegs ein. Vielleicht.

Eine SIM-Karte sollte es bei mir sein. Da mein Mobilfunkanbieter Orange die SIM-Karte nicht ins Ausland nachsenden will kann, hat dies freundlicherweise meine Familie übernommen.

ZWEI MAL.

Vermutlich hängt die erste SIM-Karte noch immer am indischen Zoll fest (ganze 3 Woche war dies zumindest der Fall). Als wir schliesslich Indien Richtung Indonesien verliessen, haben wir vergebens versucht uns das kleine Paket mit etwas Schokolade und der SIM nachsenden zu lassen. Die Schokolade war der Knackpunkt.

Im zweiten Versuch hats geklappt und der Brief, diesmal zur Sicherheit auschliesslich mit der SIM-Karte drin, hat den Weg mit drei Wochen Verspätung nach Bali gefunden. Zwei Tage vor unserer Abreise Richtung Australien.

Also Nachsenden ist kein Problem: Mit viel Geld, noch mehr Zeit, unendlich viel Geduld und einer netten Familie zu Hause.

Medikamente sendest du über Apotheken

Falls du ein Medikament brauchst und es in deinem Reiseland nicht vorhanden ist, kannst du es dir über eine Apotheke senden lassen.

So sollte das „Zoll-Problem“ keines sein. Es ist mit ziemlich viel Bürokratie verbunden, nicht besonders günstig, klappt aber garantiert. Irgendwann.

Camping ist gar nicht übel

Ich hätte es ja nicht gedacht, bevor wir uns im Northern Territory erstmals in unseren Camper setzen. In einem Land, in welchem nicht jederzeit ein Platzregen droht und zusätzlich angenehme Temperaturen herrschen, macht Camping richtig viel Spass.

Falls du dich vor etwas fürchtest, tu es trotzdem. Nie hast du mehr Zeit, um etwas Neues auszuprobieren, als auf einer Weltreise.. Nutze die Chance.

Weltreisen ist weder schwer noch gefährlich

Spricht für sich.

Auch eine endlose Reise ist irgendwann zu Ende

Für unbestimmte Zeit auf Weltreise. Keine Ahnung, wann du zurückkehren willst. Das ist schon ein grandioses Gefühl. Losziehen und überall so lange bleiben, wie du magst.

Neue Strände entdecken, jeden Tag ein neues Abenteuer.

Hier die Neuigkeit: Auch die längste Reise geht irgendwann zu Ende.

Da hilft bloss eines: Jede Sekunde geniessen und notfalls bald möglichst ins nächste Abenteuer stürzen.

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