Thailand

Thailands schönste Tempel – Die Must-Sees für Kultur-Pragmatiker

Thailands Tempel - Must See von Sandra Seewald - Journey to Adventure

Gastbericht von Sandra, Weltenbummlerin aus Leidenschaft. Schau unbedingt in ihr Blog Journey to Adventure, dort schreibt sie über Reisen, gibt Tipps und beantworte Fragen rund ums Thema Backpacking. Folge ihr gleich auf Facebook, Instagram und Twitter.

Thailand hat neben seiner reichen Natur und unzähligen Traumständen vor allem eines, jede Menge Tempel. Kein Wunder, immerhin gehören 95% der Bewohner des Landes dem buddhistischen Glauben an und wie bei uns in jedem noch so kleinen Dorf eine Kirche steht, ist die nächste Tempelanlage auch hier nie weit.

Obgleich die Wats (Thai: Tempel) für den europäischen Betrachter zunächst exotisch anmuten, sorgt die hohe Zahl der religiösen Stätten dafür, dass der Eine aussieht, wie der Andere. Damit du weißt, welche Tempel wirklich sehenswert sind und welche du weglassen kannst, hier meine absoluten Highlights, Thailands schönste Tempel.

Wieso du diesen Artikel lesen solltest

Wenn du mich nach diesen ersten Zeilen für den ultimativen Kulturbanausen hältst, solltest du nicht weiterlesen. Du bist wie ich, kultureller Pragmatiker? Bist also der Meinung die wichtigsten historischen Stätten solltest du gesehen haben, alles darüber hinaus ist Bonusmaterial? Dann bist du hier genau richtig.

Tempelknigge

Ob Kulturfanatiker oder -pragmatiker, in jedem Fall gehört ein respektvolles Auftreten zum Besuch eines Tempels unbedingt dazu. Soll heißen: Du solltest angemessen gekleidet sein – bedeckte Schultern und Knie sind das Minimum (teilweise, gibt es an den Anlagen leihweise entsprechende Kleidung). Improvisierte Röcke und Oberteile aus Sarongs und Tüchern werden zwar zumeist geduldet, sind aber nicht wenig respektvoll.

Der Kauf eines Mini-Buddhas als Mitbringsel gilt als unschicklich.

Übrigens sind die Tempelanlagen oft Heimat buddhistischer Mönche. Die dürfen vor allem von Frauen auf keinen Fall berührt werden – ein intensives Reinigungsritual wäre für den betroffenen Mönch die Folge! Auch das Berühren von Buddhastatuen oder der Kauf eines Mini-Buddhas als Mitbringsel gilt als unschicklich.

Königspalast Bangkok (Grand Place) – Bangkok

Konigspalast von Sandra Seewald - Journey to Adventure

Es ist der wohl bekannteste und prachtvollste Tempel Thailands: Der Königspalast in Bangkok. Früher als offizielle Residenz des Königs, werden die Palastgebäude der Anlage von König Bhumipol heute nur noch für offizielle Empfänge und Zeremonien genutzt. Neben dem Palastteil findest du auf dem Gelände den Wat Phra Khaeo (Tempel of the Emerald Buddha), eine weitläufige Tempelanlage, die in ihrer Größe und mit ihren prachtvollen Goldverzierungen, den unzähligen Details und den schier unendlich vielen Statuen ihres Gleichen sucht. Ein kulturhistorischer Rundumschlag, dessen Bekanntheit dafür sorgt, dass du bei der Besichtigung der einzelnen Tempel-Elemente zu jeder Zeit von hunderten anderen Besuchern begleitet wirst und sich schon mal ein klaustrophobischen Gefühl einstellen kann – eine gute Portion Ausdauer und Geduld solltest du also mitbringen.

Die Anlage findest du, kaum zu übersehen, am Ostufer des Chao Praya in der Altstadt Bangkoks. Wenn du im Umkreis der Kao San residierst, erreichst du den Königspalast binnen weniger Minuten zu Fuß. Ansonsten empfiehlt sich ein Taxi (bestehe auf den Taxameter!), TukTuk oder Wassertaxi. Mit 500 THB ist der Eintritt für Ausländerkein Schnäppchen, für die absolute Tempel-Dröhnung ist er das aber allemal wert.

Im übrigen gehört zur Anlage, neben weiterer kleiner Museen und Ausstellungen, das weniger bekannte, absolut sehenswerte Queen Sirikit Textilmuseum, in dem die Kleider der amtierenden Würdenträgerin modern und mit interessanten Hintergrundinformationen ausgestellt werden. Ist dir das zu viel, bietet sich der Wat Pho mit seinem 46 Meter langen, liegenden Buddha als ruhigere, weniger überlaufene und vor allem übersichtlichere Alternative nur unweit des Königspalasts an.

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Wat Mahathat- Sukhothai

Wat Mahathat von Sandra Seewald - Journey to Adventure

Diese wunderschönen Tempelruinen liegen im Kerngebiet des Historical Parks und sind dort nicht nur die größten, sondern auch die beeindruckendsten Überreste vergangener Tage. Wat Mahathat war der größte und wichtigste Tempel des ehemaligen Sukhothai Königreiches. Der Historical Park liegt im alten Sukkothai, dass du von der Neustadt aus binnen 20 Minuten mit dem halbstündlich fahrenden Sammeltaxi um 30 Baht erreichst. Der Eintritt in die Kernzone liegt bei 100 Baht pro Person, sowie 10 Baht für ein mitgenommenes Fahrrad. Fahrräder kannst du direkt gegenüber vom Eingang (an dem dich das Sammeltaxi raus wirft) für 30 Baht pro Tag mieten – und es lohnt sich, denn nur so kannst du die weitläufige, wunderschöne Parkanlage in aller Ruhe erkunden. Hier findest du neben dem Wat Mahathat viele weitere Tempelruinen, die Besichtigt werden wollen. Außerdem empfehle ich dir früh am Historical Park aufzuschlagen. Morgens ist das Licht zum Fotografieren unschlagbar und du entkommst der brütenden Mittagshitze und den großen Touristenströmen (warum ich die Tempel Sukkothais immer denen Ayutthayas vorziehen würde).

Diese beiden großen Tempelanlagen bilden im Grunde die Extreme zwischen Moderne und Vergangenheit und decken damit die Essenz der thailändischen Tempel-Landschaft ab. Dazwischen gibt es noch viel mehr zu entdecken:

Wat Pan Tao – Chiang Mai

Wat Pan Tao von Sandra Seewald - Journey to Adventure

Wer dem Glanz und Gloria der vielen prunkvollen Tempel Thailand überdrüssig ist, ist am Wat Phan Tao genau richtig. Innerhalb der alten Stadtmauern Chiang Mais gelegen, zeigt sich dieser Tempel von einer ganz besonderen Seite. Der Tempel ist ganz aus Holz gefertigt und damit eine absolute Abwechslung zum üblichen Bild, dass dir an den vielen religiösen Stätten des Landes begegnet. Auch das Innere des Wats zeigt sich im Kontrast zu anderen Tempeln. Wo sonst eine Reizüberflutung aus goldenen Statuen, Wandverzierungen und sonstigen buddhistischen Symbolen lauert, findest du nur wenige religiöse Relikte, die in Kombination mit von der Decke hängenden gewebten Bannern und der ebenfalls hölzernen Wandverkleidung eine einzigartige Atmosphäre haben.

Vor dem Tempel bietet sich ein besonderes Bild: Die jungen Mönche, die in dieser Anlage leben, hängen auf langen Bahnen die einzelnen Teile ihre Gewänder zum Trocknen auf und sorgen so für lohnenswerte Fotomotive.

Wat Tham Sua (Tigerhöhlentempel) – Krabi Provinz

Wat Tham Sua - von Sandra Seewald - Journey to Adventure

Der Tigerhöhlentempel erhält seinen Namen von den Tigerstatuen, die im Haupttempel der Anlage zu finden sind. Echte Raubkatzen gibt es hier, im Gegensatz zu anderen fragwürdigen Einrichtungen, nicht. Das Besondere am What Tham Sua sind nicht die steinernen Katzen-Abbilder oder der sagenumwobene Fußabdruck Buddhas, der hier zu finden ist, sondern der 600 Meter hohe Tempel-Berg, auf dessen Gipfel ein riesiger goldener Buddha sitzt.

1237 Stufen wollen überwunden werden, um den Berg zu erklimmen. Ein Anstrengung, die bei den Thais äußerst beliebt ist und vor allem als eine Art Reinigungsritual angesehen wird. So verwundert es nicht, dass Einheimische jeden Alters scheinbar mühelos die teils steilen und hohen Stufen hinauf schlendern, während du selbst bei Stufe 200 vor dem Kreislaufkollaps stehst. Trotz seines schweißtreibenden Charakters ist der Aufstieg die Mühe in jedem Fall wert, denn als Belohnung wartet am Gipfel ein fantastischer Ausblick über die Provinz Krabi. Nimm dich
vor den Affen in Acht, die am Rande des steinernen Pfads leben. Die sind bekannt dafür, Besucher um ihre Wasservorräte oder Wertgegenstände zu erleichtern.

Zu erreichen ist die Anlage ab Krabi Town dank guter Beschilderung und solider Straßen am besten mit dem Roller, den du in der Stadt an jeder Ecke zum kleinen Preis mietest. Alternativ bieten die lokalen Touranbieter einen Ausflug zum Tigerhöhlentempel an.

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Wat Saket (Golden Mount) – Bangkok

Wat Saket von Sandra Seewald - Journey to Adventure

Der Wat Saket ist einer der ältesten Tempel in Bangkok, der seine Ursprünge bereits im Zeitalter des Ayutthaya-Reichs fand und seither von den Königen Thailands erweitert und renoviert wurde. Der wohl bekannteste und sehenswerteste Teil der Tempelanlage ist der Phu Khao Thong, der eher als „Goldener Berg“ bekannt sein dürfte. Von Weitem ist der goldene Chedi, der auf der Spitze des 97 Meter hohen, künstlich aufgeschütteten Bergs sitzt, zu sehen und ist gleichermaßen Anziehungspunkt für gläubige Buddhisten wie Touristen.

Ähnlich dem Tigerhöhlentempel in Krabi ist der Weg das Ziel: Der Weg zum goldenen Chedi, wird von einer wunderschönen, gepflegten Gartenanlage mit reich verzierten buddhistischen Statuen gesäumt. Ein besonderes Schmankerl ist, neben dem schönen Tempel, der gebotene Ausblick über die gesamte Tempelanlage und einen weiten Teil Bangkoks. Die Anlage, die im Bezirk Pom Prap Sattru Phai liegt, erreichst du via Taxi oder TukTuk.

Phra Mahathat Napha Methanidon und Naphaphon Phumisiri

Pra mahathat Napha von Sandra Seewald - Journey to Adventure

Der Doi Inthanon in der Provinz Chiang Mai ist mit seinen 2.565 Metern die höchste Erhebung Thailands und schon allein wegen seines Nebelwalds, der Teil des örtlichen Nationalparks ist, eine Besichtigung wert. Wie jeder andere Teil des Landes kommt der Berg nicht ohne religiöse Stätten aus. Während auf dem höchsten zu besichtigen Punkt mehrere kleine Schreine zu finden sind, wird in Sachen sehenswerter Tempel 200 Meter unterhalb des Gipfels mehr geboten.

Anlässlich des 60 Geburtstags von König Bhumobol und seiner Angetrauten, Königin Sirikit, wurden hier zwei Chedis errichtet, die nicht nur reich geschmückt, sondern mit ihren Außenfassaden aus Mosaik vergleichsweise modern sind. Was die Anlage besonders sehenswert macht, ist der wunderschön angelegte und gepflegte Garten, der die beiden Bauten verbindet, und natürlich die grandiose Aussicht, die sich auf dieser, für das Land einzigartigen Höhe bietet. Sollte der Doi Inthanon auf deinem Reiseplan stehen, plane eine Besichtigung dieser neuzeitlichen Tempelanlage auf jeden Fall mit ein.

Hi, ich bin Sandra, 25 Jahre jung und Weltenbummlerin aus Leidenschaft. Mir liegt die Wanderlust im Blut. Deswegen halte ich es auch nie lange in meiner Heimat Nürnberg aus, bevor mich der Deutschland-Blues wieder packt und ich mich mit meinem Rucksack zu neuen Ufern aufmache. Auf Journey to Adventure schreibe ich über imeine Reisen, gebe Tipps zu meinen Reisezielen und beantworte alle Fragen rund ums Thema Backpacking.

2 Kommentare

  1. So viele Tempel, die man besichtigen kann… Für mich ist Thailand eines der faszinierendsten und spirituellesten Orte.

  2. Toller Überblick über die schönsten Tempel. Mir persönlich hat Bangkok super gefallen. Da muss ich unbedingt wieder hin!
    LG, Sabine

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