Reisefotografie

5 Gründe, warum die Spiegelreflexkamera auf Reisen sterben muss

Spiegelreflexkamera auf Reisen muss sterben - Titelbild

Es ist es an der Zeit, der Wahrheit ins Auge zu schauen:

Die Zeit der Spiegelreflexkamera auf Reisen ist vorbei!

Die digitale Spiegelreflexkamera hat sich in den letzten 10 Jahren über fast alle Reisegruppen hergemacht. Vom Luxusreisenden bis zum Backpacker haben sie alle dabei. Zugegeben, sie hatte ihre Höhepunkte, ihre Berechtigung und vielen von uns den Einstieg in die Fotografie unglaublich erleichtert. Aber es wird endlich Zeit, einen Schritt in die Zukunft zu machen.

Die Konkurrenz der Spiegelreflexkamera heisst Systemkamera, eine spiegellose Kamera.

Fuji X-Pro vs. Canon 5d Mark ii - Grössenvergleich von oben ohne Objektiv

 Bilder mit Grössenvergleichen von camerasize.com

Der Kampf der Kamerasysteme hat vor wenigen Jahren begonnen und wird noch immer hart geführt. Für mich ist es eine der Erkenntnisse unserer Weltreise: Die Systemkamera ist der eindeutige Sieger. Die Gründe, welche gegen eine Spiegelreflexkamera auf Reisen sprechen, sind inzwischen so zahlreich wie auch überzeugend.

1. Das Biest lässt deine besten Bilder nicht entstehen

Ich vor 3 Jahren
„Fotografieren ist mein Hobby und wann habe ich mehr Zeit dafür, als auf der Weltreise? Ich bin gerne bereit, das zusätzliche Gewicht zu schleppen.“

Das Gewicht meiner Fotoausrüstung hat auf unserer ersten Weltreise 10 Kilo locker überschritten. Nicht nur die Vollformatkamera war schuld, sondern ebenso dessen Foto-Accessoire. Objektive, Stativ, Stativkopf und sogar die Filter hatten ein rechtes Gewicht. Festplatten für Backups und Macbook Air sind übrigens in den etwa 14 Kilo (gleichschwer, wie mein Reiserucksack) nicht inbegriffen!

Trotzdem, es hat mich nie gestört, das Zeug von A nach B zu bugsieren. Ausschlaggebend war vielmehr, dass ich die Spiegelreflexkamera zu selten dabei hatte.

Zum Beispiel beim Abendessen, sogar dazu war sie mir zu schwer und unhantlich und einige Fotos daher nie entstanden.

Ein wichtiger Grund, warum du ab sofort auf eine Systemkamera auf Reisen setzen solltest ist daher: Du hast sie häufiger dabei.

Wenn du nicht ständig mit einem Rucksack losziehst und darauf stehst, dein riesiges Biest bei dir zu tragen, müsste dich dieser Grund bereits überzeugen. Es folgt aber noch mehr.

2. Die Spiegelreflexkamera ist füllig, mollig, prall oder einfach nur fett

Natürlich muss es nicht wie bei mir gleich die Canon 5D sein, aber dennoch, mit dem Spiegel ist die Kamera grundsätzlich grösser und schwerer, als ohne.

Die Spiegelreflexkamera spielt ihr Vorteile erst richtig aus, wenn du unterschiedliche und hochklassige Objektive bereit hältst. Was noch deutlicher ins Gewicht fällt.

Im Klartext: nicht nur die Kamera selbst ist verdammt gross und schwer, sondern das komplette Zubehör ebenso.

Als vergleich für 90mm Brennweite

  • Erste Weltreise: Canon 5D mii mit 70-200mm 2.8 Objektiv.
    Ergebnis: 2,180 Kilo
  • Zweite Weltreise: Fuji X-Pro1, 60mm 2.4 (entspricht 90mm).
    Ergebnis: 0,665 Kilo

Fuji X-Pro vs. Canon 5d Mark ii - Grössenvergleich von oben

Natürlich habe ich in dem Fall kein Zoom, aber der Unterschied ist einfach GIGANTISCH.

3. Du hast kein Geld für die Spiegelreflexkamera

Die Ausgaben einer Weltreise musst du dir sorgsam einteilen. Jeder gesparte Franken bedeutet gleichzeitig, als Backpacker länger auf Reisen zu sein. Investiere dein Geld nicht sinnlos in eine Spiegelreflexkamera, die du nicht brauchst.

Nicht nur, dass die Spiegelreflexkamera selbst teuerer ist, sonder ebenso das Zubehör ist teurer, als bei Systemkameras. Das Stativ ist teuerer, die Objektive und ja, sogar die Filter sind um einiges teurer bei den Spiegelreflexkameras.

Obwohl ich mich für eine Profikamera unter den Spiegellosen entschieden habe, beträgt der Wert meines Equipments maximal 50% von dem zuvor.

Natürlich kannst du dir eine günstige Spiegelreflexkamera ohne hochwertige Objektive und ohne Zubehör kaufen. Ob du damit das Potential deiner Kamera ausschöpfst ist allerdings fraglich. Auch in dem Fall setzt du besser auf eine Systemkamera und kaufst dir zum Preis der Spiegelreflexkamera gleich noch hochwertige Objektive dazu.

Geldersparnis einer Systemkamera

Ich habe meine 1-jährige Spiegelreflexkamera samt Zubehör verkauft. Mit dem Geld habe ich anschliessend eine komplett neue Systemkamera samt allem Zubehör gekauft, und zudem konnten wir mit dem übriggebliebenen Geld einen Monat länger reisen.

Nicht schlecht, finde ich.

4. Die Spiegelreflexkamera ist aufdringlich „winä moorä“ (auf deutsch: „wie die Sau“)

Ich will nicht behaupten, dass die Wirkung der Spiegelreflexkamera immer negativ ist. Überhapt nicht. Je nach Ort und was du fotografierst, verschafft sie dir gar einige Vorteile. Viele wollen sich noch rascher fotografieren lassen und selbst fotografieren.

In Indien fotografiert werden

Eine grosse Kamera ist für viele gleichbedeutend mit „Die oder der macht sicher super Fotos“ oder „… ist professioneller Fotograf“. Kein Wunder, beim Anblick dieser Monster.

Mit dem Eindruck kann sie dir aber hie und da Türen öffnen.

Fuji X-Pro vs. Canon 5d Mark ii - Grössenvergleich von der Seite

Bei den im Vergleich unauffälligen spiegellosen Kameras, bleibt eine derartige Reaktion aus. Der Vorteil: Du wirst nicht beobachtet, es gibt nicht das grosse Posen vor der Kamera, die Leute verhalten sich natürlich und beachten dich nicht. Ein gutes Gefühl.

Die Fuji beispielsweise ist sehr unauffällig, nicht nur durch die Grösse, sondern ebenso durch ihren Retrolook. Die Kamera sieht nicht sehr teuer aus, sie lässt sich bequem in einer kleinen Tasche verstauen und so musst du dir auf einem noch so quirrligen Markt keine Sorgen um die Sicherheit machen.

Einen Spiegel brauchst du schlicht nicht mehr.

5. Die Qualität ist keineswegs überragend

Ganz ehrlich, ich war überrascht, als ich erstmals über die Qualität der Fuji X-Pro1 gestolpert bin. Bei der Fuji lassen sie den Tiefpassfilter weg und machen sonst noch ein bisschen Voodoo, welches ich nicht ganz verstehe, aber vom Resultat bin ich begeistert:

„In der FUJIFILM X-Pro1 kommt zum ersten Mal der neu entwickelte APS-C X-Trans CMOS SensorTM mit einer Auflösung von 16,3 Megapixeln zum Einsatz. Dank seiner speziellen Struktur verspricht der neue Sensor eine Auflösung, die sich auf dem Niveau eines Vollformatsensors bewegt.“
fuji.ch

Es ist aber nicht nur die Schärfe des Sensors, die Objektive sind ebenfalls spitzenklasse und für mich die 16,3 Megapixel absolut ausreichend, um auch mal ein Bild als Poster drucken zu lassen.

Obwohl ich eine erstklassige Spiegelreflexkamera auf Reisen hatte, inklusive First Class (irgendwie passend auf einem Reiseblog, der Ausdruck ;) Objektive, kann die Spiegellose problemlos mithalten.

Positiver Nebeneffekt der Systemkamera

Ohne den Spiegel auch kein Einklappen des Spiegels, keine Schwingung bei der Aufnahme und keine dadurch verwackelten Bilder. Die Spiegelvorauslösung stirbt gleichzeitig mit der Spiegelreflexkamera.

Fazit:
Welche Kamera brauchst du für eine Weltreise oder deinen Backpacking-Trip?

Dieser Artikel ist völlig subjektiv, es gibt sicherlich objektivere Vergleiche und natürlich bin ich grosser Fan der Systemkameras. Ich will deine Spiegelreflexkamera keineswegs schlecht reden, aber ich habe beides auf einer grossen Reise erlebt. Beide Systeme als Backpacker rumgehievt und mit beidem Reisekameras tausende Reisefotos geschossen.

Die Spiegelreflexkamera auf Reisen ist selbstverständlich (noch) nicht tot. Meiner Meinung nach sie sollte es sein. Sie bietet keinen wirklichen Vorteil mehr und die Nachteile überwiegen drastisch.

Du suchst eine Kamera für deine Weltreise oder Backpacking-Trip?

Hol dir eine Systemkamera!

Du bist Besitzer einer Spiegelreflexkamera?

Teste einige Systemkameras!

Hast du Fragen zu den Kameras von Fuji, kann ich dir eventuell helfen, melde dich dazu in den Kommentaren.

Nur einmal kurz getestet, aber viel gutes gehört, habe ich von der Olympus OMD, wie sie beispielsweise der Mark auf Photoauge verwendet. Bestimmt wird er ebenfalls bereitwillig darüber Auskunft geben.

Abschliessend kann ich sagen, ich habe den Umstieg auf die Systemkamera vor zwei Jahren gemacht und es nie bereut.

Was denkst du? Hat die Spiegelreflexkamera auf Reisen noch ihre Berechtigung?

64 Kommentare

  1. Hi,
    ich überlege schon seit mehreren Monaten von meiner 5D mk III auf eine Systemkamera zu wechseln, jedoch stören mich aktuell noch 3 Punkte.
    – bescheidene Objektive, ich fotografiere gern im Weitwinkel und möchte auch eine 2.8er Blende haben. Auf Grund des zum Teil 2-fachen Cropfaktor ist der maximale Weitwinkel irgendwo bei 24mm (ohne Fisheye)
    – Das Rauschverhalten bei Low Light Aufnahmen, da muss sich was tun, bei einer Vollformat DSLR bin ich rauscharme Fotos bis ISO 3200 gewohnt :)
    – die Möglichkeit einen Zeitraffer aufzunehmen, momentan gibt es wenige Fernauslöser oder besser Mikrocontroller die eine Systemkamera ansteuern.

    Wenn diese Punkte erfüllt sind, bin ich sofort dabei auf eine Systemkamera zu wechseln :). Das Gewicht meiner DSLR samt Objektiven ist auf Reisen mit der Zeit sehr lästig.
    Ich muss vielleicht noch anmerken, dass mein Schwerpunkt in der Fotografie liegt :)

    Beste Grüße
    Kenny

    • Hi Kenny

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Deine Bilder sind Extraklasse!!!

      Es gibt das 10-24 (also 15-36mm) von Fuji, aber ja, mit 4.0. Wobei ich im Weitwinkel bei der Canon auch „nur“ 4.0 hatte. Die Lichtstärke vermisse ich da nicht so sehr.

      Ja, das Rauschverhalten ist natürlich nicht, wie bei einer Vollformat, aber für mich absolut ausreichend.

      Fernauslöser und so: Da hast du absolut recht.

      Ich bin mir sicher, dass es in gewissen Fällen die Berechtigung einer DSLR auf Reisen noch gibt, die Möglichkeiten sind auf jeden Fall vielfältiger. Sie ist aber derart verbreitet, dass ich mindestens 90% von den Reisenden eine Systemkamera empfehlen würde.

      Finde es immer wieder schade, weil ich das Gefühl habe, viele lassen sich die DSLR „andrehen“, mit der Erwartung, damit bessere Bilder zu schiessen.

      Liebe Grüsse,
      Simon

      • Danke Dir :)
        Da gebe ich Dir recht, den meisten wird man eine Systemkamera empfehlen können. Es ist auch richtig, dass sich sehr viele eine DSLR aufschwatzen lassen und dann mit einer Kit Linse und im Automatik Modus knipsen in der Hoffnung jetzt die ultimativen Fotos zu schießen. Das wird so leider nicht funktionieren :). Aus diesem Grund ist eine Systemkamera für viele die Kamera schlecht hin. Wie gesagt, ich würde auch gern wechseln, aber in den „Extremsituationen“ bei denen ich auch gern fotografiere haben die Systemkameras noch einen Nachteil.
        Einen guten Ansatz mach Sony mit der a7 und einem 35mm Sensor. Wenn es dort noch die von mir besagten Objektive gäbe wäre das eine echte Alternative. Das ist aber bestimmt nur eine Frage der Zeit bis es mehr gute Linsen zu einem machbaren Preis gibt.

        Viele Grüße
        Kenny

        • Der Umstieg ist halt auch mit ein paar Emotionen verbunden. Es ist wie von Analog zu Digital.
          Es fällt ein weiteres Stück Mechanik weg.

          Ja, ich bin gespannt, wie es weiter gehen wird. Wenn du absolut nicht auf die extremeren Brennweiten verzichten kannst, auf Zeitraffer oder vielleicht im Studio mit Blitzsystemen fotografierst, ist ein Wechsel sicher momentan nicht möglich.

          Liebe Grüsse,
          Simon

  2. Ich nutze meine DSLR hauptsächich zum arbeiten, daher ist es für auch logisch diese mit auf Reisen zu nehmen. Ich liebäugle allerdings auch mit einer etwas kleinerem wie die Canon M oder vergleichbare ….
    Was mich noch abhält sind so Motive wie 16mm@2.8 oder ein schöne Portrait bei 200 und auch wieder F2.8 ….

    lg Bastian

    • Hi Bastian

      Vielen Dank für deinen Besuch und Kommentar.

      Ganz provokativ: Dass du sie zur Arbeit brauchst, ist ja noch kein Argument…

      Aber natürlich, ich verstehe dich auf jeden Fall. Eine DSLR bietet mehr Möglichkeiten.

      Meine Rechnung war in etwa so: 95% der Bilder, welche ich mache, kann ich mit einer Systemkamera abdecken. Auf die restlichen 5% (wie die von dir genannten) muss ich verzichten.

      Im Gegenzug erhalte ich mehr Bilder, weil ich sie häufiger dabei habe.

      Wenn die 5% Bilder aber zu wichtig sind, oder du sie gar zur Arbeit brauchst, ist ein Wechsel natürlich nicht drin.

      Vielleicht kommt bald eine Vollformat samt deinen gewünschten Objektiven und damit auch der nötige Weitwinkel.

      Liebe Grüsse,
      Simon

      • Abgesehen davon das ich die Größe und Haptik liebe, so gebe ich dir recht, viele der Aufnahmen die auf Reise entstehen gehen gleich gut, dafür sogar schneller mit einer kleinen Systemkamera. Wir haben sehr viel mit dem Handy gearbeitet, das ist halt wirklich immer dabei gewesen. Ich vermute mal das ich mit einer Systemkamera sogar noch mehr BIlder gemacht hätte als jetzt schon.
        Die 5% der Bilder, die sind für mich in der Tat so wichtig das ich beides mitnehmen würde ….
        Wir reisen allerdings auch mit dem Auto ;-)

        • Die Haptik ist ein gutes Argument. Allzu klein sollte sie für mich dann auch nicht sein…

          Ja, mit dem Auto fällt dann auch das ein- oder andere Argument für die Systemkamera weg ;)

  3. Hi Simon,
    ich (noch nicht einmal Besitzer einer Vollformatkamera) würde so eine Systemkamera wahrscheinlich lieben, weil sie so viel kleiner und handlicher ist. Aber meine Nordlichter könnte ich damit wohl nicht ablichten. Grundsätzlich meine ich, dass jeder sich erst einmal mit dem Thema Fotografie per se auseinander setzen sollte, bevor er in teures Equipment investiert. Meine Ausrüstung ist bescheiden. Immer, wenn ich dazu gelernt habe und erkenne, dass ich durch dieses oder jenes Extra – sei es ein Filter oder ein Objektiv – mehr herausholen kann UND ich entsprechende Motive überhaupt auch bald wieder vor die Linse bekommen UND das Budget auch vorhanden ist, gönne ich mir etwas. Aber – das wurde hier oben ja schon gesagt – den umgekehrten Werg zu gehen, bringt wirklich nichts: Eine High-End-Kamera macht nicht automatisch Traumfotos. Wenn ich wieder etwas Budget übrig habe, investiere ich vielleicht auch einmal in so eine Systemkamera, für die Reisen mit kleinem Gepäck : )
    Sonnige Grüße
    Jutta

    • Hallo Jutta

      Lieben Dank für deinen Kommentar.
      Da hast du absolut recht, erst investieren, dann überlegen, was man braucht ist dumm (ich hab das allerdings auch mal so gemacht).

      Was denkst du denn, wo würde es bei den Nordlichtern fehlen? Wie ist die spezielle Aufnahmesituation?

      Liebe Grüsse,
      Simon

  4. Willkommen im Club :-) Ich habe vor kurzem auch meine Spiegelreflex mit allen Linsen verkauft und mir eine Systemkamera gekauft. Mit meiner Panasonic bin ich sehr zufrieden und wie es der Zufall so will habe ich auch vor kurzem einen Artikel zu dem Thema geschrieben ;-) Das Gewicht ist auf alle Fälle ein Thema und die Qualität ist prima. Sicher finden sich auch Puristen, die auch da Macken finden, für mich ist eine gute Bedienbarkeit, gute Optik und leichtes Gewicht wichtig. Schließlich mache ich die Fotos und nicht (nur) die Kamera ;-)

    Liebe Grüße,
    Ivana

    • Hallo Ivana

      Vielen Dank für deinen Kommentar, der Artikel ist toll (und vielleicht noch etwas objektiver, als meiner ;), ich werde ihn gleich oben verlinken.

      Natürlich hat die DSLR noch ihren Platz, zum Beispiel auf einer Safari oder so, ich kann absolut verstehen, wenn einige sie bevorzugen.

      Grundsätzlich glaube ich, dass sie mittlerweile der Mehrzahl der Reisenden empfohlen werden sollte.

      Liebe Grüsse,
      Simon

  5. Mal angenommen ich würde gerne eine Systemkamera kaufen, warum dann genau eine Fuji? Du hast gesagt es war für Dich recht klar, warum. Kannst Du das ausführen?

    • Falls du einen Umstieg in Betracht ziehst, empfehle ich dir, die Neusten Modelle mal auszuprobieren (notfalls im Laden). Neu ist die X-Pro1 nicht mehr. Von Fuji wären das eher eine X-T1.

      Ich würde dir absolut nicht zwingend zu einer Fuji raten. Ich persönlich habe mich für sie entschieden, wegen den vielen mechanischen Knöpfen/Zugängen zu den Einstellungen und dem Optischen/Hybriden Sucher. Ich bin nach wie vor begeistert von meiner Kamera und kenne diese gut, daher kann ich sie problemlos empfehlen.

      Bei anderen Marken, wie Sony, Olympus oder Canon kenne ich mich leider nicht mehr so aus. Diese habe ich damals angeschaut, aber wie gesagt, waren für mich die Zugänge und Sucher entscheidend. Aber da hat sicher jeder andere Vorlieben.

      Liebe Grüsse,
      Simon

  6. @Kenny: Die Sony a7 ist die Kamera für dich:

    – Objektive: Du kannst jedes – und damit meine ich wirklich JEDES – Objektiv per Adapter anschliessen. Siehe: Guide to Sony a7 Lens Mount Adapters

    – Crop factor: Gibt’s nicht. Ist Vollformat.

    – Noise: Auf dem Niveau von anderen Vollformat-Kameras. Siehe dpreview.com

    – Time Lapse: Kann per App gemacht werden (WLAN-Verbindung mit der Kamera)

    Natürlich haben DSLRs immer noch einige Vorteile gegenüber der Sony a7 (schnellerer AF, optischer Viewfinder etc.) aber kommt halt darauf an was einem wichtig ist. Beim Reisen ist die a7 jedenfalls genial.

  7. Haha…. Prominenz in da house!

    Hi Phil

    Vielen Dank für deinen Kommentar. Da du ja schon vor gefühlten 1`000 Jahren auf kleinere Kameras gesetzt hast, danke ich dir besonders für deinen Kommentars.

    Ein Argument ist auch, dass die Kameragehäuse fürs Tauchen günstiger sind?!

    Gruzz, Simon

    PS: Dass ich immer und ewig hinter dier fixen muss ;)

    • Haha ;)

      Die Unterwasser-Gegäuse sind leider nicht wirklich billiger… das für die a7 ist $3000.- d.h. fast dopplet soviel wie die Kamera mit kit lens (und damit hat man noch kein Licht…) . Unterwasser brauche ich zumindest vorläufig meine Sony rx100.

  8. Hi Simon,

    ja, das ist eine sehr interessante Überlegung. Ich habe zwar „nur “ eine 6 Jahre alte EOS400D, aber über die letzten Jahre kontinuierlich erweitert um Objektive und Zubehör. Wenn ich mit meiner Frau unterwegs bin haben wir meistens noch eine Exilim dabei für schnelle Schnappschüsse. Und dann gibt´s ja noch das Smartphone :D

    Ich spiele aber auch mit dem Gedanken, mir die Systemkameras zumindest mal genauer anzuschauen. Evtl. steige ich doch auch irgendwann mal um.

    Schönes Wochenende noch
    Thomas

    P.S.: Vielen Dank für den Backlink auf meine Preisliste.

  9. Hi Simon,

    wie oft ich diese Gedanken schon gewälzt habe DSLR VS Mirrorless Systemcamera. :-)
    Wer eine üppige/gute DSLR Ausstattung sein eigenen nennt, für den ist in meinen Augen ein Wechsel noch zu früh aufgrund des Cropfaktors der meisten Systemkameras und Objektivangebots. Ferner haben die wenigsten Systemkameras einen gescheiten „analogen“ Sucher. Ich schaue ungern auf ein Kameradisplay, erst recht nicht bei gleißendem Sonnenlicht.

    Wer aktuell auf der Suche nach einer neuen Kamera ist, dem kann ich aktuell nur zu einer Mirrorless raten. Ob dabei Olympus oder Fuji ist in meinen Augen Geschmackssache wie der alte „Kampf“ Canon VS. Nikon.

    Keep on traveling

    THOMAS

    • Hi Thomas

      Vielen Dank für deinen Kommentar.
      Es gibt sie, die Vollformat bei den Systemkameras und gerade bei Sonnenschein ist der Blick auf den elektronischen Sucher (mit eingeblendetem Histogramm) schon recht hilfreich.

      Aber natürlich, der Wechsel muss wohl überlegt sein. Ich hätte vermutlich noch nicht gewechselt, wäre nicht die Weltreise angestanden. Aber auf längeren Reisen ohne Auto kann ich die Spiegellose 100% empfehlen.

      Da stimme ich dir zu, Fuji, Sony, Olympus oder was auch immer ist definitiv Geschmacksache.

      Liebe Grüsse,
      Simon

  10. Hi,
    Das bestätigt mein Gedankengut von 2007/2008, als mein Exmann unbedingt seinen digitale SRC mit nach Thailand mitnehmen musste, als wir mit unseren 3 Kindern dorthin flogen.
    Der zusätzliche Rucksack hat nur genervt, war schwer und immer übrig, benutzt wurde sie kaum und die dauernde Habacht-Panik ging mir richtig auf den Keks.
    Ich reise immer nur mit kleiner Schnappschuss-Kamera plus Smartfone-Camera, das geht super und ich kann aus dem Bauch heraus jeden Moment festhalten.

    Weiterhin viel Freude :)

    Lg Eva

  11. Pinkback: Unpacking Travel: Ausgabe 38 | GoEuro Blog

  12. Du sprichst mir aus der Seele!
    ich selbst habe die etwas kleinere X10 ohne Wechselobjektiv und bin mit der kleinen schon oft Rucksacktour gewesen. Klein, extrem robust- und wie du schon sagtest – durch die Retro-Optik auch nicht so anziehend für Langfinger :) Hier mal ein paar Aufnahmen von mir:

    http://deutsch.istockphoto.com/search/portfolio/12056478#ea9844b

    • Hi Daniel

      Die X10 hatte ich auch mal getestet. Da fehlen mir persönlich schon die Wechselobjektive. Dafür ist sie nochmals um ein ganzes Stück kleiner und leichter, als die X-Pro1.

      Und du kannst deine Bilder immerhin verkaufen auf iStock ;) Finde ich sehr cool.

      Liebe Grüsse,
      Simon

  13. Simon, ich finde Deine Festbrennweiten Strategie sehr interessant! Darf ich noch eine Frage dazu stellen?

    Du hast ja glaube ich 3 Stück (35mm äquiv.):
    * 35mm
    * 53mm
    * 90mm

    Welche davon hast Du am wenigsten verwendet?
    Welche würdest Du weglassen, wenn Du nur 2 mitnehmen dürftest?

    Welche davon hast Du am häufigsten verwendet?
    Welche würdest Du aussuchen, wenn Du nur 1 mitnehmen dürftest?

    Wie viele Motive hast Du geschätzt durch die falsche Brennweite verpasst?

    Es gibt ja auch eine Fuji Festbrennweite mit 27mm (äquiv.). Die ist mit f/2,0 gegenüber f/1,4 nur halb so lichtstark. Dafür hat sie ein 22% größeres FOV (~77° vs. ~63° diagonal).
    Stell Dir vor, die 27mm wäre genauso lichtstark, also f/1,4. Würdest Du sie statt der 35mm nehmen?

    Danke!

    • Hi Florian

      Spannende Fragen!!!

      Geschätz habe ich folgende Fotos gemacht:
      35mm: 60%
      53mm: 30%
      90mm: 10%

      Damit wäre für mich klar:
      2 Objektive: 35mm & 53mm
      1 Objektiv: 35mm

      Ich würde die 35mm den 27mm bevorzugen. 35mm ist die klassische Brennweite, die auch dem Auge „am nächsten“ kommt. Mir gefällt die Brennweite sehr.

      Aber all das ist natürlich sehr persönlich. Wo verwaltest du denn deine Fotos? Vielleicht kannst du in dem Programm mal schauen, wie viele Fotos du mit welcher Brennweite gemacht hast. Dann siehst du recht schnell, wo deine Vorlieben sind.

      Liebe Grüsse,
      Simon

      • Sehr cool, danke für die superschnelle und überraschende Antwort. Ich hatte ehrlich gesagt eine etwas gleichmäßigere Verteilung erwartet. Um so klarer ist die Antwort auf die 1 Objektiv / 2 Objektive Frage.

        Ich schieße selbst mehr als die Hälfte meiner Fotos in 27mm (äquiv.), deswegen die Frage. Ich würde mir manchmal sogar noch mehr Weitwinkel wünschen. Wie Du sagst, es ist alles persönlich und für meine geliebten 3:1 Ausschnitte brauche ich FOV.

        Schöne Grüsse,
        Florian

        • Stimmt, bei den Bildformaten auf deinem Blog macht Weitwinkel je nach dem noch mehr Sinn :)

          Liebe Grüsse

  14. Pinkback: Systemkamera und DSLR mit Festbrennweite im Reise-Check: Gewicht, Preis und Qualität | flocblog

  15. Hi Simon
    was ist, wenn man kein Profi-Fotograf ist? Ich fotografiere gerne, aber halt so hier und da, meistens mit dem jeweiligen Handy oder mit ner einfachen Digitalkamera (Lumix). Ich kenn mich auch mit all den verschiedenen Einstellungen etc (Brennwert und co) nicht aus. Hast du mir ein paar Ratschläge dazu? Sollte ich mir etwas komplexeres zulegen? Gibt es eine Möglichkeit einfach mal die Basics zu lernen, ohne dass es zu kompliziert wird?
    Danke für die Auskunft.

    • Hallo Esther

      Ich danke dir für deine interessante Frage.
      Dazu habe ich eine klare Meinung: Fotografieren gehört nicht zu deinen Hobbies und du willst dich nicht weiter damit beschäftigen, dann reicht dir ein aktuelles Smartphone völlig aus. Die Kameras sind wirklich ausgezeichnet und damit lassen sich fantastische Fotos schiessen.

      Der Vorteil in einer Point and Shoot (wie die kleine Lumix) liegt darin, dass du bei schlechten Lichtverhältnissen, also vor allem Abends oder in Innenräumen, bessere Qualität erzielst. Eventuell hast du noch einen Optischen Zoom.

      Die Vorteile sind meiner Meinung nach nicht mehr gross genug, um den Kauf zu rechtfertigen, falls du über ein neueres Smartphone (zum Beispiel ab iPhone 5) verfügst.

      Wenn du dich weiter mit der Fotografie beschäftigen möchtest, dann solltest du ebenfalls erst mit dem „Beschäftigen“ anfangen, anschliessend wirst du deine Bedürfnisse rasch feststellen.

      Ich hoffe das hilft dir weiter, ansonsten melde dich jederzeit wieder.

      Liebe Grüsse,
      Simon

      • Hi Simon

        yup, das hilft mir weiter und bestätigt schon mal meine Selbsteinschätzung, was auch viel wert ist ;-)
        Danke dir!

        Liebe Grüsse
        Esther

        • Das freut mich sehr zu lesen. Wie gesagt, falls weitere Fragen auftauchen, bei welchen wir eventuell weiterhelfen können, melde dich gerne wieder.

          Ganz liebe Grüsse, Simon

  16. Hallo Simon
    Vielen Dank für Deinen super Beitrag!
    Ich plane mit meiner Freundin eine einjährige Backpacker Weltreise und habe mir sehr sehr lange überlegt, ob ich meine Canon 60D mitnehmen oder ob ich mir eine Fuji XT-1 zulegen soll. Da wir wirklich mit dem Rucksack und Zelt unterwegs sind, bin ich, so glaube ich, dann froh wenn die Kamera nicht zu gross und zu schwer ist. Ich denke, bei der Kamera habe ich mich entschieden… und…. taaaadaaaa es gibt eine Neue! :) Ich bin mir nur noch unsicher welche(s) Objektiv ich dazu nehmen soll. Im Kit gibt es das 18-55, ansonsten stehen doch noch andere zur verfügung. Was denkst du? Ich fotografiere vorallem Landschaften und liebe es die Natur abzulichten. Ich mag trotzdem den Zoom, da man ja doch ab und zu froh darum ist… Sonst muss ich ja fast wieder 2 Objektive mittragen…
    Grüsse usm schöna Graubünda
    Dani

  17. Hallo Dani

    Erstmal vielen Dank für deinen Besuch, deinen Kommentar und Glückwunsch zur baldigen Weltreise! Ich hoffe, du erfüllst dir damit erstmal alle Träume.

    Die Frage der Objektive ist mindestens genauso schwer, wie die der Kamera und ich kann dir da wirklich nur meine Meinung sagen, die aber keines falls für dich richtig sein muss.

    Wie du schreibst, weisst du ja schon, Weitwinkel ist besser für deine Naturfotos. Willst du auf den Zoom nicht verzichten, kommt nur ein zweites Objektiv oder das Zoom in Frage. Damit verlierst du allerdings wieder etwas an Bildqualität. Schwierig also…

    Ich persönlich würde zwei (bis drei) Objektive einpacken. Wenn ich mir schon eine tere Kamera kaufe, will ich die mit grandiosen Objektiven ausreizen. Du weisst ja, die Qualität der Objektive ist entscheidend, nicht unbedingt die Kamera, wenn es um Bildqualität geht. Du musst wissen, dass die Objektive der Fuji überhaupt nicht mit der einer Spiegelreflex zu vergleichen sind. Sie sind sehr viel leichter und unheimlich viel kleiner.

    Ich würde daher mit zwei bis drei Festbrennweiten losziehen, anstelle des Zooms. Vermutlich auch, weil ich Festbrennweiten sowieso mag.

    Du siehst schon, ich bin dir vermutich keine grosse Hilfe.

    Als Tipp: Schau doch mal, mit welchen Brennweiten du bisher Fotos gemacht hast und auf welche du eventuell verzichten könntest. Das hilft dir vielleicht noch weiter.

    Falls du noch weitere Fragen hast, melde dich sehr gerne einfach wieder.

    Liebe Grüsse, Simon

  18. Johannes

    Hallo Simon,
    bin durch Zufall auf deinen Artikel gekommen den ich auf der einen Seite sehr gut finde jedoch sehr ins krübeln brachte .
    Ich fotografiere jetzt schon seit über 10 Jahren. Hab klein angefangen Eos 35oD, 40D,7D und bin jetzt bei der 6D mit viel Ausrüstung etc. gelandet. Mir ist aufgefallen das je mehr und profesioneller die Ausrüstung (Kilos….) wurde, ich auch umso fauler geworden bin sie bei kleineren Gelegenheiten mitzunehmen. Im April plane ich eine 6 monatige Nordamerika Tour. Da gibt es natürlich viel tolles zu fotografieren.
    Ich überlege mir unter anderem auch aus diesem Grund meine CanonTreue zu beenden und auf eine Systemkamera ala Fuji oder Olympus zu wechseln. Jedoch habe ich doch gehobene Ansprüche bzgl. Fotoqualität. Ich spiele unt anderem auch sehr gerne mit der Tiefenschärfe und hab da meine zweifel ob ich da mit einem Four Third Sensor da einigermaßen gute Ergebnisse bekomme. Daher tendiere ich eher zu Fuji z.B X-E2 mit APSC. Hohe ISO werte brauch ich nicht unbedingt obwohl die 6D in dem Bereich super ist.
    Ich möchte genau wie du schon in deinem Artikel geschrieben hast, wieder eine kleine Systemkamera (weniger schleppen …. )die eher unauffällig ist aber Bildtechnisch einigermaßen an das Vollformat rankommt.
    Was würdest du mir empfehlen ?
    Danke im voraus!
    Liebe Grüße, Johannes

    • Hallo Johannes

      Vielen Dank für deinen Besuch und dass du dir die Zeit für den Kommentar genommen hast!
      Leider kann ich dir nicht DEN Tipp geben, welcher all deine frage auflöst. Ich kann dir aber gerne meine Erfahrungen schildern.

      Ich hatte ebenfalls eine Vollformatkamera und sehr lichtstarke Objektive, wie z.B. das 50mm 1.4.

      Ich habe die 5D regelmässig vermisst, um ehrlich zu sein, vor allem wegen der Geschwindigkeit und eben, ich hatte fantastische Objektive. Die Schärfentiefe war für mich mit der Fuji völlig ausreichend, da ich auch hier sehr lichtstarke Objektive habe.

      Trotzdem habe ich nie bereut, gewechselt zu haben und kann es jedem nur empfehlen, es zumindest auszuprobieren.

      Falls du ein eigenes Auto mietest und beispielsweise mit dem Camper durch die USA reist, dann würde ich vermutlich vorerst die Spiegelreflex behalten. Ist das nicht der Fall, würde ich welchsen und mich ab sofort mit spiegellosen Kameras beschäftigen. Die Vorteile von Gewicht, Unauffälligkeit und Grösse sind nicht von der Hand zu weisen.

      Und wenn du ein bisschen „faul“ geworden bist und die Kamera seltener mitschleppst, erst recht. Ich garantiere dir, du wirst sie wieder viel häufiger mitnehmen, sie basst ja fast in eine Hosentasche.

      Ich hoffe, das hilft dir oder gibt dir zumindest eine Sichtweise. Sonst melde dich einfach gerne wieder.

      Lieber Gruss, simon

  19. Johannes

    Hallo Simon,
    danke für die rasche Antwort.
    Werde es jetzt doch machen.

    Die E-X2 wirds wegen ihrem geringen Gewicht und gleichem Sensor wie der Xt1
    mit dem den Linsen 18 2:0 , 35 1,4 56 1,2 und das 55-200mm
    für Makro zwischenring 16 da sollte dann mitn 35mm fast 1:2 gehen und zusätzlich retroadapter , (ist zwar ein Kompromiss spar aber eine Makro Linse). Mit 4 Objektiven ziemlich alles abgedeckt. Und spare mit 1,6kg 2/3 im Vergleich zur Canon.
    Hättest du dem noch was hinzuzufügen.

    Zusätzlich für meine Reise nehme ich eine Outdoorkamera mit.
    Gruss Johannes

    • Hallo Johannes

      Schön, dass du dich wieder meldest. Ist spannend zu hören, wie du dich entscheidest.

      Hinzuzufügen habe ich noch folgendes: Du sparst sogar noch mehr, wenn du ein Stativ dazu nimmst. Da brauchst du auch nicht ganz so ein „robustes“, da die Kamera um einiges leichter ist.

      Ich würde sagen, damit hast du das volle Equipment dabei und solltest keinen Verzicht eingehen. Ich bin mir sicher, du wirst begeistert sein!

      Liebe Grüsse, Simon

  20. Johannes

    Hallo Simon,
    das Stativ ist sowieso ein muss auf meiner Reise sowie zwei Blitzgeräte fürs entfesselte Blitzen
    Ich hab ein tolles Angebot für die XT1 bekommen werd sie nehmen (wahnsinns EVF) , bin jetzt nur beim grübeln .
    Tendiere derzeit eher zu folgendem:
    Statt dem 56 F1,2 dass 60er F2,4 und dafür: statt dem 18 F2,0 das 23 F1,4. Und für UWW das günstige Samyang 12mm 2:0
    Ich mach extrem gerne makros. Da ich das 35 1,4 fix nehme habe ich doch genug Schärfenuntiefe für meine freistellungsobjekte und mit dem 60 2,4 sollte bei Portrait es auch ungefähr reichen , das wären dann ja bei Vollformat 90mm F3,5-4.
    Das 60er ist zwar kein echtes makro nur 1:2 aber mit zwischenring komm ich auf annähernd auf 1:1. Und zusätzlich nimm ich einen Retroadapter
    Das 60er ist leichter soll aber einen miserablen AF haben auch an der XT1. Ich habe gelesen das du diese Festbrennweite in deinem Sortiment hast , was kannst du dazu sagen . Wozu würdest du mir raten .
    Ich möchte keine halben Sachen mehr machen.
    Danke im voraus!

    Liebe Grüße: Johannes

  21. Robert Krön

    5HI Simon,

    ich bin gerade dabei zu überlegen, welcher Rucksack als Daypack/Kamerarucksack am Besten wäre. Rein soll eigentlich nur die 5d mit 24-105er, und vielleicht noch ein Gorillapod und das 50 1.8. Was hattest du früher als Kameratsche dabeio? Kannst du mir das was empfehlen?

    Schöne Grüße,
    Robert

    • Lieber Robert

      Auch nach langer Suche habe ich nie den passenden Rucksack für mich gefunden. Ich habe mich daher für Einschlagtücher entschieden und es nie bereut.

      Mit diesen packst du einfach Kamera und auch Objektive einzeln ein und wirfst diese in einen beliebigen Rucksack.

      Hier kannst du einen Blick darauf werfen.

      Ich hoffe, das hilft dir weiter.

      Liebe Grüsse, Simon

  22. Zuerst vielen Dank für die interessanten Beiträge. Wie sieht es eigentlich bei diesen Systemkameras mit Wechselobjektiven betreffend Sensorflecken aus? Das ist etwas, was mich bei den DSRL sehr nervt. Je mehr Wechsel desto mehr Staub.

    • Ciao Roger

      Vielen Dank für deinen Besuch und dass du dir Zeit für einen Kommentar genommen hast.
      Da muss ich dich enttäuschen. Objektivwechsel heisst leider auch, dass der Sensor für kurze Zeit frei liegt und Staub drauf kommen kann. Einzig liegt der Sensor, da kein Spiegel dazwischen Platz finden muss, näher beim Objektiv, also weniger tief im Gehäuse. So kommst du ev. etwas besser ran mit einem Blasebalg oder so.

      Zudem hast du nicht das „Spiegel aufklappen“, was du vorher machen musst. Der Sensor liegt direkt frei, wenn du das Objektiv wegnimmst.

      Um ehrlich zu sein, ich habe das Objektiv wirklich sehr oft gewechselt, zum Teil auch am Strand oder so, und hatte keine Probleme. 1-2 Mal mit dem Blasebalg dahinter und das hat schon gereicht.

      Liebe Grüsse,
      Simon

  23. Pinkback: Mit 1,3 kg Kameraausrüstung auf Weltreise: 4 Tipps, wie du es ebenso schaffst. - um die Weltreise

  24. Pinkback: Fotoausrüstung auf Weltreise - was soll nur mit?

  25. Lieber Simon,
    DANKE für diesen Artikel! Seit Monaten bin ich am Überlegen und habe genau so einen Artikel gesucht – mitsamt der vielen hilfreichen Kommentare!
    Ich hatte letztens eine Systemkamera von Olympus zum Testen und war ein wenig von der Bildqualität enttäuscht. Vielleicht habe ich sie als Hobbyfotografin aber auch nicht richtig bedient, wer weiß. Nun bin ich jedoch sehr froh, dass jemand aus dem professionellen Bereich sagt, dass die Systemkameras qualitativ ähnliche Bilder machen – sonst wärst du wohl nicht umgestiegen ;). Die Kameras von Fujifilm nehme ich also als nächstes einmal unter die Lupe!
    Vielen Dank nochmal und liebe Grüße,
    Yvonne

  26. Ich habe die ganze Kommentarreihe aufmerksam gelesen. Ja, es stimmt die Spiegellose ist kleiner -aber nur mit bestimmten Objektiven. Mit dem klein und leicht ist schnell Schluss wenn ein anstaendiges Zoom angesetzt wird. Dann wirkt das Ganze reichlich unausgewogen und man fragt sich wo man anpacken soll. Bei den neusesten Modellen ist die Qualitaet vom Sensor und die Ausstattung OK aber leider braucht man ja noch ein Objektiv!
    Meine Loesung ist einfach. Die grosse mit Ihren Vorteilen (und dem Gewicht) und fuer alles andere kommt eine Kompakte mit vernueftiger Optik und da gibt es wirklich Schaetzchen die den Namen kompakt verdient haben und auch optisch punkten. Allerdings…bin ich in der Regel kein Weltreisender mit Rucksack. Wenn ich einer waere, dann haette ich maximal eine der guten Kompakten dabei den die erfuellen all das, was oben angedeutet wurde.
    Preis gut, Groesse sehr gut Gewicht kein Thema. Leider werden auch in Zukunft Spiegellose die Physik nicht ueberlisten koennen und trotz Kompaktheit und staendig besseren Digitalen Suchern mit anstaendigen Objektiven eben nicht handlich sein. Uebrigens, ich habe gerade eine A 6000 Sony gekauft und musste feststellen, dass halbwegs vernueftige Objektive nicht billig sind (!!) und wenn man dann die Berichte liesst fragt man sich wie es moeglich ist? Da kann dann der Berichtende, trotz vorsichter Schilderung keinem der Objektive eine wirklich gute Benotung geben. Das habe ich noch nie bei einem meiner Canonobjektive gesehen – und es fuehrt kein Weg dran vorbei – es braucht nun mal gute Objektive um technisch gute Bilder zu machen. Ich Weiss, ich Weiss, der Fotograf macht die guten Bilder deswegen steht dort auch TECHNISCH…

    • Hallo Hubert

      Erstmal vielen, vielen Dank für den ausführlichen und spannenden Kommentar!
      Ich gebe dir in allem recht. Von Anfang bis Ende.

      So wahnsinnig viel kleiner ist die Spiegellose nicht mehr, aber etwas schon und etwas leichter. Das „Etwas“ mag für viele keinen Unterschied machen, für Traveller oft schon. Speziell ein paar hundert Gramm können einen entscheidenden Vorteil bringen. Bei mir ist das übrigens nicht nur beim Reisen so, sondern auch wenn ich in die Stadt gehe, bin ich oft froh, ist die Kamera nur einige Hundert Gramm schwer.

      Liebe Grüsse,
      Simon

  27. Ich nutze meine Canon 5D beruflich und dafür ist sie auch 100% OK. Jedoch sind wir viel unterwegs, bald wieder 6 Monate im Auto und auch wenn der Platz nicht ganz Ausschlaggeben ist, so werde ich Auf eine kleinere Olympus M1 und M10 wechseln. MIt den passenden Opjektiven spart man vieles an Gewicht und Volumen. Bei mir werden es Zooms von Pansonsic werden, 7-14/F4, 12-35/2.8 und 35-100/2.8. Wenn ich da aleine das Volumen von meinen 70-200/2.8 an der Canon sehe …. dazu noch 2 Festbrennweiten wie 17 und 45mm.

    http://j.mp/1VtHJ9C hier siehr man das sehr schön, die kleine Lösung wiegt 860gr, das Canon Gehäuse wiegt schon knapp 900gr, das Tele 1500gr. DAs geht natürlich beim restlichem Zubehör weiter. Stativ kleiner, Filter kleiner, Tasche kleiner ….

    Die M1 mit allen 3 Zooms zusammen wiegt 1365gr !! ein passendes Stativ 1,5 Kilo, dazu noch ein paar Filter und man hat mit 3 Kilo wirklich alles was benötigt. 17 und 45mm wiegen zusammen nochmal 235gr :-)

    Mit so einem „leichtem“ Eqipment ind der Tasche nimmt man dieses auch öfters mit und ist unauffälliger als mit der großen. Ich werde dieses Jahr komplett wechseln, meine Tätigkeit als Fotograf kann ich auch mit der kleinen Kamera nachgehen und auf Reisen hab ich die Kamare öfters dabei.

    • Hallo Bastian

      Ich danke dir für deinen persönlichen Kommentar.
      Ja, der Unterschied ist doch vor allem zur Vollformat recht gross. Die Olympus hatte ich leider nur für einige Tage getestet, aber ich lese nur Positives.

      Liebe Grüsse,
      Simon

  28. Pinkback: Das beste Reisestativ für kurz- und Langzeitreisen

  29. Schöner Artikel aber… nein, bin persönlich nicht überzeugt. :D
    Ich habe viele Freunde, die kleinere, moderne, hochwertige spiegellose Kameras gekauft haben und damit reisen, ich durfte sie oft ausprobieren, und mir war sofort klar: ich kann auf meine „echte“ Kamera (Canon t6i) auf keinen Fall verzichten. Auch wenn sie schwer ist und ich sie überall mitschleppen muss (ich trenne mich nie von ihr, wenn ich unterwegs bin, auch beim Abendessen nicht, auch beim Wandern nicht). Aber Nachtbilder, Langzeitbelichtungen, Nahaufnahmen, Zooms, usw… gelingen mir so viel besser. Vielleicht hast du die richtige Kamera für dich gefunden, das ist toll! Ich verstehe deine Argumente durchaus. Aber meine Liebesgeschichte mit meiner Kamera kann nie zu Ende gehen ;)

    • Wenn du dich derart in deine Kamera „verliebt“ hast, hast du bestimmt deine guten Gründe dazu. So wie du schreibst, kennst du dich sehr gut aus und weisst, welche Vorteile dir die Spiegelreflexkamera bietet und warum du nicht auf sie verzichten kannst. Ich denke sehr vielen geht es umgekehrt und sie bekommen von einem Verkäufer eine Kamera aufgeschwatzt, welche nicht zu ihrem Fotostil passt.

      Liebe Grüsse,
      Simon

  30. Pinkback: Fern- & Weltreise FAQ für Backpacker: Häufige Reisefragen und Antworten.

  31. Es stimmt schon, dass die Speigelreflex für die Reist tot ist. Ich hatte das auch sehr lange und dann anlässlich einer Tour an die Westküste der Staaten den gnazen Kram mal auf eine Waage gelegt. Am Ende musste die Canon gehen und zwei Fuji X(Pro1 und E2) durften mit nach drüben. Da standen 6Kg(Fuji komplett mit Rucksack , Stativ und allem Zubehör) gegen die Canon, bei der das schon 11 wurden. Wobei ich den Fujikram wahrscheinlich auch noch hätte abspecken können. Aber ich wollte fotografieren und hatte ohnehin ein Auto.
    Im Link finden sich ein paar interessante Gedanken zum Thema USA.

    • Ciao Thorsten

      Vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrungen. Ich schaue mir den Link gerne mal an.

      Liebe Grüsse,
      Simon

  32. Hallo Simon,

    ich habe mit Deiner Website einen Zufallsfund gemacht, als ich mich mal wieder über den Stand aktueller leichter *Reisestative umsah.
    Wie zu sehen ist, hat sich auch *hier nichts verändert: Das Zeug ist einfach nur irre teuer und die Physik ist auch nicht zu revolutionieren. Es bleibt auch nach 20 Jahren alles sowie immer. Darum arbeite ich weiterhin mit meinem Manfrotto-Carbon-Stativ. Das hat leider ein Packmaß von ca. 55 cm, dafür ist es brauchbar, wenn ich es benutze. Da liegt nämlich der Hund begraben: Meine Reiseerfahrungen sehen anders aus. Ich hatte mich geirrt, als ich annahm, das Stativ könnte (ohne ausgefahrene Mittelsäule) ruhig etwas kleiner sein. Die Quittung kam postwendend und hat sich direkt auf meine fotografischen Vorstellungen ausgewirkt. Nie wieder!

    Deine Überschrift ist provokant: „Die Zeit der Spiegelreflexkamera auf Reisen ist vorbei!“
    Sie ist eine rein persönlich gefärbte Schlagzeile, die auf die Masse der Menschen zutrifft, die sich hätten nie eine DSLR kaufen müssen.

    Ich fotografiere seit 30 Jahren, arbeite professionell in der Kulturbranche und verzichte auch im Urlaub nicht auf meine 5D MKIII + Profilinsen. Ich weiss schon, warum.
    Okay, „Weltreisen“ mache ich nicht, und wahrscheinlich würde ich – wenn ich es doch täte – zu einer aktuellen Sony greifen, weil 8 Kilo Ausrüstung auf einer Weltreise etwas Anderes sind als 8 Kilo Ausrüstung auf einer Seereise. :-)

    Alles Gute!
    Frank

    • Ciao Frank

      Vielen Dank für deine spannenden Einblicke! Eine andere Sichtweise hilft immer, einen Schritt weiter zu kommen und zu lernen.

      Trotzdem, ich gebe dir eigentlich überall recht. Genau weil Stative ziemlich teuer sind und man sie 20 Jahre in Gebrauch hat, lohnt es sich, von Beginn weg etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen. Es wird sich mit der Zeit lohnen und man erspart sich einiges an Ärger.

      Die Überschrift ist provokant, sicherlich. Da dies ein persönliches Blog ist, sind natürlich alle Inhalte mehr oder weniger subjektiv und sicherlich nicht für die ganze Menschheit gültig, das würde ich mir niemals anmassen.

      Aber ich stehe nach wie vor dazu, auf einer Langzeitreise gibt es nur in sehr wenigen Situationen Vorteile, die noch für eine Spiegelreflexkamera sprechen. Abgesehen davon kann man sehr wohl professionell fotografieren mit einer Spiegellosen Kamera.

      Aber du hast für dich die richtige Kameraausrüstung gefunden und dann stimmt das auch so für dich, da bin ich mir sicher. Schade hast du deine Website nicht geteilt, deine Fotos hätten mich natürlich interessiert : )

      Liebe Grüsse,
      Simon

  33. Hallo Simon,

    „Abgesehen davon kann man sehr wohl professionell fotografieren mit einer Spiegellosen Kamera.“

    Dieses Zitat hat mich doch gereizt – auch wenn ich weiss, was für eine Brisanz das im Internet unter der Masse der „Fotografen“ hat und man besser nicht daran rührt. :-)
    Ich denke, man kann das zusammenfassen: „Professionell“ ist immer das, wofür man jahrelang eine Menge Geld bekommt bzw. seinen Ruf als Fotograf auf’s Spiel setzt. Hier trennt sich dann deutlich die eine Gruppe „Fotografen“ von der anderen… Und das ist eben keine Frage der Technik, weder in die eine noch in die andere Richtung. Und somit passt das auch nicht in Dein Blog-Thema.

    Danke für Dein Interesse, was „Fotos“ aus meiner Hand betrifft, aber ich bleibe lieber anonym. Vitales Geschäftsinteresse. ;-)

    Schöne Grüße
    Frank

  34. Habe über 10 Jahre lang alle möglichen Taschenknipsen (1/2,3″ SX230HS + 1/1,6″ Fuji CCD F10-F31d etc.), DSLR’s (Canon, Nikon APS-C alte Sensoren bis 16MP und Canon Massenware mit 18MP Standardsensor in Uralt-Bodies bis hin zu ca. Canon EOS 650D mit langsam FULL-HD Implementierung und den neuesten besten 24MP Sony APS-C Sensoren in Nikon D3300/D5300/D5500/D7100/D7200 sowie Sony CLC (ILCE) Alpha 5100/6000/6300 Bodies), Dutzende Samsung NX-er , Fujifilm X-Systeme, 1″ Systeme (Pana FZ1000, RX100, RX100 II, Pana TZ101, Canon G3X), MFT Systeme Oly E-PM1, E-PM2, E-P’s, Pana GF-er, G5 etc. von alten 12MP Sensoren bis zu aktuellen 16MP Sensoren besessen und dazu alle möglichen Telekonverter-Kombinationen (hintereinander geschaltet, einzeln, Festbrennweiten, moderate Zoomobjektive, Superteles, MF Betrieb + Stativ, teils TK’s die sich im EXIF versteckt haben, um die Blende bis F8 im AF Betrieb nicht zu gefährden :)…) mit MFT/APS-C Objektiven durchgetestet. Was auch noch dabei war, waren Nikon Vollformat SLR Bodies und die Sony A7 Serien, um mal das Vollformat P/L/Gewicht/Größe Verhältnis zu testen. Sogar einige Sigma Merrills und auch deren Uralt-Vorgänger mit lumpigen paar Megapixeln und Katastrophen-AF waren dabei. Also im Prinzip die gesamt Kameraindustrie außer Mittelformat bin ich durch. Alle 2-Kamera Kombies sowie teils 3 Kamera Kombies im Urlaub und Testgeländen durchgetestet. Auch alle Bridgekameras aller Hersteller bin ich schon durch, egal ob JPG oder auch RAW-Bridges und teils den interessanten Fujifilm Nischen Super-CCD Sensoren, die minimal größer waren, damit man sich das Geplänkel mit den 3kg + Extra eines Superteles und brauchbaren DSLR Bodies im Urlaub sparen konnte, für die weniger als 10% der Gesamtaufnahmen. Mittlerweile kenn man die für einen notwendigen, am meisten benutzten Brennweiten aus dem FF. Aber das braucht Jahre, wo man merkt, bei wie vielen hundettausenden von Fotos statistisch man sich im welchen Brennweitenbereich am meisten bewegt hat. Wo ich eigentlich hin wollte ist – dass am Ende immer nur die einfache Physik gewinnt. Gut, Zauberkram à la unterschiedliche Noise Reduction Engines und Anordnung der Pixel auf dem Sensor sowie die paar Regler extra in irgendeiner RAW Software hintendran lassen ein paar mehr nutzbare MP noch herauskitzeln. Aber das ist nichts im Vergleich zu knackigen F2.8 oder F4 Objektiven, die korrekt justiert perfekt passend auf einen Sensor berechnet sind. Am Ende ist die Größe des Sensors, egal ob mehr oder weniger Pixeldichte, absolut entscheidend in Verbindung mit einem moderaten Zoombereich und bitte ein Objektiv, was maximal nur 1-fach abgeblendet werden muss, um knackscharf von links nach rechts über die gesamte Bildbreite zu sein. Das bedeutet, das selbst ein Standard F3,5 – 5,6 Objektiv teilweise gegenüber einem F2,8 Objektiv gewonnen hat, da es bereits bei F4 scharf war, wohingegen Dutzende schlechter Samples von F2,8er Zoomobjektiven so grottig schlecht waren, dass man sie auf F5 abblenden musste, um zu sehen, dass der AF keinen Backfocus oder Frontfocus, aber dafür das Glas keine gleiche Grundschärfe halten konnte, wie das vermeintliche Dunkelzoom. Das steht in keinem Bericht. Alle Hersteller kochen nur mit Wasser und selbst renommierte Hersteller produzieren viele Objektive mit Patzern. Der Vergleich oben zeigt, dass bei gleicher Lichtstärke und Brennweite und gleich großem Sensor das System am Ende praktisch gleich wiegt, außer man vergleicht einen Body, der abgedichtet ist, gegen einen, der es nicht ist. Nach über 10 CLC-Systemen kam für mich der Entschluss, auf Grund der guten Objektive, die man eh dranmontieren muss, wieder zurück zur DSLR zu gehen, da ich die CLC Systeme nur krampfhaft halten konnte, oft keinen EVF/Sucher hatte, der AF lahm war (Testbericht „ach so schnell“ = Praxis = versagt, da nicht so treffsicher wie die Kreuzsensoren der DSLR’s), die meisten Kompakt Kitobjektive der CLC’s einfach nur schrott waren, zu wenig Brennweite hatten, oftmals richtig schlecht verarbeitet waren und brutal verzeichnet oder am Rand gematscht haben. Das Argument, dass Objektive der Systemkameras billiger und leichter sind, gilt somit überhaupt nicht. Das ist Quatsch. Einfache Physik (Glas Anzahl und Durchmesser entsprechend der Sensorgröße, Lichtstärke und Brennweite) und Betriebswirtschaftslehre durch Massenproduktion von Volumenmodellen. Will ich z.B. eine gescheite Linse vor eine Pana oder Oly MFT schrauben bzw. vor eine Sony Alpha Systemkamera oder sogar einem Fujifilm X-System, dann zahle ich sehr oft das 2 bis 3-fache eines äquivalenten DSLR Objektivs. Was noch schlimmer ist, ist dass man bei Systemkameras einfach nicht die Auswahl an Objektiven hat und sie auf Leichtbau getrimmt werden, was fatal ist, da dann die Anzahl der Korrekturgläser reduziert, der Durchmesser auf Minimum gehalten und das Case dünnwandiger und die Mechanik drinnen filigraner wird = hält nicht mehr auf Dauer so lange durch und ist eine Katastrophe bei Return On Investment. Dazu kommt eine darunter leidende Haptik und Bediengeschwindigkeit, da z.B. dünne Blendenringe bei schneller Bedienung verfehlt werden. Was nochmals schwachsinnig ist, ist dass viele CLC Besitzer mangels Objektivangebot und deftigen Preisen für praxisgerechte Brennweiten auf DSLR Objektive umschwenken, nur um sie mittels eines 250g schweren Adapters wieder auf ihre CLC’s dranzuklatschen. Wozu dann überhaupt ein CLC Body? Bleibt noch der Gedanke, dass der Verschluss einer CLC leiser ist und bestimmt länger aushält auf Dauer. Pustekuchen! DSLR Verschlüsse halten über 100000 shuttercounts aus. Ist der Body dann am Arsch, kostet der dann nur noch gebraucht einen Apfel und einen Wein. Die Objektive sind es, die mitwandern, nicht der Body, der immer schnell altert und komplett an Wert verliert. Und auch hier zeigt sich der gewaltige Vorteil der klassischen F-Mounts z.B. Sie sind einfach Jahrzehnte-lang abwärtskompatibel und ich kann selbst Uralt-Objektive ohne hohe Extrakosten für exotische, aktive und schwere Adapter adaptieren. Eine leichte DSLR wiegt um die 400g. Genau das wiegen aber auch die meisten Systemkameras, wenn sie einen gescheiten Griff und einen EVF drinnen haben. Verzichtet man auf diese nicht verzichtbaren Dinge, spart man am Ende gerade einmal 100 bis 150g gegenüber der DSLR ein – WOW! Nur so z.B. will ich eine 18-200mm = Crop 1,5 = 27-300mm Abdeckung auf Reisen haben (das braucht man früher oder später immer, Alltagsbereich), dann lande ich bei einer CLC mit diesem Objektiv bei ca. 830-900 Euro (Body + 18-200er) neu, bei einer DSLR neu (Body + 18-200er) bei ca. 590-630 Euro. Gebraucht CLC (ICLE 6000, 24MP Unit) + 18-200er (e-mount Nex Tammy oder Sony, egal, beides schweineteuer, da Spezialobjektiv und immer gesucht + keine Alternative vorhanden) ~ 700 Euro (mit Glück) und bei einer Nikon D3300 + Sigma 18-200er HSM C (neueste Gen Reisezoom ab 2014) bei ~ 475 bis 520 Euro. Bildqualitativ auf gleicher Höhe, wobei die D3300 leicht gewinnt, da sie ab ISO400 bis ISO3200 das homogenere Rauschverhalten hat, keinen Tiefpassfilter hat und die Sony NR Engine ab ISO800 spätestens typisch Sony mäßig aquarelliert. Beide 18-200mm Objektive, egal ob APS-C CLC oder APS-C DSLR, haben offenblendig leichte Randunschärfen im WW bis hin zum Normalbereich 50mm. Abgeblendet rennt aber das SIGMA HSM C dem Nex Pendant davon und die Mittenschärfe ist besser. Man kann es also am Tag voll nutzen, ohne ein leichtes Teleobjektiv + Portraitbrennweite extra schleppen und ständig wechseln zu müssen. Am Ende kommt die 18-200 DLSR auf ca. 900g, die CLC mit 18-200er auf ca. 765-820g. Na, da muss ich lange überlegen. Hmm, ca. 100-150g Gewichtsbonus, Krampf beim Halten, Mini EVF, empfindlichere Mechanik, Objektiv kopflastig, Trageband schneidet mir in den Hals und ich muss wieder Extras dazukaufen, Akkus halten nur 350 Fotos lang wie bei der DSLR die pro Akku 780-1000 Fotos schafft und irgendwie bei ISO1250-3200 weniger rauscht, überall im Workflow implementiert werden kann, ein Knopf = 1 direkte Funktion abrufbar ohne Menü, Menü, Menü Gedaddel, abwärtskompatibel zu alten Objektiven ist, wo ich sogar im Prinzip 5 bis 6 verschiedene Reisezoomobjektive nach meinem Geschmack von 3 verschiedenen Herstellern aussuchen kann und am Ende zig Hundert Euro bei der DSLR im Gegensatz zur CLC gespart habe… Es ist am Ende nur ein Trugschluss, dass die Systemkamera gewinnt. Die Hersteller lachen sich doch schlapp, lassen sich doch so ungeahnte Umsätze machen. Ich bin so oft von DSLR zu Systemkamera hin und hergesprungen. Dachte auch immer, das Ding wird gesamt am Ende bestimmt kleiner und leichter sein als wie dieser Brocken namens DSLR. Denkste! Am Ende hat man ja doch wieder Adaptergedöns, zig Extraakkus, eine bessere Halterung, schwere und große Objektive gebraucht. Wirklich, es gibt nur einen winzig kleinen Vorteil einer CLC gegenüber einer DSLR – sie hat oft hier und da einen besseren Videomodus (aber auch hier holen die DSLR’s langsam wieder auf), man kann ein paar Infos extra in den EVF einblenden, man hat bei machen Herstellern eine Focus Peaking Option im Display oder EVF und der Größen-/Gewichtsvorteil der Systemkamera vs. DSLR liegt nur darin begründet, dass die leichtesten CLC’s auf einen EVF verzichten (Goldgrube, Bingo! Kann der Hersteller gleich wieder 200-300 abkassieren, da die meisten sich dann einen EVF extra dazukaufen = idiotisch, Kosten/Gewicht/Größe = schlecht), viel zu dünne und schlappe Akkus, aber dafür schön leicht (ätsch, brauchste 3 Stück um einen DSLR Akku zu ersetzen. Was ist denn jetzt billiger und leichter???) und weniger robuste Gehäuse in ihre Kameras verbauen. Die CLC ist nur max. mit 3x Zoomobjektiv oder 1 bis 2 Pancake Festbrennweiten vom Gewicht und der Größe gegenüber einer DSLR vorteilhaft, aber auch hier zahlt man sich bei Festbrennweiten neu wie gebraucht dumm und dämlich wie im Vergleich zu den Massenbau Festbrennweiten der DSLR’s, die auch sehr leicht, aber dafür schön robust sind und sich feinfühlig bequem einstellen lassen, da die Ringe noch gut gegriffen werden können. Und wenn man dann bei höchstens 3x Zoom bleibt, wieso dann nicht gleich die CLC wegwerfen und durch eine RX100 ersetzen? Denn die ist WIRKLICH kompakt und leicht und hat serienmäßig das viel bessere 4x Zoom als wie die schlechten 3x Kits der CLC’s und kostet teils gerade mal so viel wie das Objektiv selbst. Außerdem, eine Knipse braucht man sowieso und wieso dann nicht die extrem schlechte Travellerzoomknipse nicht gleich gegen eine gescheite gleich große 1″ Lösung ersetzen, die man sogar alleine dafür verwenden kann, um bis ISO1250 Qualität auf Höhe einer APS-C Lösung immer dabei zu haben? Ich habe durch eine Systemkamera-Lösung schnell den Wert einer 1000 Euro Marke überschritten, wohingegen ich bei einer DSLR immer bei max. 750 Euro bleiben konnte und die Differenz für eine RX100 oder wenn man sogar noch mehr will, für eine Sigma DP Merrill hatte und damit immer Backup-Systeme und gleichbleibende Bildquali hatte. Mir leuchtet der Preis/Leistungs/Gewichtsvorteil nur z.B. dann ein, wenn ich einen extrem schweren Vollformat Canon/Nikon Body mit einer leichten, kleinen VF Sony A7 vergleiche, wobei der Vorteil der A7R I und II im Gegensatz zu den Canon/Nikon VF Bodies noch gravierender ausfällt. Da geht es bei moderaten Zoombereichen wirklich um Kilo-weise Gewichtsersparnisse. Der Vorteil verflüchtigt sich dann allerdings allmählich wieder bei höheren Brennweiten, wo der Body dann nicht mehr viel vom Gewicht her bedeutet und man eher froh ist, eine stabile Haltung zu haben. Das sind jetzt so die Gründe von mir aus gesehen, wieso ich von der Systemkameraschiene nicht viel halte und stattdessen diesen Bereich überspringe und nur zu den besten Edelkompakten und den kleinsten, billigen und Bildqualitativ-bestmöglichsten DSLR Bodies greife, da man im Urlaub die meisten Fotos bis ISO3200 schießen wird und somit APS-C für Tageslicht reicht, aber dafür viel weniger Durchmesser an Glas mit mir schleppen muss im Gegensatz zu Vollformat. Man könnte es schlauerweise kombinieren, indem man eine Merrill mit ca. 400g und fester FB mitnimmt, sie ablegt mit Selbstauslöser ISO100-200 RAW und sich an Mittelformat Qualität Bildern, wenn es ein wichtiges Motiv ist, erfreut. Und das, für maximal 320-410 Euro. Vollformat gewinnt nur bei Spezialanwendungen wie Studio Aufnahmen für großformatige Din A2+ Poster und viel Cropping und viel Dynamik sowie Sportaufnahmen unter schlechtem Licht wie am Abend Fußball oder Handball indoor Aufnahmen z.B. bzw. wenn man unbedingt geil auf extrem kurze Tiefenschärfebereiche ist (was man im Urlaub eigentlich gar nicht gebrauchen kann und mittels APS-C aber fast genauso gut hinbekommt). Ich denke, wer eine Vollformat schleppt, der verdient sich seine Brötchen mit Hochzeitsfotografie (tataa! Lowlight und bitte kein rauschen), Sportaufnahmen oder Studioaufnahmen, Aktaufnahmen, Produktfotos bzw. Portrait- & Passbildern. Damit amortisiert sich die VF schnell und sie wandert eh im Auto mit bzw. muss nicht lange geschleppt werden oder bleibt sogar nur am Ort (Studio = Stativ, Halle = Ablage oder Stativ, Hochzeit = Ablage und wenig Kilometer zum Abspulen). Gewichts- & Größenvorteile hat nur deutlich eine MFT gegenüber APS-C zu bieten, kostet aber mehr und hat nicht die gleich gute Bildqualität, auch wenn es die Benutzer immer wieder gerne behaupten. Je größer die Fläche des Sensors, desto besser die Bildqualität. Das stimmt immer wieder. Große Sprünge in den Engines gibt es nur alle 5 Jahre ca., dazwischen ist alles fast das Gleiche, wenn man die Sensorfläche gleich groß lässt und vergleicht. Summa summarum: Die DSLR wird nicht auf der Reise aussterben.

  35. Lieber Thomas

    Wow, was für ein Kommentar – vielen, vielen Dank dafür. Der ist ja länger, als viele unserer Artikel. Sehr spannend und interessant.

    Liebe Grüsse,
    Simon

  36. „Ich denke, wer eine Vollformat schleppt, der verdient sich seine Brötchen mit Hochzeitsfotografie (tataa! Lowlight und bitte kein rauschen), Sportaufnahmen oder Studioaufnahmen, Aktaufnahmen, Produktfotos bzw. Portrait- & Passbildern.“

    Hallo Thomas,

    bei allem Respekt: Dieses o. zitierte Internetmärchen (mit meist genau diesen nachgesprochenen Vokalbeln) hält sich im „gemeinen Volke“ seit Jahren. Es wird durch Wiederholen nicht einen Deut korrekter.
    Sie AHNEN nicht mal, was alles zur professionellen Fotografie zählt und wo die betrieben wird. Schon mal was von „Hochkultur“ gehört? Na, dann gehen Sie mal in eine rennommierte Konzerthalle und hören sich ein hochklassiges Orchester an. Oder gehen Sie mal ins Theater – nur mal so, zur Horizonterweiterung.

    Mit besten Grüßen
    Frank

    • Ich habe das so geschrieben, da ich das in den Foren bei Diskussionen seit Jahren mitgelesen habe, wenn sich Fotografen unterhalten, mit was sie größtenteils Geld verdienen. Kann sein, dass in teureren Regionen Kunden leben, die teurere Fotografen bezahlen können und wollen, aber in der Masse der kleinen Orte, Industriebauten, Gewerbegebiete und mittelgroßen Städte überleben Fotografen eben nur mit den Dingen, für die selbst der arme Sparer oder der geizigste Reiche noch Geld ausgeben würde. Man muss sich nur in die Situation des Kunden begeben. Kunde: „was bringt mich voran? Wenn ich jetzt so und so viel Geld ausgebe, dann kriege ich wieder so und so viel Geld zurück. Also kriege ich mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Geld aus der Investition zurück, wenn ich ein paar Passbilder beim Fotografen mache, statt es im Automaten zu machen, da hier noch die Qualität zum Preis passt und mich bei den Bewerbungen mit Zweck Erreichen eines Geldkanals (Job) unterstützen.“. Oder wieder Kunde: „Hmm, mein Bekannter ist begeisteter Fotograf, der könnte mir meine Hochzeitsfotos für einen Apfel und einen Wein machen. Aber, falls was schiefgeht, werden wir bis ans Lebensende keine Freunde mehr sein. Und außerdem kann ich bei einem fremden, versicherten Fotograf alle Probleme bei Nichtgelingen auf ihn abwälzen. Rentiert sich somit vielleicht doch, da die Hochzeit ein einzigartiger Tag im Leben ist, der sowieso schon teuer genug ist, da fällt dann der Fotograf auch nicht mehr so ins Gewicht.“. Bei einer Zeitung könnte der Abnehmer so reagieren: „da ist wieder ein lokales Event. So Randale. Können wir da nicht ein paar Standardbilder aus der Datenbank nehmen? Nö, muss tagesaktuell sein und exakt zum Artikel passen. Ok, dann nehm den und den Fotograf, kann man noch nicht ersetzen.“. Die Beispiele mit Orchester oder Konzerthalle sind wieder klassische Lowlight Anforderungen, die aber nicht die Masse anspricht. Kann man speziell fotografieren, muss aber nicht sein, je nach Abnehmerzahl.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.