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St. Pauli pisst zurück: Einzigartige Einblicke in den coolsten Schandfleck Hamburgs.

Portrat St. Pauli - Hamburg - Verrucht

Ein Stadtteil, wie kein Anderer. Durch Gewalt, Hurerei und Partys berühmt bis weit über die Landesgrenzen. Ein Ort, an welchem jeder Tabu gebrochen, jedes Fest gefeiert und jede Droge konsumiert wurde. Eine Ecke Hamburgs, die sich vom Schandfleck zum In-Quartier mauserte. Wo sich einst Seeleute nach monatelanger Seefahrt mit Frauen und Alkohol vergnügten, stehen heute die teuersten Mietwohnungen in ganz Hamburg.

Ein Quartier, welches fasziniert.

Individualisten werden gefeiert, nicht ausgerottet

Du fühlst es, St. Pauli ist anders. Du wiegst dich durch die Passagen und erlebst den Wandel. Die Leute, die Gebäude, die Luft – alles wirkt verändert. Du stehst nur wenige Meter vom Hafen entfernt und doch scheint sich oben auf St. Pauli die Welt rückwärts zu drehen.

 

Du merkst die Krativität, welche gelebt wird, Charaktere werden zelebriert, nicht versteckt. Es gibt keinen Durchschnitt. St. Pauli ist fremd und stolz darauf.

St. Pauli pisst zurück

Beeindruckend, wie sich der Schandfleck, einst von der schönen reichen Stadt durch die Stadtmauer verstossen, wieder und wieder aufrappelt, zusammenhält, zusammensteht, um Ansehen ringt, neue Ideen kreiert und immer grössere Massen in ihren Bann zieht. Damals ging es für den Stadtteil ums Überleben, Heute zeigen sie der Stadt, wie man lebt.

Der Erfolg des Schwarzen Schafes von Hamburg ist selbst für St. Paulaner (sagt man das so?) hie und da zu viel. Die Touristen strömen ähnlich eines Zoos über das Pflaster, bestaunen, glotzen und fotografieren die Einheimischen wie Tiere. Einige sind sichtlich geehrt, andere deutlich genervt. Wer will es ihnen verdenken. Ein wenig Rücksicht von Touristen, Respekt und ein kurzes Fragen vor dem fotografieren, ist nicht verkehrt.

Mit dem Besucherstrom wird St. Pauli mit seinen ganz eigenen Probleme beschenkt und weiss sich in St. Pauli-Art zu helfen. Werden sie von den Besuchern angepisst, pissen sie einfach zurück.

St. Pauli durch die Augen Anderer

Deine Zeit ist uns viel wert. Wir versuchen dir auf um die Weltreise Einblicke zu geben, welche du sonst nirgends findest. Dich irgendwie zu packen, zu faszinieren oder mitzureissen. Aber St. Pauli? Wie? Jeder kennt es, alles wurde darüber berichtet und alles gesagt (oder wo sonst pisst eine Stadt zurück?!). Es ist schwer, etwas Neues zu schreiben über ein Gebiet, welches von über 400 Lokalen, 32 Discos, sechs Theatern, jede Menge Live-Clubs, Sexshops und Sexshows besiedelt wird (Quelle: Baedecker Reiseführer Hamburg. / Affiliate Link zu Amazon).

Um tiefer einzutauchen, haben wir die Satt Pauli – Jetzt wird aufgetischt Tour besucht. Dabei läufst du mit einem einheimischen Guide durch die Gassen, hörst fasziniert den Geschichten zu und knabberst an jedem Imbiss leckere Klassiker. Es ist keine übliche Tour. Sie ist unkompliziert, persönlich, lustig und bietet Einblicke, die du sonst nicht gewinnen kannst.

Trotzdem bleibt eine Frage offen: Wieso hat der „Hausberg“ (Info für Schweizer und Österreicher: Mit „Berg“ ist eine minimale, kaum merkbare Erhebung gemeint) diese Anziehungskraft?

Es gibt nur einen Weg, das herauszufinden. Wir haben Leute vor Ort, und eine Touristin ;), gefragt:

„In einem Satz: Was bedeutet für dich St. Pauli?

Herausgekommen ist eine Bilderreihe, die unseren nur allzu kurzen Einblick des fesselnden Ortes St. Pauli bestätigt und zusammenfasst.
Ich hoffe, dir gefällt sie so gut, wie uns.

Wir wurden von der Deutschen Zentrale für Tourismus, Hamburg Tourismus und dem Hotel Ameron eingeladen.

7 Kommentare

  1. Hallo Simon,
    du hast wirklich die richtigen Worte gefunden, für diesen besonderen Flecken Erde. LG, Meli

    • Liebe Meli

      Vielen Dank für deinen Besuch und den netten Kommentar!
      Freue mich schon, dich nächste Wochen persönlich kennen zu lernen :)

      Lieber Gruss, Simon

      • Hallo nochmal, bist du leicht auch in Ägypten dabei? Und woher weißt du wer dabei ist??? Freut mich natürlich auch :-) LG, Meli

        • Hallo Meli
          Ja, schaut ganz so aus. Habe allerdings noch kein Programm oder so und weiss nur, dass du als Bloggerin auch dabei bist.

          Freue mich riesig : )
          Bis bald, Simon

  2. Christina

    Sehr, sehr cool! :D
    Auch ich bin dem Charme (darf man das überhaupt sagen) verfallen und liebe genau das: vormals Landestelle für Seefahrer, heute überschwemmtes Touri-Ziel, hat es doch niemals seinen rauen Ton abgelegt. Ich hoffe ich darf wieder einmal hin!
    Liebe Grüße
    Christina

    • Hallo Christina

      Vielen Dank für deinen Besuch und dass du dir Zeit für den Kommentar genommen hast : )
      Mit Charme hast du genau das richtige Wort getroffen, finde ich.

      Ich bin mir ziemlich sicher, dass du wieder dort landest, wenn du das jetzt schon möchtest – aber vermutlich warten noch einige andere Reiseträume vorher…?!

      Liebe Grüsse aus Bern,
      Simon

  3. Pinkback: Hamburgs Highlighst: Wieso ich die Hansestadt liebe (und du ebenso solltest)! - um die Weltreise

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