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Sprachreise Australien, „vom Abflug bis zur Heimkehr ein einziges Abenteuer.…“ [Interview mit Fränzi]

Perth - Sprachreisen - Australien Titelbild - Englisch lernen Fränzi Zürcher - Kings Park

Reisefreaks packt das Reisefieber häufig in der Kindheit oder Jugend. Früh liegen Pläne auf dem Tisch, in welches Abenteuer das erste verdiente Geld investiert werden soll.

Nicht selten heisst die Antwort: Sprachreise.

Fränzi hat ebenso den Weg „Sprachreise in Perth“ gewählt.

Fränzi ist ohne Englischkenntnisse losgezogen und sechs Monate später mit Englischdiplom und unzähligen Erfahrungen im Rucksack heimgekehrt.

Für dich quetsche ich sie aus und stelle ihr die brennendsten Fragen. Falls eine ausbleibt, stell sie in den Kommentaren, sie wird diese gerne nachträglich beantworten.

Wie bist du auf eine Sprachreise gekommen?

Mein primärer Traum war, ins Ausland reisen und die Welt entdecken. Ich hatte aber Respekt, erstmals als Backpacker loszuziehen, ohne ein Wort Englisch zu sprechen. Also verband ich die Australien-Reise mit einem Sprachaufenthalt.

Eine Ex-Arbeitskollegin von mir hat zusätzlich von einer Sprachreise geschwärmt und so damit war mein Weg klar.

Wie weiss ich, dass eine Sprachreise das richtige für mich ist, wenn ich unentschlossen bin?

Eine Sprachreise ist genau das Richtige für dich, wenn diese Punkte auf dich zutreffen:

  • Du willst eine neue Sprache lernen.
  • Du reist gerne.
  • Du lernst gerne neue Leute kennen.
  • Du willst ein Land und dessen Gepflogenheiten kennen lernen, viel mehr, als dies beim Backpacken möglich ist.

Wieso denkst du, dass ich auf einer Sprachreise ein Land besser kennenlerne, als beim Backpacken?

Du lebst üblicherweise bei einer Gastfamilie. Diese kümmert sich um dich, beantwortet dir alle möglichen Fragen und zeigt dir lokale Spezialitäten und Sehenswürdigkeiten des Landes, in meinem Fall Australien.

Das ist beim Backpacken in dem Masse und so einfach nicht möglich.

Wie ist es, ohne Englischkenntnisse so weit weg zu reisen?

Es war damals der zweite Flug meines Lebens und ich war sehr jung (so wie heute auch noch ;)).

Je näher der Tag kam, desto aufgeregter wurde ich. Es wurde beängstigend, ich war gehemmt und hatte kurz vorher gemischte Gefühle.

Sobald es los ging, war es nur noch aufregend. Vom Abflug bis zur Heimkehr ein einziges Abenteuer.

Wie hast du dich anfangs verständigt?

Ich hatte ein Wörterbuch, ja, ein richtiges Buch. Übrigens auch einen analogen Fotoapparat.

Bei der Landung in Australien wurde ich am Flughafen in Perth abgeholt und zu meiner Gastfamilie gebracht. Diese hat mich so herzlich empfangen, dass die Verständigung kein Problem war. Sie sprachen kein Deutsch, aber mit Händen, Füssen, Zeichnungen und dem Wörterbuch hatten wir viel Spass. Das Wörterbuch hat tatsächlich in der ersten Zeit in Perth geholfen.

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Im Nachhinein waren die ersten zwei Wochen schwer und anstrengend. Sie gingen abernunglaublich schnell vorbei und du wirst so schnell die neue Sprache lernen, dass dies keine wirkliche Hürde darstellt.

Wie hat es dir bei deiner Gastfamilie gefallen?

Wie gesagt hat sie mich herzlich empfangen. Es war sensationell. Meine Gastmutter hat mich fast wie ihr eigenes Kind behandelt.

Sie hat mich Jahre später in der Schweiz für ein paar Tage besucht und ich war kürzlich auf unserer Weltreise wieder für mehrere Tage bei ihr in Perth zu Besuch.

Ich weiss von andern, die weniger Glück hatten. Die konnten sich an die Schule wenden und Familie wechseln oder in ein Studio umziehen.

Wieso gerade Australien?

Amerika und Australien standen zu Beginn für mich in der engeren Auswahl. Da mich Australien schon immer faszinierte, habe ich mich schlussendlich dafür entschieden und es nie bereut.

Wie war die Aufteilung zwischen Schule und Reisen?

Ich besuchte die ersten drei Monate die Schule, anschliessend reiste ich drei Monate durch Australien.

Wobei wir während der Schulzeit viel rund um Perth gereist sind. Sehr regelmässig war ich gegen Ende der Schulzeit nicht mehr an der Schule anzutreffen, vor allem nicht Nachmittags.

Wie viel Geld hast du für die sechs Monate ausgegeben?

Um ehrlich zu sein, keine Ahnung. Ich hatte damals noch weniger Überblick über meine Finanzen, als Heute. (Falls das möglich ist (Anm. Der Redaktion))

Was ich weiss; es war nicht günstig, vor allem die Schule und das Leben in Australien. Aber es war jeden Rappen wert.

Was hat dir die Sprachreise bis Heute gebracht, beruflich und privat?

Ich bin seither selbständiger, habe mehr Selbstvertrauen, noch mehr Freude am Reisen und habe Freunde fürs Leben gefunden. Ach, und Englisch gelernt.

Privat sind neben den Reiseerfahrungen die neuen Freundschaften am wertvollsten, auch diese zu meiner Gastfamilie in Perth.

Beruflich ist eine neue Sprache immer gut. In meiner Situation hat mir die Sprachreise aber privat mehr gegeben.

Was war das Beste an deiner Sprachreise in Australien?

Die unzähligen unterschiedlichen Leute von den verschiedensten Ländern faszinierten mich und ich bin froh, diese kennen gelernt zu haben. Die Schule selbst hat mir richtig Spass gemacht und wir hatten gute Lehrer.

Es ist schon ziemlich cool, so schnell eine neue Sprache plötzlich zu sprechen.

Was war das Schlimmste an der Sprachreise?

Ich hätte im Nachhinein am liebsten nur Vormittags die Schule besucht, um Nachmittags mehr unternehmen zu können.

Wieso würdest du mir eine Sprachreise empfehlen?

Du erlebst eine Zeit, die du garantiert nie vergisst.

Was muss ich noch wissen?

Falls du unsicher bist, eine Sprachreise ist aus meiner Sicht der perfekte Einstieg ins Backpacking.

Du hast noch eine Frage an Fränzi? Stell sie in den Kommentaren, sie wird diese gerne beantworten.

Der Artikel wird unterstützt von linguista.ch.

4 Kommentare

  1. Das hört sich wirklich super an! Ich glaube, eine Sprachreise ist richtig gut, da man schnell Anschluss findet, sowohl in der Gastfamilie als auch mit anderen Lernenden… LG!

    • Zürcher Roland

      Das hört sich gut an wenn ich pensoniert bin.Könnte ich das gut vor stellen.lg

      • Salü Roloand

        Vielen Dank für deinen Kommentar.
        Ich werde dich daran erinnern :)

        Liebä Gruess, Simon

    • Hallo Jean

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Den habe ich glatt übersehen bisher :/
      Da bin ich ganz deiner Meinung. Besonders wenn du die Landessprache noch nicht sprichst, machst du trotzdem direkt viele Bekanntschaften, die dir das spätere Reisen erleichtern.

      Liebe Grüsse,
      Simon

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