Reisefotografie

Fototipp 14: Ein Foto für ein Motiv.

Reisefotografie Tipp für bessere Reisefotos - Kangaroo Titelbild

Dieser Reisefotografie-Tipp geht an alle, welche ab und an den Fotipptipp 11: Reisefotos teilen, drucken, ansehen, befolgen.

Beim zeigen gilt: Weniger ist mehr.

Welcher Fotografie-Typ bist du? (persönlicher Exkurs)

Ich wäre ja lieber der „ich habe EIN Foto geschossen, es ist perfekt“-Typ, als „ich habe 100 Fotos geschossen, mal schauen, ob eines davon gut ist“-Typ.

Aber von einer Reise komme ich noch immer mit so vielen Bildern in meiner Reisekamera zurück, dass ich sie erst gründlich aussortieren muss.

Aussortieren macht mir überhaupt keinen Spass, dennoch gehört es dazu. Sonst habe ich zu viele Fotos auf der Festplatte, was nicht nur auf Weltreise für meinen Speicher ein Problem ist, sonder mich wenig anspricht, diese regelmässig anzuschauen.

Nach ein-, zwei Runden Fotos aussortieren bleiben manchmal noch immer zu viele ähnliche Reisebilder vom gleichen Motive übrig. Wenn ich mich in dem Momment nicht entscheiden kann, welche davon ich löschen will, behalte ich vorübergehend alle.

Irgendwann sehe ich sie erneut durch, um sie wenn möglich bis auf 1-3 Bilder pro Motiv zu löschen. Von drei Wochen Backpacking in Afrika sind mir so 250 Bilder geblieben. Für mich recht überschaubar.

(Persönlicher Exkurs: Ende)

Von privat zu öffentlich gilt: Qualität vor Quantität

Jetzt zum eigentlichen Reisefotografie-Tipp: Weniger ist mehr, am Beispiel das Titelbildes mit dem Kangaroo.

  • Ich habe davon in Perth etwa 15 Bilder gemacht
  • Auf der Festplatte liegen noch 4 davon (ein paar Selfies und so, ihr kennt das ;).
  • In diesem Artikel gibt es eines der Fotos zu sehen.

Würde ich in diesem Artikel alle 15 zeigen, welche zum Teil fast gleich waren, würde die Wirkung vollkommen flöten gehen. Hätte ich zwei komplett unterschiedliche und beide würden mir super gefallen, würde ich natürlich zwei zeigen. Bestimmt aber nicht 15.

Ein Foto verliert die Hälfte seiner Kraft, wenn es neben anderen Bildern steht. Der Betrachter wird damit zu sehr abgelenkt. Steht es zusätzlich neben Bildern, die fast gleich aussehen, gilt dies um so mehr.

Daher mein Fototipp für dich

Wenn du Fotos zeigst, zeige nur ein Bild (oder zumindest nur wenige) pro Motiv. Online, in Diashows oder deinem privaten Fotobuch. Überall.

Im Fotobuch kannst du zum Beispiel deinem Bild zusätzlichen Platz gönnen. Drucke es über zwei Seiten, anstelle 6 gleiche Motive darauf zu packen.

Also was denn nun? Viel zeigen oder wenig zeigen?

Zeigen: Ja, auf jeden Fall, viel. Privat, dir selbst, im Fotobuch oder öffentlich. Auf keinen Fall auf deiner Festplatte vergammeln lassen.

Aber: Zeige nur deine besten Bilder und von einem Motiv, zeige nur ein Bild.

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2 Kommentare

  1. Hi Simon,

    sehe ich genau so. Auch wenn mal als Fotografierender zu jedem Bild eine passende Geschichte parat hat („Und dann musste ich aber noch von links nach rechts, weil bla bla bla. Und dann musste ich unbedingt nochmal 5 Bilder machen, weil im Hintergrund irgendwas passiert ist, was man jetzt zwar nicht mehr sieht, aber das war dann auf einmal ein super Motiv“).

    Am Ende gibt es dann doch dieses EINE BILD und das ist dann richtig gut. Mein Lieblingsbild ist das einer Geisha, das ich in Kyoto geschossen habe. Ein richtig gutes Portrait, die Dame blickt leicht verschüchtert zu Boden. Gerne würde ich es veröffentlichen, aber weil ich schon ein bisschen Angst habe, dass es im Netz Beine bekommt, zögere ich.

    Wo ich beim nächsten Thema wäre: Wie hälst Du es denn mit Markierungen von Fotos auf dem Blog?

    Ich habe mir angewöhnt, meine Bilder im Blog mit einer (auch mal plakativen, aber meist dezenten) URL zu versehen – auch wenn das teilweise das Bild nicht so wirken lässt, wie es sollte. Ich musste nämlich schon die Erfahrung machen, dass ein Reisebüro aus Vietnam meine Bilder ungefragt verwendet hat. Als ich die Bilder vom Netz nahm, kam sogar eine Nachfrage per Mail, warum es denn jetzt keine Bilder mehr gibt. Die seien doch so schön.

    Danke.

    Viele Grüße
    Thomas

    • Hi Thomas

      Lieben Dank für den tollen und ausführlichen Kommentar!!!

      Ich halte gar nichts von Markierungen. Ich kann damit nicht verhindern, dass meine Bilder sich im Netz verteilen.

      Es ist mir zu dumm, das kopieren zu kontrollieren und es ist mir zu schade um meine Bilder, sie mit einer Signatur/Wasserzeichen zu versehen.

      Wenn jemand mit meinen Bildern ungefragt Geld macht oder sie kopiert, ist das nicht schön, aber ein Wasserzeichen mag ich persönlich noch weniger.

      Ich vertraue darauf, dass man mich anfragt, wer meine Bilder verwenden will oder wie gesagt einen Link zum Original setzt.

      Liebe Grüsse,
      Simon

      PS: Ich kann aber absolut nachvollziehen und verstehen, dass dich das stört und du so dagegen ankämpfen willst. Bezweifle aber, ob eine kleine unscheinbare (und wegschneidbare) Signatur die gewollte Wirkung erzielt.

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