Weltreise-Magazin

11 Highlights auf der Baja California

Apulien - lungomare - Alexandra Horn

Baja California, verheissungsvoll, abenteuerlich!

Eine Geschichte von Sabine und Andy von Travel-offthemaps, die mit „Zora“, einem Landcruiser, 776 Tage in Nord-, Mittel- und Südamerika unterwegs waren. Schau auf ihre Website, Blog, verfolge sie auf Facebook und Instagram! Du findest dort übrigens zahlreiche Baja-Erlebnisse und Fotos.

die Schreibenden

Eine staubige Kargheit bedeckt den grössten Teil der Halbinsel in Mexiko, ist Heimat einer grossen Anzahl Kakteen und alter Missionen. 4×4 Pisten führen in menschenleeres Hinterland, vorbei an einsamen Buchten und grünen, über 3000 Meter hohen Bergen. Das Meer schimmert in schönstem Türkis, Pelikane und Seehunde bedienen sich. Die Baja California soll ein Camping-Paradies sein. Ob’s stimmt?

Baja California – das musst du wissen!

  • Anreise: Entweder mit dem eigenen Reisefahrzeug aus den USA kommend, oder du fliegst nach San Diego (USA). Von dort weiter nach Tijuana, der Grenzstadt. Direkt nach La Paz, der Hauptstadt der Baja California zu fliegen, ist kostspielig und du verpasst den Norden.
  • Reiseart: Öffentliche Verkehrsmittel sind in Baja California nahezu inexistent. Miete ein eigenes Auto in San Diego oder Tijuana. Du findest Infos dazu auf Erlebe Mexiko oder Südamerika Reiseportal.
  • 4×4: Dringend empfehlenswert, willst du die Hauptrouten verlassen.
  • Campingplätze und Unterkünfte: Campingplätze lassen sich auf iOverlander, der App für alle Overlander, finden. Unterkünfte auf den üblichen Buchungsplattformen.
  • Reisedauer: Die Baja California ist über 1 200 Kilometer lang. Willst du mal hier, mal dort bleiben, plane mindestens 14 Tage ein. Wir waren sechs Wochen unterwegs und es wurde nie langweilig.
  • Beste Reisezeit: Wenn du die Wale sehen willst, zwischen Januar und März. Dann ist Hauptreisezeit und am meisten los, Hotels müssen eventuell reserviert werden.
  • Sicherheit: Informiere dich vor deinem Aufenthalt über die aktuelle Sicherheitslage. Insbesondere wenn du frei campieren willst!
  • Strassen: Die Mex1, die Hauptverkehrsroute, ist gut, alle anderen Strassen können sich schnell als Piste herausstellen.
  • Militärkontrollen: Es gibt viele Millitär- und Polizeikontrollen in Baja California. Die Beamten sind bis auf die Zähne bewaffnet, haben sich in unserem Fall immer korrekt verhalten.

Coco’s Corner

Coco's Corner

Die steinige Piste wird für gehöriges Gerumpel in deinem Auto sorgen, dafür erlebst du etwas Spezielles! Mitten im Nirgendwo hat sich „Coco“ sein kleines, verrücktes Reich geschaffen – und wurde zur Baja-Legende. Die Streckenführung der berühmten Ralley «Baja 1000» wird alljährlich so gelegt, dass die Fahrer hier vorbei kommen.

Coco’s Gesundheit ist angeschlagen, nichtsdestotrotz ist er ein sehr gastfreundlicher Mensch mit Humor und freut sich über jeden Besuch. Schau vorbei und trag dich in sein Gästebuch ein.

Mission San Borja

Mission San Borja

Es geht weiter über sandige 4×4 Pisten, für etwas hast du ja ein Allrad-Auto ;) Die Landschaft ist wunderschön; Kakteen in allen Formen und „Cirio-Bäume“, die aussehen, wie eine verkehrt eingepflanzte Karotte, bestimmen das Bild. Urplötzlich taucht ein Gebäude aus hellem Sandstein auf, es ist die „Mission San Borja“.

Die stillen Gotteshäuser sind über die ganze Baja California verteilt und widerspiegeln die bewegte Geschichte. Franziskaner- und Dominikaner – Orden sahen ihre Aufgabe im Missionieren und verhalfen dem christlichen Glauben zu neuen Anhängern. Heute ist „San Borja“ ein äusserst schmuckes Gebäude, dessen lange Gänge eine fast schon meditative Stille ausstrahlen. Für ein Trinkgeld kannst du dich herumführen lassen und darfst sogar aufs Dach steigen.

Die Aussicht ist umwerfend!

Oasenfeeling in Baja California

Auch Oasen kannst du auf der Baja California entdecken! Das Kleinstädtchen Mulegé, liegt gut versteckt in einem Palmen-Meer.

Probiere das Dattelbrot.

Am gleichnamigen, träge dahinfliessenden Fluss, laden einfache Camps zum Verweilen ein. Stühle aufstellen, ein kühles Corona öffnen und dich wie ein Oasen-Bewohner fühlen.

Perlenbuchten

An der «Bahia Conception» reihen sich weisse Strände wie Perlen aneinander und für wenig Geld darfst du dich direkt an das kristallklare Meer stellen. Eine „Palapa“, ein Palmenhüttchen, bietet Windschutz und Schatten. „Playa Requeson“, „Playa Santispac“ oder doch der Kojoten-Strand (Playa el Coyote)? Mit Reisefahrzeug oder Zelt hast du die Qual der Wahl!

Von Dezember bis März finden sich viele amerikanische und kanadische „Snowbirds“ (=Rentner, die der Kälte in der Heimat für einige Monate entfliehen) ein und fliegende Verkäufer versorgen dich allmorgendlich mit frischem Gemüse, Früchten und Gebäck.

So lässt es sich aushalten, oder?

4×4 Adventure in Baja California

Bucht in Aqua Verde

Nach den geruhsamen Strandtagen wieder etwas Action in Baja California! Die Anfahrt bis nach „Agua Verde“ ist zeitintensiv – lohnt sich aber. Die Streckenführung und die Aussichten, auf das unten liegende, türkisfarbene Meer, sind spektakulär! Die Buchten einsam. Fischer und Bauern leben hier weitgehend isoliert, Schweine spazieren, wo es ihnen passt. Eine stille Gemächlichkeit liegt über der Gegend, bestimmt lässt auch du dich davon einlullen.

Achtung: überschätze weder dich noch dein Fahrzeug! Die letzten 100 m zur Bucht (siehe Foto) sind extrem steil und nur mit 4×4 UND Untersetzung zu meistern.

Kitesurfen

„El Sargento“ und „Los Barilles“ sind Kitesurf-Mekkas. Sportler aus der ganzen Welt finden sich hier ein und freuen sich über den konstanten Wind. Falls du ausprobieren willst, ob das etwas ist für dich, bist du hier richtig. Es werden verschiedene Kurse angeboten.

Für alle, die nicht Kitesurfen, die Orte sind nett und haben eine gute Infrastruktur – von Campingplätzen im amerikanischen Stil über Bio-Läden mit europäischem Angebot, alles da.

Vor allem in „Los Barilles“ kann es passieren, dass du vergisst, in welchem Land du eigentlich bist – der Ort ist fest in amerikanischer Hand.

Cabo Pulmo

Küstenstrasse mit Aussicht im Süden der Baja

Je weiter südlich, umso schöner und einsamer. Eine unbefestigte Strasse führt der Ostseite der Baja California entlang bis zum südlichsten Punkt der Halbinsel. Versuche trotz der Wahnsinns-Aussicht auf der Strasse zu bleiben!
 Bei «Los Arbolitos», welches im «Cabo Pulmo Meeresnationalpark» liegt, gibt es schöne Küstenwanderwege, kleine Buchten mit kristallklarem Wasser und das Schnorcheln ist eine Augenweide.

Todos Santos

traumhafter Sonnenuntergang bei Todos Santos

Im hübschen Städtchen, mit dem von den Eagles besungenem «Hotel California», kannst du perfekt Bummeln, Souvenirs kaufen und die schönen Seiten des Lebens geniessen. Viele Restaurants und Cafés laden zum Entdecken ein. Schau unbedingt im „Café La Esquina“ und bei „Baja Beans“ vorbei – beides Orte um die Zeit zu vergessen.

so schön bunt in Todos Santos

Wenn du selber kochst, kannst du an einem der Strände frische Fische kaufen, frag bei den Einheimischen nach, wo genau.

Food in Baja California

Crevetten-Tacos. Mmhh

Kulinarisch bietet Mexiko so einiges! Die Baja California ist besonders bekannt für ihre köstlichen Crevetten- und Fischtacos, die an vielen Strassenständen verkauft werden. Versäume es nicht, davon zu probieren!

Auch Nachos mit Guacamole, frische Fruchtsäfte, eiskaltes Bier, oder „Tortas con carne“ (Brottasche mit Rindfleisch gefüllt) und fangfrische Fische mit Limetten und Koriander munden. Buen provecho!

Hautnah bei den Grauwalen!

Grauwal hautnah

Die Baja California ist eine der besten Regionen weltweit, um Wale zu beobachten.

Hautnah bei diesen Riesen, ein unvergessliches Erlebnis!

Zwischen Dezember und März bringen die Meeresriesen hier ihre Jungen zur Welt und alles dreht sich um die „Ballena Gris“. In der „Bahia Magdalena“, der „Laguna San Ignacio“ und der „Laguna Ojo de Liebre“ an der Westküste der Baja California sind sie besonders nah zu sehen. Nicht selten kommen die Wale mit ihren Neugeborenen von sich aus zu den Booten und scheinen sich über die Besucher zu freuen, manchmal kann man sie sogar berühren. Auch bei unserem Besuch sind die Wale nur Zentimeter entfernt und tauchen unter unserem Boot hindurch.

Traumstrand

Die „Playa Tecolote“ ist ein wunderbar weisser, langer Sandstrand ausserhalb von La Paz, der Hauptstadt. Die Playa lädt zum Spazieren ein, das klare Meer zum Schwimmen oder Kajaken. Am Wochenende kommen die Einheimsichen her, um in einem der Strandbeizli zu essen. Überfüllt ist es aber nie. Mit Sicherheit wirst du hier andere Reisende antreffen und vermutlich, wie so manch einer, länger als geplant bleiben.

Spätestens hier teilst du vermutlich unsere Meinung, dass die Baja California ein Camping- Paradies ist, richtig?!

Du willst Gastautor werden? Zögere nicht – hier entlang!

3 Kommentare

  1. Oh ja, das ist Reisen. Genialer Bericht von Sabine und Andy. Wenn man da nicht Fernweh kriegt. Wir sind ja im Moment gerade auf der anderen Seite der Welt… so dauert es noch ein Weilchen bis wir es nach Baja California schaffen. Aber die Fotos und der Bericht machen total Lust drauf. Vielen Dank dafür.

    Liebe Grüsse aus Australien,
    Reni

    PS: Cooles Reisegefährt… sind ab sofort auch wieder mit einem Toyota Landcruiser unterwegs :-D

    • Vielen lieben Dank Swiss Nomads! Ihr könnt euch wirklich auf die Baja California freuen – 4×4 Pisten ohne Ende und ein Schlafplatz schöner als der andere;)

      Liebe Grüsse aus KL, mit einem Fuss schon in Bali
      Sabine und Andy

  2. Endlich mal ein Post mit tollen Tipps! Danke dafür.
    Mal sehen ob sich mein Januar-Traum von der Baja erfüllt :)

    Wisst ihr, ob die Grauwale nur mit ‚großen‘ Anbietern beobachtet werden dürfen oder gibt es noch wie früher die Fischer die einfach hinausfahren?

    LG Manuela

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