Persönlich

15 Gründe, weshalb ich kein Backpacker sein will (und trotzdem so reise).

Backpacker Dazhai Frau in China

Wir haben Job und Wohnung aufgegeben, um als Backpacker neue Länder zu entdecken. Wir reisen als Backpacker mit wenig Gepäck. Wir führen seit Jahren ein Reiseblog für Backpacker. Ab und an bewegen wir uns abseits der Touristenpfade und übernachten in simplen Unterkünften, essen auf lokalen Märkten oder fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Wir wissen selten, was uns am nächsten Reisetag erwartet.

Trotzdem, ich will kein Backpacker sein!

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15 Gründe, weshalb ich mich vom heutigen Backpacker distanziere.

Der Trend im Lonely Planet, (deutschen) Backpacking-Blogs oder Reisezeitschriften zeichnet ein deutliches Bild vom heutigen Rucksacktouristen. Diesem Bild folgt mittlerweile ein Grossteil der Individualtouristen allen Alters, welche ich antreffe. Genau gegen dieses Bild wehre ich mich.

Ich will damit nicht sagen, alle Rucksackreisenden sind Idioten, sondern: Backpacker, kehrt zu euren Wurzeln zurück, reist des Reisens willen und nicht, um euch Backpacker nennen zu dürfen.

1. Ich gebe gerne Geld aus, auch als Backpacker!

Bäm! Gleich ein Knaller vorneweg. Heute Backpacker zu sein heisst sparen & feilschen. Möglichst billig reisen. Besser noch kostenlos, gratis nach Asien oder eine Weltreise ohne Buget! Klar will ich hie und da sparsam reisen, wenn möglich, das ist völlig logisch und legitim. Es sollte allerdings nicht zum zentralen Inhalt einer Reise werden. Reise um zu entdecken, zu erforschen, zu erfahren, aber nicht, um finanziell von Armen Ländern zu profitieren.

Die Sonnenliegen sind gratis! Ach ja, und der Strand ist wunderschön…

Es vergeht kaum ein Gespräch mit einem Backpacker, in welchem Sparen kein Thema wird. Nicht für mich. Gott sei Dank nicht! Ich gehe in ein Land und habe Erwartungen. Ich bekomme Dienstleistungen und will (ja, will!) dafür einen angemessenen Preis bezahlen.

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Wer zu wenig Geld hat, um einen angemessen Preis für ein Tuk-Tuk zu zahlen, oder um ein paar Rappen feilschst für eine Übernachtung, sollte meiner Meinung nach nicht reisen. Er hat einen teuren Flug von Europa nach X bezahlt. Der Tuk-Tuk Fahrer wird dies ein Leben lang nicht schaffen. Sei also so fair und bezahle ihm zumindest einen angemessenen Preis.

Vergiss „100 Tipps, um als Backpacker Geld zu sparen“, scheiss auf „So kommst du als Backpacker gratis um die Welt“ und leck mich „So bekommst du kostenlos ein Upgrade“.

Update 31.01.2015: Der Kommentar bringt es besser auf den Punkt, als ich es je könnte:
„Mit niedrigstem Budget zu reisen oder sich gar durchzuschnorren halte ich für unverantwortlich. Kein Einheimischer wird je verstehen, was ein Backpacker meint, wenn er sagt, er sei arm. Denn jeder westliche Backpacker ist reich, unbeschreiblich reich in den Augen der Einheimischen. denn er hat etwas, was die Menschen vor Ort in den seltensten Fällen haben: Zeit und Freiheit zu reisen.“ (Ulrike vom bambooblog.de)

2. Du willst nicht? Dann scheiss auf die Weltreise.

Wir sind keine Missionare! Nicht jeder Tag in unserem Leben ist der „fucking traum“, „rockt“ oder ist „abgefackt geil“. Eine Weltreise, Langzeitreisen und Länder entdecken ist fantastisch, grandios, erweitert den Horizont, befreit und ist für die eine Person unvergesslich. Am einfachsten geht das für mich als Rucksacktourist.

Das muss aber nicht für Hinz, Kunz, Anne und Käthi gelten. Es gibt tausend Dinge, welche schön sind. Hauptsache du verfolgst deinen Traum, ganz egal ob als Backpacker, Flashpacker oder komplett ohne Reisen.

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3. Ich liebe Luxus auf Reisen, auch als Backpacker

Unser Gepäck ist zusammengeschrumpft und das Gewicht nicht hoch. Trotzdem kann ich auf Reisen nicht auf etwas Luxus verzichten.

Beispiel: elektrische Zahnbürste. Ich schleppe lieber die 100 Gramm zusätzlich mit, als mir die Zähne mit meinem Finger zu polieren (ja, es gibt Backpacker, welche auch den Stiel der Zahnbürste abschneiden, um Gewicht zu sparen). Du wirst es nicht für möglich halten, ich bezahle sogar für eine tolle Reiseversicherung oder auch mal einen Flug.

4. Ich habe nichts gegen Touristen

Abseits der Touristenpfade? Wieso denn immer nur abseits? Was ist so genial daran, auschliesslich auf Touristenattraktionen zu verzichten? Auf den Pfaden gibt es auch als Backpacker vieles zu entdecken. Souvenirstände? Yeah – Eiscreme.

5. Ich habe nichts gegen Pauschaltouristen

Pauschaltourist? Grandios, toll! Alles organisiert. Attraktionen sehen. Die Welt auf einfache Art erkunden. Fantastische Idee. Rollkoffer, anstelle Rucksack: perfekt. Jeder wie er es mag.

6. Als Backpacker im Luxus-Appartement

Backpacker Blog

Ich gestehe! Ich schlafe lieber in einem bequemen Bett, als auf dem Boden. Ist zwar weniger abenteuerlich, dafür geniesse ich den nächsten Tag ausgeschlafen.

7. Es ist nicht schlimm, als Backpacker zu viel zu zahlen

Jetzt hältst du mich für völlig verrückt, aber es ist wahr. Ich mag nicht abgezockt zu werden. Aber mal ehrlich, wurdest du in Thailand von einem Taxifahrer abgezockt, welcher das Geld weniger nötig hatte, als du? Denkst du, du hast das Geld mehr verdient? Denkst du, dir hilft das Geld mehr, als deinem Gegenüber? Ja, du wirst als armer Backpacker nicht im Geld schwimmen, das ist mir klar. Aber bei dir geht es darum, dass du mit weniger Geld eventuell weniger Ferien machst, eine kürzere Reise planst, auf einen Tauchgang verzichten musst. Bei dem Taxifahrer geht es für ihn, seine Familie und seine Verwandtschaft mit grosser Wahrscheinlichkeit ums nackte Überleben.

Abzocken ist nicht korrekt, es ist legitim, sich zu wehren und auch ich verhandle Preise vorher. Aus Prinzip. Aber geschieht es doch (und es wird geschehen) lohnt es sich nicht, sich lange darüber aufzuregen.

8. Ich mag Alltag

0815? Genial. Gemütlich, regelmässig, keine unangenehmen Überraschungen. Gilt nicht für immer, speziell nicht für Reisen als Rucksackreisender. Aber grundsätzlich finde ich nicht viel Schlechtes am Alltag. Wieso sollten alle unbedingt aus dem Alltag entfliehen? Wieso? WIESO?

9. Als Backpacker entfliehe ich nichts und niemandem

Ich bin nicht auf Reisen, um dem Alltag zu entfliehen. Im Gegenteil, ich liebe es, mit zu Hause in Verbindung zu bleiben. Auch wenn dies bloss unregelmässig geschieht. Ist doch schön, anzurufen und zu hören, was im Alltag geschieht, wie es den Liebsten geht und auch an ihrem Leben teilzuhaben.

Telefonieren Backpacker Blog

10. Ich spreche kein Backpacker – Tripadvisorisch

Tripadvisor ist eine sinnvolle Sache. Leider schaffe ich es nicht immer, die Bewertungen in meine Sprache zu übersetzen. Tripadvisor: VORSICHT! NICHT BUCHEN! MANAGER IST UNFREUNDLICH UND OHNE JEDEN RESPEKT! Wir treffen uns mit dem Manager in ein paar Tagen in Colombo (er reist extra 6 (sechs!) Stunden dorthin). Er will uns seine Freunde vorstellen und uns zum Essen einladen.

Wieso immer nur so negativ? Es darf auch Positives gesagt werden über Hotels, Unterkünfte und über andere Menschen. Keine Angst davor, das Leben ist schön. Hat wenig mit Backpacker zu tun. Muss aber gesagt sein. Ich bin verwirrt.

11. Ich esse gerne Europäisch, auch als Backpacker.

Reis, überall Reis! Weshalb nochmals? Um als Individualtourist mit den Lokalen in Kontakt zu kommen? Um als Backpacker Geld zu sparen? Um als Backpacker neues Essen zu entdecken? Schön. Aber von Zeit zu Zeit ist ein Griechischer Salat oder Spaghetti die einzige Wohltat.

12. Ich darf als Backpacker regelmässig per Taxi oder Flieger reisen

Öffentliche Verkehrsmittel nehmen Frau und Herr Backpacker von Heute. Tun wir auch. Erlebnisse sind garantiert. Anstrengung auch! Es ist unglaublich erholsam, ab und an in ein Taxi zu steigen oder 30 Zugstunden durch 2 Flugstunden zu ersetzen. Ich gestehe, ich habe schon auf ÖV verzichtet.

13. Ich lasse meine Wäsche gerne gegen Bezahlung waschen

Jetzt mal ehrlich, das Geldsparen geht mir so etwas von auf den Sack! Wir haben hart gearbeitet und lange genug gespart. Dafür ist das Geld da. Die paar Franken gebe ich gerne einem, beziehungsweise einer hart Arbeitenden, die meine Wäsche reinigt. Darüber denke ich auch als Backpacker nicht nach.

14. Backpacker dürfen schöne Kleidung mögen

Duschen bloss mit PH neutraler Seife. Ein einziges paar Hosen, 3 T-Shirts? Nein Danke. Wer mich kennt weiss, ich bin nun wirklich kein Modefetischist (und verstehe auch nicht viel davon), aber ab und zu ein schönes Hemd könnte so manchem Individualreisenden nicht schaden und gehört auf jede Packliste.

15. Ich bevorzuge sichere Reiseländer für Backpacker

Zu Fuss durch Afghanistan? Per Fahrrad durch den Irak? Auf allen Vieren bis Pakistan? Im Handstand von Syrien nach Nordkorea? Sicher schön und abenteuerliches Reisen. Aber solange es Reiseländer für Backpacker gibt, welche ich nicht gesehen habe und sicher sind, kommt dies für mich nicht in Frage.

Zu guter letzt: Für Backpacker von morgen

Wir treffen ständig neue Rucksackreisenden, interessante Persönlichkeiten und Reiseverrückte. Viele werden Freunde. Es entstehen immer neue Backpacker-Blogs, die anders sein wollen, neue Wege finden und irre Ideen haben. Das ist nach wie vor die grosse Mehrheit.

Ein zunehmender Teil der Backpacker scheint aber zu vergessen, dass die Welt, welche sie bereisen, sich nicht bloss um sie dreht. Auch Backpacker sind Touristen und in dem bereisten Land nur Gast. Ein hoffentlich dankbarer Gast. Dankbarkeit, Anstand und Gelassenheit dürfen nicht verloren gehen.

 

Meine persönliche Leseempfehlung für dich:
Simon Zryd, in 193 Ländern Ausländer.

150 Kommentare

  1. Jeremy Kunz

    ganz grosses und fettes *like* für diesen Beitrag! Ganz grosses Kino.

  2. Da musste was raus, stimmts :)?! Ich halte dieses Hostel-Backpacker-Billiggehtimmer auch nicht aus – vermutlich bin ich zu viel gereist, oder vielleicht bin einfach schon zu alt dafür :) Jedenfalls danke fürs Wehren!

    • War das so deutlich? Ja, es musste raus, da hast du recht. Hat sich wohl etwas angestaut ;)

      Du sagst es, vielleicht sind wir zu alt dafür.

  3. Simon wunderbar auch mal diese Meinung zu lesen. Ich denke das wichtigste ich das jeder seinen Weg für seine Reisen findet und diese dann auch umsetzen kann.
    Oh ja und ich liebe es auch nach einem Tag im Busch mich unter die heisste Dusche zu stellen und früh morgens einen heissen Kaffee an einem schönen Tisch zu geniessen.
    LG und noch viel Spass auf Euren Reisen
    Daniela

    • Hallo Daniela
      Vielen Dank für den Besuch und Kommentar.
      Noch schlimmer, ich freue mich, wenn es irgendwo mal Cappuccino gibt… aber muss natürlich schon nicht immer sein.

      Beste Grüsse, Simon

  4. Großartiger Artikel!

    Fängt man mit dem Reisen an, findet man vieles davon cool. Doch schon bald nerven die immer gleichen Themen.

    Und immer muss alles ursprünglich sein. Dass sich das Leben in den Ländern auch weiter entwickelt, wird oft nicht akzeptiert.

    Und dann muss man sich mit anhören, wie ein Deutscher einen Vietnamesen darüber aufklärt, dass ein Baguette ja nichts mit Vietnam zu tun hätte…

    • Hi Stefan,
      vielen Dank für das Kompliment.

      Klar, auf unserer ersten Reise war auch noch alles etwas anders…

      Ui, mach mir keine Angst mit dem Baguette… wollen eventuell bald nach Vietnam ;)

    • Naja, ich finde schon, dass ein Baguette zu der ehemals französischen Kolonie Vietnam gehören darf.
      Das ist ja auch ein Teil der Geschichte Vietnams, die das Land sehr geprägt hat und hat damit nicht mehr oder weniger damit zu tun, nur weil es vielleicht nicht schon seit 2000 Jahren dort existiert..

  5. Ha ha, coller Artikel. Es ist echt erfrischend auch mal eine andere Meinung zu hoeren. Mir geht es auch unheimlich auf die Nerven, wenn Backpacker sich ein Bier nach dem anderen reinzischen aber dann zu geizig sind dem armen Tuk Tuk Fahrer einen Dollar mehr zu geben. Da setzten manche Leute Ihre Prioritaeten echt falsch!

  6. Hallo Simon,

    Ich hatte Spass beim Lesen. Danke dafür!

    Wobei ich die Backpacker Blogs gerne lese und meinen Hut ziehe vor der Kunst, mit so wenigen Dingen klar zu kommen.

    Liebe Grüsse,
    Heike

    • Ciao Heike,
      Oh ja, die Blogs lese ich auch sehr gerne. Sind ja auch viele tolle dabei.
      Ich lasse bloss die „So bekommst du eine gratis Übernachtung“ Artikel mehr und mehr weg.

      Vielen Dank für den Besuch und Kommentar.
      Simon

  7. Yes! (mehrmals)

    Danke, Simon!

  8. Ich stimme Dir in vielem zu. Ich bin schon mal zu einem ähnlichen Schluss gekommen: http://101places.de/how-to-be-a-backpacker

    Aber ich denke auch, dass „Backpacker“ nur ein Wort für wahnsinnig vieles ist. Jeder, der einen Rucksack auf dem Rücken hat, ist irgendwie Backpacker und jeder hat eine andere Vorstellung davon.
    Letztendlich ist es nur ein Label, um viele Leute in einem Wort zusammenzufassen ;-) Genau genommen wäre ich vermutlich Flashpacker, aber das Wort kennt ja außerhalb der „Szene“ niemand.

    • Ja, dein Artikel schlägt wirklich in die selbe Kerbe. Obwohl ich auch sehr gerne Flip-Flops trage ;)

  9. Klasse Beitrag! Obwohl nun natürlich niemand zugeben wird, dass er genau so ein Backpacker ist, der von Dir oben beschrieben wird.
    Ist eventuell auch eine Frage des Alters. Man wird ja auch bequemer und braucht nicht alles mitzunehmen, um was zu erleben. Bzw verändert sich einfach die Art des Erlebens – und Geniessens dabei!
    Jedenfalls sehr erfrischend!

    • Vielen Dank für den Besuch und Kommentar.
      Ja, zugeben wird das keiner, das ist klar. Ist natürlich auch überspitzt dargestellt und beschreibt nicht „Den Backpacker“, sondern viel mehr Trends, welche ich zunehmend feststelle.

  10. Ist nicht ganz falsch was du da schreibst, leider „lernen“ viel ja auch daheim das Geiz geil ist. Was ich auf meiner Jährigen Weltreise gelernt habe ist, sei Respektvoll zu den Menschen in deinem Gastland. Benimm dich so, wie du es auch gerne hättest und lass mal den 5er grad sein. Die Menschen in anderen Ländern brauchen das Geld um einiges dringender als wir. Danke für deinen Beitrag!

    • Ein spannender Aspekt. Ja, offenbar werden wir so erzogen.

      Schnäppchen, Rabatte und Vergleichsdienste. Alles günstig oder gratis. Auch im Internet ist kaum einer mehr bereit beispielsweise für Content zu bezahlen.

  11. Ha, bei 15. hab ich laut gelacht! :D
    Ja, Backpacking wird irgendwann anstrengend. Muss gestehen, aus reiner Bequemlichkeit nehme ich auch eher Taxis und lass mich fast immer bescheißen, was solls. Schöne Zusammenfassung gegen diese ganzen Spar-Ratgeber, die mir ähnlich auf den Zeiger gehen. Finde ich super, Simon!
    LG Claudi

    p.s. irgendwo bei den Hostelbookern habe ich mal eine „Typologie der Spezies Backpacker“ geschrieben… ;)

  12. Stimmt absolut, das Bewusstsein, dass Reisen was kostet, ist einigen Leuten abhanden gekommen. Dabei war der Langstreckenflug doch auch im Budget!

    Ich finde aber auch, man muss unterscheiden zwischen paranoidem „das kostet jetzt aber 10 Cent zuviel“ (hab ich erlebt, ehrlich) und Leuten die genügsam und einfach Reisen, weil sie das jetzt gerade so gut finden.

    • Hi Tobias
      Unterscheiden? Auf jeden Fall! Da hast du völlig recht. Ich habe das natürlich auch überspitzt dargestellt.
      Ich finde es ja grundsätzlich gut, wenn nicht Europäische Luxusbunker zum Übernachten gewählt werden, sondern kleine „einheimische“ Unterkünfte.

      Es geht mir mehr um den Sport des Sparens an sich. Aber ich denke, du verstehst, wie ich das meine.

      Lieber Gruss, Simon

  13. Lieber Simon
    Gailomatischer Beitrag :)
    besonders Punkt 9…immer wieder schön…
    und Punkt 15….gottseidank :)
    und sowieso: merci für die hammer Photos wieder einmal!

    • Pfumpf? Interessanter Name…. Kommt mir irgendwie bekannt vor.
      Sei herzlich Willkommen in der Kommentarfunktion, du seltener Gast :)
      Liebä Gruess

  14. Wieso denn immer nur stereotypisieren? Langweilt dich das nicht selber?

    Ich bezeichne mich als Backpackerin, aber so ziemlich alle Vorteile, die du da oben nennst, stimmen nicht zu.. Au man, echt schade dieses Schubladendenken.

    Viel Spaß mit deiner „schönen Kleidung“ (if it makes ya happy, dude!)

    • Hallo Conni
      Vielen Dank für den Besuch und Kommentar.

      Es ist selbstverständlich, dass nicht alle Punkte auf jeden Backpacker zutreffen. Das Stereotypisieren verwende ich bloss, um die Punkte deutlicher verständlich zu machen. Logischerweise treffe ich damit nicht ausschliesslich auf Verständnis und Zustimmung.

      Die Vorteile gelten für mich. Für meine Art zu reisen. Falls sie für dich nicht gelten, ist das ok. Wenn du noch ein Argument dazupackst, kann ich es als „dude“ vielleicht auch nachvollziehen.

      Es ist jedem selbst überlassen, wie er reist und obiger Artikel beschreibt bloss meine Meinung. Dass du dich dadurch so angegriffen fühlst, tut mir leid. Wenn ich Glück habe, bringt er dich vielleicht wenigstens zum Nachdenken.

      Bester Gruss, Simon

  15. hotspotbcn

    Sehr guter Artkel, Chapaeu.
    Allerdings muss ich auch sagen, dass ich mir zu meiner Zeit als Backpacker mehr Infos und auch Spartipps gewünscht hätte.
    Jung, wenig Geld zur Verfügung, aber trotzdem das Abenteuer Reisen wagend…da kann man sich heutzutage doch wesentlich besser informieren und austauschen, der Technik sei Dank.
    Man sollte differenzieren zwischen der „Alles-für-lau“-Mentalität und wirklich nützlichen Ratgebern, wo erfahrene Reisende Möglichkeiten aufzeigen, z:B. die selbe Leistung günstiger oder qualitativ besser zu bekommen.

    • Vielen Dank.
      Ja, differenzieren auf jeden Fall.

      Trotzdem machen es einige zum Sport, möglichst beste Leistung zum günstigsten Preis zu erhalten.

      Aber natürlich verwenden wir auch Tripadvisor oder ähnliches, um gute Leistung zu bekommen.

  16. Hi Simon!

    Absolut geil. Ich komme gerade von einer 11monatigen Reise zurück, habe als absoluter Backpacker angefangen und jetzt … jetzt kann ich deinen Punkten nur mehr als zustimmen.

    Ironischerweise bin ich weniger und weniger Backpacker gewesen je länger ich unterwegs war. Aber so ist es offenbar mehr Leuten ergangen.

    Am Höhepunkt unserer Reise haben wir sogar Leute getroffen, welche das Sparen selbst als höchste Priorität gesetzt haben und dann einfach die ganze Zeit in der Unterkunft geblieben sind um nicht übers Ohr gehauen zu werden ;-)

    • Hallo Sebastian
      Ja, ich denke auch, wenn man so drei, vier Wochen unterwegs ist, hält man es auch besser durch, auf alles mögliche zu verzichten.

      Bei 11 Monaten wird das schwieriger.

      Zu deinem Höhepunkt: Oje.

  17. Pinkback: Die besten Reiseblogs und Artikel im Mai 2013 | Reiseblog von HostelBookers

  18. Genial! Einfach genial!
    Ich hasse dieses „also wenn du das nicht so machst…“ dann bist du nur Tourist und kein Reisender. Fuck it, jeder darf die Welt auf seine Weise erkunden, richtig so!

  19. Ich lese gerne Blog über Reisen etc. Und werde gleich noch schauen, was du über China berichtest.
    Ich denke jede(r) muss seinen Reisestil entwickeln, mit dem er Glücklich ist. Vor vielen Jahren in Thailand mit dem Rucksack habe ich mich gefreut, wie wenig Geld ich benötigt habe.
    Jetzt mag ich Reisen, bei denen es auch mal Luxus vorkommnt (wenn es sich lohnt). Z.B. ein tolles Hotel (in SA mit Blick auf Tafelberg) oder an einem tollen Strand etc.

    Lg
    Thomas

  20. Einfach nur wohltuend. Danke für diesen Artikel.

  21. Hi Simon – da musste ich jetzt wirklich etwas schmunzeln. Klar, Übertreibung macht anschaulich aber du sprichst mir in einigen Punkten (vor allem wenn meine Interpretation stimmt) aus der Seele. Bei einem sechswöchigen Trip durch Neuseeland haben ich und meine Freunde auch nichts ausgelassen und so viel Geld ausgegeben wie manch ander vllt in einem halben Jahr Weltreise. Oft hatte man das Gefühl sich dafür rechtfertigen zu müssen – leben und leben lassen, sag ich da nur :) Dafür werde ich mich nie ärgern, irgendetwas ausgelassen zu haben!

  22. Finde deinen artikel ein wenig überheblich. Es sind nicht alle menschen mit 100’000chf unterwegs, wie viele schweizer, das musst du dir auch mal überlegen. Die können das geld halt nicht so leicht ausgeben und müssen sparen hier und da.

    Ich mag auch schöne kleider und hotels aber die schönsten erinnerungen sind bestimmt von immaterieller art….. :-)

    • Hallo Andrea
      Erinnerungen sind immaterieller Art, da hast du Recht.
      Selbstverständlich darf jeder für alles so viel Geld ausgeben (oder eben nicht), wie er will. Trotzdem sollen faire Preise für Leistungen bezahlt werden. Egal wo, wann oder wie viel Geld jemand besitzt.

      Beste Grüsse, Simon

  23. Hm, durch irgendeinen Link bin ich verspätet auf diesen Artikel gestoßen, und muss Conny Recht geben: Ja nö! Vor allem frage ich mich, was das Ganze jetzt mit dem Backpacker zu tun haben soll. „Der Pauschaltourist auf Malle“ mit seinem Trolly ist aus meiner empirischen Erfahrung weitaus knickriger als „der Backpacker im Billighostel“, der eben keine dicken Schweizer Franken inner Tasche hat und dort sein Geld spart, um das Tuktuk angemesen zu bezahlen.
    Das mit dem Backpacker ist hier irgendein angeblich extra überzogener Aufhänger, der mit dem Inhalt irgendwie wenig zu tun hat, denn anscheinend gehts Dir doch eher um Reisende, die peinlich geizig sind und hauptsächlich reisen, um hinterher damit anzugeben? Hep, das kann man zu Recht bekritteln.
    Mich z.B. zu bekritteln, weil ich nur 3 Oberteile mit mir rumschleppe finde ich wiederum sehr überheblich, oder sollte das gar nur eine Pointe sein? ;)
    Und was Turkmenistan in der Aufzählung der ach-so-gefährlichen Länder zu tun hat, bleibt mir schleierhaft. Hättste mal eher Ägypten genannt, wo jeder deppige Pauschaltourist hinfährt, und zwar nicht, um das Land kenne zu lernen, sondern möglichst günstig (!) zu schnorcheln oder sich auf dem Badetuch zu räkeln, wobei man letzteres weiß Gott auch an der Ostsee haben kann.

    Um meine Gegenrede jetzt nicht nur als platte Antirede zu verstehen mal so zusammengefasst: Ich habe Deinen Punkt einfach nicht verstanden und frage mich, ob es einen gab außer, mal einen kontrovers klingenden Artikel zuschreiben. (Wow, das klingt jetzt echt fieser als es gemeint ist! Ich liebe ja Diskussionen…) :)

    Beste Grüße,
    Inka

    • Hallo Inka
      Vielen Dank für den ausführlichen Kommentar.

      Ich habe nichts gegen Backpacker, allerdings auch nichts gegen Pauschaltouristen, welche nach Ägypten fliegen.
      Ich will nicht urteilen und jeder soll so reisen, wie es ihm Spass macht.

      Allerdings gibt es auf Reisen Grenzen, die eingehalten werden sollen, vom Backpacker genau wie vom Pauschaltouristen. Dazu gehört, dass für eine erbrachte Leistung ein angemessener und fairer Preis bezahlt wird.

      Speziell bei Reisen in ärmeren Ländern soll der besagte Tuktuk Fahrer seinen Lohn erhalten und nicht seine Armut ausgenützt werden, um 1 CHF, 1 Euro oder 1 US$ in Verhandlungen zu sparen. Ganz egal, ob der Backpacker billig oder teuer reist.

      Bester Gruss, Simon

      • Hm, aber was das Ganze nun mit Backpackern im Spezellen zu tun hat, hast Du leider immer noch nicht aufgelöst. ;)

        • Meiner Meinung nach beschreiben diese den heutigen Backpacker. Und: gegen dieses Bild vom Backpacker wehre ich mich.

          „Der Trend im Lonely Planet, (deutschen) Reiseblogs oder Reisezeitschriften zeichnet ein deutliches Bild vom heutigen Backpacker. Diesem Bild folgt mittlerweile ein Grossteil der Individualtouristen allen Alters, welche ich antreffe.

          Genau gegen dieses Bild wehre ich mich.“

  24. Hallo, ganz toller Bericht und super Pics….
    Lieben Gruß
    Merle

  25. Pinkback: Reise deinen Traum mit #Asien2014 | reisewerk.ch DER Schweizer Reiseblog

  26. Ich habe das Gefühl, dass das auch eine Frage des Alters ist.

    Als ich vor 15 Jahren als Studi meine Reisen begann, nahm ich jeweils den Nachtbus, um ein Dormbett von 5 Euro zu sparen. In diesem Jahr bin ich in Indonesien von Bali nach Surabaya geflogen, weil ich keinen Bock auf 15 Stunden im Bus hatte.

    Wenn ich heute nochmals Anfang 20 wäre, würde ich wohl wieder als Backpacker reisen. Aber inzwischen bin ich Ende 30 und wenn ich eine Nacht nicht richtig schlafe, bin ich einfach die nächsten zwei Tage nicht fit. Diesen bescheidenen Luxus kann ich mir heute einfach leisten. Vor 15 Jahren war die Alternative zum Billigreisen nur das Zuhausebleiben gewesen.

    Nur das mit den sicheren Reiseländer teile ich nicht unbedingt mir dir. Zwar finde ich auch, dass man sich nicht mit einem bornierten „zu touristisch“ von allem schönen fernhalten soll. Siehe auch hier: goo.gl/klS6k3

    Allerdings habe ich ohne hin den Eindruck, dass zu touristisch in den meisten Fällen mit „zu teuer“ übersetzt werden muss.

  27. Guten Bericht, spassig mal etwas anderes zu lesen.

    In einigen Punkten kann ich dir recht geben, allerdings ist mir auch deine Seite zu „extrem“.

    Ich reise gerne billig, das Feilschen gehört für mich einfach dazu. Ich habe auch schon T-Shirts wegen 1$ nicht gekauft, was auf das ganze Budget gesehen ein riesen Witz ist. Aber es muss für mich – genau in diesem Moment – einfach Stimmen! Ich bin überzeugt, dass die Einheimischen niemals (!) einen schlechten Handel machen. Und nach einem erfolgreichen Deal, mit dem beide Seiten zufrieden sind, freut man sich umso mehr über die gekauften Sachen.

    Manchmal empfinde ich es gar als ein wenig respektlos, mit Geldscheinen um sich werfend durch die Gegend zu laufen. Man erlebt Touris, die mehr Trinkgeld geben als die Einheimischen in der Woche verdienen. Fragen denn die sich danach nicht, „ist meine Arbeit echt so wenig wert?“.

    Aber wenn ich einmal zuviel bezahle gönne ich es den Leuten, dann hat er/sie es einfach gut gemacht :-) Ich glaube auch, dass die Menschen, trotz Armut, mehr Freude an einem verdienten Dollar haben als an 2 geschenken.

    Für mich persöndlich muss die Mischung stimmen. Ich reise gerne mit ÖV, die Erlebnisse sind einfach unvergesslich. Fan im Zimmer reicht völlig. Strassenküchen (ja, Reis :-D) sind spitze! Andererseits fliege ich auch mal im Inland umher. Schlafe in einem Hotel mit Pool. Esse mal eine Pizza. Streife in Tourimetropolen durch die Souvenierstände.

    Backpacker in einen Topf zu werfen, ist sicher falsch, aber ich denke auch nicht, dass du das machst. Aber so wie es das Klischee „Pauschaltourist“ gibt, gibt es halt auch das Klischee „Backpacker“, und das hast du in diesem Bericht schön umschrieben :-)

  28. Janett Flurin

    Hallo ihr zwei,
    Ist der weg von Australien nach Kalifornien so lang, so das keine Post zu oder von Euch weg geht?
    Bei uns hat sich der Winter mal gezeigt, gar nicht geizig 60cm
    aber ein paar tage später kam Gott sei dank der Regen.
    wir fahren am Donnersteg nach Thun!
    viele grüsse
    Flurin & Ursula

    • Hallo
      Schön etwas von euch zu hören:) Tja, wenn man die Häufigkeit unserer Beiträge sieht, müsste die Distanz von Australien und Amerika mindestens 4 mal um die Welt und zurück gehen;)
      Nein, im Ernst…wir waren in Australien und Amerika sehr viel unterwegs, riesige Tagesprogramme vor uns und abends meist müde um noch einen Bericht zu verfassen. Nun sind wir in Mexico und werden hoffentlich mehr Zeit haben Beiträge und News zu schreiben:)
      Bis bald, ganz liebe Grüsse aus Mexico

  29. Janett Flurin

    Ola Mexicanos,
    Mexico haben wir nie bereist, freuen uns, auf euer erzählen
    wenn ihr zurück seid. Würden uns freuen etwas von den Majas
    zu hören. bringt einen Rucksack voll Erinnerungen Heim.
    Genieisst es weiterhin
    viele Güsse
    Ursula & Flurin

  30. Netter Bericht, launig zu lesen.
    Ich stimme ebenfalls mit vielen ( nicht allen ) Punkten überein.

    Eine Frage: Gibt es eigentlich einen Ausdruck, eine Bezeichnung für uns. Teils ehemalige backbacker, welche jetzt zwischen dem 30. und 40. LJ alt sind und eine neue Art des Urlaubs, nennen wir es „luxusbackpacking“, pflegen.
    Hat da jemand eine Idee?
    Schönen abend und gute nacht.

    • Hi Nik
      Vielen Dank für deinen Besuch und Kommentar.

      Einen Namen dafür kenne ich auch nicht wirklich. Aber du hast recht, es gibt immer mehr „von uns“.

      Luxusbackpacker klingt nach mehr Luxus, als es dann wirklich auch ist. Aber es geht schon in die Richtung.

  31. schön!

    In Marokko. Irgend ein kleines Städtchen. Ein Campingplatz, Luxus für uns, da Dusche. Nebenan ein Rentnerpaar mit Wohnmobil. Der ultimative Tipp: „Nein, kauft Euer Gemüse nicht dort, der ist zu teuer, der andere verlangt 1/2 Dh weniger!“ 1/2 Dirham, das sind so ungefähr 5 Eurocent. Wir sind zwar Studenten, aber… wtf?!?

  32. Pinkback: Wiso ig ke Rucksackschlepper bi! | reisewerk.ch DER Schweizer Reiseblog

  33. Gerhard Franclik

    Bei diesem Bericht habe ich mich auch selbst wieder erkannt. Ich reise auch sehr gerne und muss dazu sagen, dass ich genauso komfortable Unterkünfte, einen Kaffee am Morgen, etc. haben möchte. Ich habe auch schon in billigen Hotels und Gästehäuser übernachtet, aber da waren die meisten 1.) dreckig oder 2.) hatten nur einen Ventilator oder 3.) gar beides.
    Wenn ich ehrlich bin, möchte ich nur noch in einem Zimmer mit Aircondition übernachten. Ich habe nämlich auch die Erfahrung gemacht, dass der Ventilator das Zimmer nur unnötig aufheizt und wenn ich schon zurückkomme, will ich es drinnen wenigstens etwas kühl haben und nicht noch heißer, als es schon draußen der Fall ist. Da kann ich so manchem Backpacker nicht verstehen. *Kopfschüttel* Und auf der Suche nach der Ursprünglichkeit in den jeweiligen Reiseländern habe ich auch schon längst aufgegeben. So wie ein Vorredner schon sagte, entwickeln sich die Länder ebenso weiter, aber das wollen die meisten nicht sehen bzw. wahrhaben.
    Auch ich wurde abgezockt. Schon mehrmals. Na und?
    Verkraftet man genauso und es gibt immer wieder Situationen, wo man Lehrgeld zahlt. Genauso bin ich auch schon mit ÖV gefahren. Auch die langen bis sehr langen Fahrten mit dem Überlandbus. Aber einen Flug habe ich mir genauso schon geleistet. Ist doch ungemein bequemer und man kommt dort schneller an, wo man hinmöchte. Und ein Taxi nutze ich auch gerne. Ist zwar schon mal teurer, ist aber auch komfortabler. Aber ich sage auch, es soll jeder so reisen, wie er oder sie es für richtig hält.
    Einen Lonely Planet besitze ich ebenso, aber ich nehme ihn nicht in die Hand und laufen damit rum, so wie manche Backpacker es tun (habe ich auch schon einige gesehen, die das so machen), nur um das billigste Hotel zu bekommen oder die nächste Sehenswürdigkeit zu sehen.

    Und wenn ich auch mit einem Trolley reise und nicht nur einem Rucksack (wobei mein Rucksack keine 30 Kilo umfassen kann wie bei den meisten, sondern höchstens 10 Kilo), bin ich vielleicht sowas wie ein „Flashbacker“?
    Ist ein sehr guter und gelungener Reisebericht und vieles, was man so hört und auch eben als Reisender sieht, stimmt auch zum Großteil.

    Schönen Gruß Gerhard

    • Vielen lieben Dank für dienen Besuch und den ausführlichen Kommentar. Ja, vermutlich sind wir so etwas wie Flashpacker.
      Beim finanziellen geht es mir einfach darum, dass das Geld nicht ständig im Zentrum stehen muss, speziell nicht in den Ferien oder auf Reisen.

      Aber du hast recht, jeder soll so Reisen, wie sie/er es für richtig hält.
      Sonnige Grüsse aus Mexiko.
      Simon

  34. Pinkback: Blogschau: März 2014 | Weltreiseforum: Die Informationsquelle für Individualreisende

  35. Es spricht nichts dagegen in Drittweltländern komfortabel Urlaub zu machen und auch dabei zu reisen. Und auch wenn ich mir das leisten kann nutze ich immer noch dabei aus, dass es in diesen Ländern deutlich günstiger ist. In Europa wäre das bei weitem teurer in Luxushotels unter zu kommen. Dafür gibts im Lowbudget Bereich dann Massenhotels, private Familienunterkünfte, Bed&Breakfast und Campingplätze für Leute die günstig reisen. Sollten nur die reisen dürfen, die luxuriös reisen, könnten diese Art von Unterkünften schließen. Oftmals feilschen die, die es sich leisten können noch erbitterter um den Cent.
    Eine Näherin, die 2,50 $ am Tag verdient, hat einen Stundenlohn von ca. 30 Cent. Auch das sollte man nicht vergessen wenn man mal einen Dollar mehr bezahlt. Das wäre als würde ich hier ein Trinkgeld von 30 EUR geben.
    .
    Wenn ich mit Trolley oder auch Rucksack von Hotel zu Hotel reise, meine Cappuccino trinke muss ich mich ja nicht Backpacker nennen. Dann bin ich halt ein Traveller, wenn Reisender zu deutsch klingt.
    Aber dann lass ich doch die Backpacker von mir aus in ihren Unterkünften. Auch Besitzer dieser Unterkünfte wollen leben. So haben diese ihre eigenen Pfade und Orte.
    Was sollen die Hotels alles denn bieten? Sie müssen sich ja nicht nur auf deutsche, sondern auch auf Touristen anderer Länder einstellen.
    Und jeder hat ja auch andere Ziele im Kopf. In Nepal reise ich nun anders als in Indonesien oder als in Marokko, Gambia oder Kenia.
    Und wer durch Mittelamerika den Chickenbus nimmt, solls halt tun.
    Mag ja sein, dass es für Dich das Geld nicht im Zentrum steht, aber ganz so verbissen sollte ich das dann doch nicht sehen.

    Gruß
    Sven

    • Hi Sven
      Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar.
      Im Grossen und Ganzen sind wir ja einer Meinung.

      Ein Beispiel zu dem „Geld im Zentrum“:
      Wenn du mir erzählst, du warst 2 Monate in Chile, dann möchte ich dir am liebsten folgende Fragen stellen:
      – Wo warst du überall?
      – Wie ist Chile?
      – Wo hat es dir am besten gefallen?
      – Wie sind die Leute?
      – Was kannst du mir empfehlen?

      Die mir zu widere Frage ist jedoch (aber auch nur, wenn sie als erstes fällt, ansonsten kann ich sie verstehen):
      – Ist Chile teuer?

      Verstehst du, wie ich dies meine? Das Geld ein wichtiges Thema ist, ist klar. Aber ich reise nicht, um zu sparen.
      Lieber Gruss, Simon

  36. Sabrina

    Danke für diesen Beitrag. Stimme die voll und ganz zu. Das ewige sparen und um jeden Rappen feilschen geht mir auch so was von auf den sack.

    • Hi Sabrina
      Merci für deinen Kommentar, freut mich, dass ich nicht alleine da stehe :)

      Sonnige Grüsse, Simon

  37. Mir geht dieses ständige Backpacker-Sparen und auf alles verzichten manchmal auch auf die Nerven! Nein, ich muss nicht in einem Schlafsaal mit 10 schnarchenden Genossen übernachten, um mich als ein Weltreisender zu fühlen! Und nein, ich muss auch nicht nur mit zwei Unterhosen im Gepäck reisen, um mich Weltenbummler zu nennen!
    Aber wenn es sein muss, aus welchen Gründen auch immer, dann ziehe ich es eben durch ohne mich groß anzustellen. Warum denn nicht beides können? Es gibt eben Zeiten für Minimalismus und es gibt Zeiten, da darf man sich auch mal was gönnen.

    • Hi Dobrena
      Auf die Nerven geht mir vor allem, wenn sparen immer an erster Stelle steht. DASS sparen manchmal eine Rolle spielt oder manchmal auch an erster Stelle steht, dass kann ich verstehen.

      Ansonsten sehe ich das genau gleich, beides macht Spass, beides sollte man erlebt haben :)

      Liebe Grüsse, Simon

  38. Danke! Sehr guter Post. Ich musste teilweise ganz schön schmunzeln! Ich denke, wenn die jüngeren Backpacker mehr Geld zur Verfügung hätten, würden sie auch auf etwas mehr Comfort setzen, wobei das Abenteuer-Survival-Leben a la minimalistisch ja auch eine sehr bereichernde Lebenserfahrung ist….. :-)

  39. Pinkback: Meine 10 Lieblingsblogs zun den Themen Weltreise & Auszeit

  40. Treffend beschrieben. Es geht ja vor allem um diese alberne Distinktionsgeste: Backpacking als vermeintlich „richtiges“ Reisen. Damit einher geht dann die Obsession, wie „die locals“ zu reisen, also möglichst auch niemals mehr zu zahlen als ein Einheimischer, so eine Anbiederung an die Bedürftigkeit der Leute in vielen Reiseländern. So lese ich auch den Punkt mit der „schönen“ Kleidung: Da trägt der zwanzigfach reichere Europäer konsequent das olle Muskelshirt, das der „local“ bei dem geringsten Wohlstand gegen ein Hemd tauschen würde.

    • Hi Philipp

      Vielen Dank für deinen Kommentar.
      Sicher überspitzt dargestellt, aber genau so ist das gemeint, jap.

      Liebe Grüsse,
      Simon

  41. Amen, Simon!

    Backpacking ist soviel mehr (und oft so anders) als verfilzte Haare, ungeduschte Studenten und den ganzen Tag im Hostel rumhängen weil man kein Geld für die lokalen Aktivitäten ausgeben möchte!

    Für mich geht es beim Backpacking um ein bewussteres Reisen ohne fixen Zeitplan und eben nicht nur um das sture Konsumieren von fertigen Pauschalangeboten. Da spielt das Budget eine untergeordnete Rolle.

    LG Markus

  42. Hallo Simon,

    ich muss ehrlich sagen, dass ich mich so über diesen Beitrag freue.
    In letzter Zeit habe ich mir viele Blogs über Reisen, Backpacker, etc. durchgelesen und mir ist aufgefallen, dass ein Großteil immer gleich aufgebaut ist. Gleicher Blogaufbau, gleiche Themen, relativ ähnliche Meinungen, etc., da wird das Lesen und Informieren doch langsam etwas…naja langweilig?

    Und dieser Eintrag war endlich mal was anderes.
    Danke dafür :) Werde den Blog mal weiter durchforsten.

    Gruß Nicole

    • Hi Nicole

      Lieben Dank für den netten Kommentar.
      Viele Traveller haben ähnliche Fragen und dadurch entstehen ähnlichen Beiträge, welche du auf unserem Blog ebenfalls finden wirst. Diese (der Klassiker: die Packliste) werden am häufigsten gelesen, daher sind sie fast überall.

      Ich hoffe trotzdem, dass du ein paar Beiträge durchforstest, welche dir zusagen.

      Wir versuchen aber ständig neue Themen zu finden :) Vielleicht hast du eine tolle Idee?

      Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende,
      Simon

  43. Pinkback: True that | Nicolin Pfister

  44. Klasse, wie du uns erzaehlen moechtest wie super du bist.

    Ich hab‘ nach dem Beitrag schon die Schnauze von dir als Person voll und ebenso von deinem Blogg. Hau rein.

    • Hallo Chris

      Schade, dass dir unser Blog nicht gefällt.
      Trotzdem danke ich dir für deinen Besuch und das Hinterlassen deiner Meinung.

      Liebe Grüsse,
      Simon

  45. Hallo Simon. :) Wow endlich mal was anderes. Ich habe mich schon richtig schlecht gefühlt, dank dir jetzt nicht mehr. :D ich reise seit
    Jahren leidenschaftlich gerne. Aber immer nur für 2-3 Wochen. Ich bin nun fertig mit dem Studium und möchte Juli-September noch einmal einfach 2 Monate was von der Welt sehen, bevor ich eine Festanstellung annehme. Seit Wochen suche ich im Internet nach Tipps, wohin, wie, was gibts dort, was brauche ich.. usw. Man landet ja dann doch immer auf den gleichen Backpacker-Seiten auf denen die gleichen Orte beschrieben, Packlisten angepriesen und Spartipps gegeben werden. Wie oben schon erwähnt hab ich mich schon richtig schlecht gefühlt, denn ich habe immer auf Reisen einen gewissen „Luxus“ genießen dürfen und möchte ihn auch in den zwei Monaten nicht missen. Vor allem deswegen weil ich immer gearbeitet habe und ich dafür gerne Geld ausgebe. Also ich möchte rum kommen, viel sehen, Abenteuer und neue Kulturen erleben, ABER: ich will auch genießen. Gut essen, gut schlafen und nicht immer ans Sparen denken. Ich hatte schon das Gefühl ich darf mich gar nicht Backpacker nennen, nur weil ich mich nicht an gewisse Regeln halte. Also kurz gesagt ich danke dir für deinen Beitrag, jetzt weiß ich das es doch noch Leute gibt die das genauso sehen wie ich. Ich werden jetzt noch in aller Ruhe deinen Blog durchstöberun und wünsche dir weiterhin viel Erfolg und viele Erlebnisse. :) Viele Grüße Pia

    • Hallo Pia

      Vielen, vielen Dank für deinen netten Kommentar. Ich hoffe, du bist in der Zwischenzeit nicht auf UNSERE Packliste gestossen ;)

      Ich kann dich absolut verstehen, als Backpacker unterwegs sein, geniessen und erleben sollte schon zusammen gehen. Lass dich also nicht entmutigen und falls du ein paar persönliche Tipps brauchst, melde dich einfach bei uns.

      Ganz liebe Grüsse, Simon

  46. Endlich sagt mal jemand die Wahrheit! Wer sich`s leisten kann, zieht nämlich immer ein bequemes Bett einem Hostel vor! ;-) Sehr sympathischer Reisestil, stimme ich voll und ganz zu! Lustig sind die vielen Kommentare zu lesen…. haha

    LG Nicole

  47. Hi Nicole

    Vielen Dank für deinen Besuch und Kommentar. Ja, die Kommentare hier sind wirklich unterhaltsam und lesenswert :)
    Ganz liebe Grüsse, Simon

  48. Einer der besten Artikel, die ich in letzter Zeit gelesen habe :)
    Vor allem fallen mir zu fast jedem Punkt Situationen ein, die genau so passiert sind, wie du es beschreibst… Die Diskussionen mit anderen Backpackern, und deren Überzeugung, was anscheinend ein echter Backpacker ist…. Der Stolz, wenn man einen Preis wieder bis zum geht nicht mehr gedrückt hat….
    Da muss man sich schon fast rechtfertigen, wenn man mehr als 10 Dollar pro Tag ausgibt….

    • Hallo Nora

      Vielen Dank für deinen Besuch und natürlich den netten Kommentar.

      Ja, diese Rechtfertigungen hat man uns auch schon abgerungen, wo man sich hinterher fragt, wieso man auf solche Diskussionen überhaupt eingeht :)

      Wünsche dir einen schönen restlichen Sonntag und liebe Grüsse, Simon

  49. Hallo Simon
    Bin zurzeit in der Planung für meine zwischen 6 Monaten und 2 Jahren dauernde Erfahrungsreise. Möchte sie dazu nutzen, mich selbst besser kennenzulernen, zu erfahren und erhoffe mir einfach ein schöneres Leben danach. Ob ich das alles so erreichen werde… Ich weiß es nicht, kann nur hoffen. Denn es gibt für mich nichts wichtigeres.
    Die Planung sieht so aus, dass ich diese Länder bereisen möchte: Kanada, USA, Hawaii, vielleicht Alaska, Peru, Chile, Neuseeland, Australien, Papua-Neuguinea, Thailand, Vietnam, Kambodscha, Indien, vielleicht China und Russland.
    Hole mir natürlich jede Menge Infos aus dem Netz. Aber vielleicht kannst du mir ja bei einem durchaus wichtigen sozial-gesellschaftlichen Problem helfen. Und zwar geht es um die tips, um die trinkgelder. Hättest du eventuell für ein paar dieser Länder die passende prozentuale Höhe?
    Würde dir sehr dankbar sein
    Liebe grüße Andi

    • Hi Andi

      Es freut mich natürlich, bist du bei deiner Planung auf unseren Blog gelangt. Ich hoffe, du wirst noch weitere Tipps finden, die dir weiterhelfen, ansonsten melde dich einfach wieder.

      Bezüglich der Trinkgelder musst du dich vorher pro Land informieren. Falls du Reiseführer kaufst, wird das darin stehen, ansonsten findest du die Antwort immer auch online.

      Eine sehr schöne Übersicht gibt es zum Beispiel hier, da sind schon einige dabei: http://www.oncallinternational.com/blog/tips-on-tipping-abroad-a-country-by-country-guide-for-business-travelers/

      Ich wünsche dir auf jeden Fall eine unvergessliche Zeit und dass deine Wünsche sich bewahrheiten werden.
      Liebe Grüsse,
      Simon

  50. Spitzenmäßiger Blogpost. Kann ich zu 100% so unterschreiben ;-)

  51. Christian

    Hallo Simon,

    durch Zufall bin ich auf diesen Blog-Eintrag gekommen und war, wie viele andere hier auch, sehr begeistert!
    Ich bin kein Backpacker, kann da also in diesem Bezug nicht mitreden. Aber für mich stellt Dein Text, wenn
    man ihn allgemeiner betrachtet, auch eine Art „Lebenseinstellung“ dar, die man sich öfter mal zu Herzen
    nehmen sollte. Und das nicht nur als Backpacker, sondern jeder für sich im Alltag:
    Übertriebenes sparen auf Kosten anderer die weniger haben als man selber (und die obendrein davon auch noch
    ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen), und „leben und leben lassen“, also mehr Toleranz anderen gegenüber.
    Mir gefällt euer Reise-Blog gerade auch deshalb so gut, weil ihr ehrlich über alle Seiten dieser Art zu reisen berichtet
    und auch nicht die möglichen Variationen verurteilt.

    In einem Kommentar zu einem anderen Eintrag hat einer geschrieben, dass ihr quasi „schuld seid“, dass er jetzt auch
    eine Weltreise plant. Ich kann ihn nachvollziehen, euer Blog ist irgendwie ansteckend :-)

    Danke für eure tollen Berichte und die sehr schönen Bilder!

    Ganz viele Grüße an Euch

    Christian

    • Lieber Christian

      Was soll ich dazu schreiben… das ist vermutlich der netteste, aufstellendste und motivierendste Kommentar, den wir bisher erhalten haben.

      Ich danke dir von ganzem Herzen dafür!

      Liebe Grüsse aus Adelboden.
      Simon

  52. Hallo Simon!
    In einigen der Punkte kann ich dir nur voll und ganz zustimmen und das Grundprinzip dieser Art von Backpacking nervt nicht nur dich ;).
    Doch ich denke, dass du 2 wesentliche Punkte übersiehst:
    1. Viele Backpacker sind jung und haben oft gerade erst ihr Abitur/Studium abgeschlossen. Daher haben sie einfach keine Unmenge an Erspartem übrig, was sie aber nicht davon abhält die Welt entdecken zu wollen, was ja etwas Gutes ist. Ich reise selbst auf sehr begrenztem Budget und muss leider zwangsläufig immer ein Auge auf meinen Augaben behalten. Auch wenn ich liebend gerne öfter westliches Essen essen, in einem schönen Hotelzimmer schlafen und mir den ein oder anderen Luxus gönnen würde – ich muss leider darauf verzichten, ansonsten würde aus einer 6-monatigen Reise ganz schnell eine 2-Monatige werden…
    Doch dieses sich-zu-Tode-Sparen und dabei stolz darauf zu sein, doch noch ein paar Cent gespart zu haben ist wirklich ätzend!

    2. Das ewige herunterhandeln von Preisen, vor Allem bei TukTuk-Fahrern, ist nötig! Stell dir mal vor jeder würde jedem TukTuk-Fahrer ohne nachzudenken den erwünschten, dreifach zu hohen Preis bezahlen. Dann würden sich die Fahrer sehr schnell daran gewöhnen, dass alle Touristen einfach so den dreifachen Preis bezahlen und bald würden sie anfangen das Fünffache zu verlangen usw. Außerdem ist es nicht gerecht, wenn ein unehrlicher TukTuk-Fahrer einfach so das Dreifache des normalen Tageslohns verdient, während alle anderen, ehrlichen Einheimischen nur einen Bruchteil davon verdienen!
    Ich habe für mich persönlich eine gerechte Lösung gefunden: TukTuk-Fahrern, die von vornherein einen halbwegs ehrlichen Preis anbieten, gebe ich ein großzügiges Trinkgeld. Bei Denjenigen, die mich offensichtlich übers Ohr hauen wollen, steige ich aus Prinzip gar nicht erst ein.

    Was mich am meisten an vielen Backpackern nervt, ist diese Respektlosigkeit und Überheblichkeit gegenüber der anderen Kultur. Manchmal habe ich das Gefühl vielen geht es mehr ums Saufen und darum schöne Fotos auf Facebook hochladen zu können, als eine fremde Kutur kennenzulernen und in sie einzutauchen.

    Liebe Grüße und danke für den Artikel,

    Anna

    • Liebe Anna

      Wow, ich bin richtig begeistert von deinem langen und kritischen Kommentar. Vielen Dank, dass du dir dafür die Zeit genommen hast!

      Damit könnte der ganze Artikel zusammengefasst werden, bin Fan von deinem Satz:
      „Was mich am meisten an vielen Backpackern nervt, ist diese Respektlosigkeit und Überheblichkeit gegenüber der anderen Kultur. Manchmal habe ich das Gefühl vielen geht es mehr ums Saufen und darum schöne Fotos auf Facebook hochladen zu können, als eine fremde Kutur kennenzulernen und in sie einzutauchen.“

      Was mich am Sparen nervt, habe ich vermutlich nicht deutlich ausgedrückt, denn habe ich eine ähnliche Einstellung, wie du sie beschreibst.

      Tuk-Tuk Fahrer sollen Touristen nicht abzocken, daher soll man den Preis vorher aushandeln, um das nicht noch zu fördern, das finde ich wichtig und richtig. Hier darf und sollte ruhig gehandelt werden.

      Backpacker (aus „erste Welt Ländern“) sollten allerdings auch nicht versuchen, den Preis um jeden Preis zu drücken auf Kosten der Tuk-Tuk Fahrer. Stell dir das so vor: Beim Handeln mit einem Tuk-Tuk-Fahrer geht es beim Schweizer Backpacker um eine Verlängerung seiner Reise, beim Fahrer geht es ums nackte Überleben von ihm und seiner Familie. Daher darf auch ein Student hie und da ein Auge zumachen und dann wird halt die Reise statt 6 Monate nur 5 Monate und drei Wochen (es geht da ja meist nicht um Hunderte $).

      Es geht mir im Übrigen überhaupt nicht darum, das simple Reisen zu verurteilen. Ich könnte es nicht mehr, ausschliesslich auf alles zu verzichten, aber das ist jedem sein Ding und wer es kann und wem es Spass macht, ist bewundernswert. Mir geht es darum, dass privilegierte Menschen nicht auf Kosten der Ärmsten versuchen, ihren Spass zu haben und sich stundenlang aufregen, wenn sie abgezockt wurden.

      Ich sage es vielleicht noch so: „Was mich am meisten an vielen Backpackern nervt, ist diese Respektlosigkeit und Überheblichkeit gegenüber der anderen Kultur. Manchmal habe ich das Gefühl vielen geht es mehr ums Saufen und darum schöne Fotos auf Facebook hochladen zu können – WÄHREND DANEBEN DIE EINHEIMISCHEN UM IHR ÜBERLEBEN KÄMPFEN.“

      Ich hoffe, ich konnte mich etwas verständlicher ausdrücken

      • Hallo Simon. Ziemlich späte Antwort auf deine.
        Da hast du natürlich recht. Viele Backpacker versuchen jeden Cent zu drücken, dabei brauchen sie vermutlich weniger das bisschen Geld, als es ein Familienvater gebrauchen könnte. Und wenn sie dieses ersparte dann in der nächsten Bar wieder rausschmeißen dann versteh ich deinen Punkt.
        Tut mir natürlich leid wenn ich dich da falsch verstanden habe.
        Deshalb, wie schon erwähnt sollte man die ehrlichen Menschen umso mehr dafür belohnen und ihnen auch mal ein (für sie) üppiges Trinkgeld geben, damit man ihnen zeigt dass man es zu schätzen weiß.
        Liebe Grüße und schönes Reisen
        Anna

        • Ciao Anna

          Kein Problem, du bist nicht Verpflichtet, zu antworten, geschweige denn, regelmässig vorbei zu schauen : ).
          Trotzdem freue ich mich natürlich sehr, dass du nochmals hier gelandet bist.

          Grundsätzlich sind wir uns sicher einig.

          Ich wünsche euch beiden eine fantastische weitere Reise und ganz liebe Grüsse, Simon

  53. Hi Simon,

    Klasse Beitrag und ich finde es sogar gut, dass auch Du hier etwas polarisierst. Denn auch Backpacker polarisieren ja im Allgemeinen auch sehr gerne. Es geht halt um Aufmerksamkeit und die hast Du sicherlich bekommen. Zumindest, wenn man die Kommentare anschaut.

    Das was Backpacker, Flashpacker oder Reisende allgemein bewegt, ist der Drang zu Freiheit und andere Kulturen kennenzulernen. Jeder wird sich in seinem Mind weiter bewegen und die Welt an Hand seiner Erfahrungen einschätzen.

    Ich finde auf alle Fälle gut, dass Du hier auch einmal eine andere Meinung aufzeigst, die auch ich gefühlsmässig teile. Nach der Teilnahme der 1. DNX war auch mir klar, dass einige Welten aufeinander treffen oder aufeinander treffen werden. Auch ich bin in meinem Leben viel gereist und bin bisher nicht auf den definierten Pfaden der Backpacker unterwegs gewesen. Eine grosse Rolle spielt sicherlich auch das Alter. Viele Reisende waren bereits unterwegs, da waren die „heutigen“ Backpacker noch gar nicht geboren. Der Gedanke unterwegs zu sein, andere Kulturen kennenzulernen hat auch mir immer gefallen, aber das auch nie um jeden Preis.

    Für mich war immer wichtige die WAHLMÖGLICHKEIT zu haben. Einfach zu reisen oder auch mal minimalistisch zu sein, aber auch die andere Seite den Luxus kennenzulernen. Es gab Zeiten da sass ich abends mit einer Flasche Wein und Freunden auf einem Fels im Wasser und beobachtete die „reichen“ im Restaurant. An anderen Tage wollte ich auch auf der anderen Seite sitzen und schauen, wie sich das anfühlt. Beides hat Vorteile, wenn man in der jeweiligen Stimmung ist. Man weiss heute ja, dass man meist das sucht, was man nicht hat ;o)

    Egal, wie man es betrachtet jeder kann aus jeder Richtung etwas mitnehmen und etwas lernen. Mir gefällt es alles einmal auszuprobieren und dann meinen eigenen Weg zu finden. Was ist eigentlich „minimalistisch“ ? Wer legt fest, das es einen minimalistischen Standard gibt? Ich fange zum Beispiel an zu lernen, minimalistischer und aufgeräumter zu reisen. Soll heissen, ich brauche heute keine 5 paar Schuhe mehr und nehme halt nur noch 3 paar Schuhe mit. Andere reisen halt mit Badelatschen und ein paar Sportschuhe…Ich gebe Dir völlig recht mit den Klamotten, man sollte sich schon wohl fühlen.

    Da ja Dein Artikel bereits 2013 erschienen ist, kann man sehen, dass sich unter den sogenannten „Ur-Backpackern“ auch einiges getan hat. Teilweise wurde ein damals notwendiger Minimalismus (auf Grund fehlender Einnahmen) aufgegeben oder man hat auch dort erkannt, dass man aus dem „Alter“ der Hostels etc. raus ist. Manche Backpacker, nennen sich halt Flashpacker und auch ich hatte mal kurzfristig eine Domain mit „Luxusbackpacker“ registriert, die ich Stunden später wieder gecancelt habe. Hat sich irgendwie nicht gut angefühlt…

    Letztlich bin ich beim „Digitalen Teilzeit Nomaden“ gelandet. Aber egal, wie man es nennt. Ich finde es toll, dass Du diesen Artikel geschrieben hast, denn die Wahrheit liegt oft in der Mitte ;o) Wichtig ist, dass man sich selbst treu und authentisch bleibt, damit hilft man sich selbst und anderen am meisten.

    In diesem Sinne freue ich mich immer auch auf Artikel (wie diesen) die anders sind und nicht den typischen Hype bedienen. Auch zwischen den bekannten Ur-Backpackern gibt es sehr feine und wohlwollende Unterschiede. Ein Patrick Hundt und ein Tim Chimoy sind für mich halt auch angenehm anders als andere. Schade nur, dass Conni sich zu diesem Kommentar hier hergegeben hat. Denn auch sie hat sich ja im Laufe der Zeit entwickelt, alleine was die Übernachtungen von Hostels zu selbst gemieteten Wohnungen etc. angeht. Auch sie schreibt, dass sie nicht oft über Preise verhandelt…

    Ich könnte mir vorstellen, dass sie vielleicht heutzutage einen anderen Kommentar abgeben würde, als den die sie hier kundgetan hat.

    In diesem Sinne danke für den Artikel, Gruß René

    • Hallo René

      Oje, dein Kommentar ist mir völlig unter dem Radar durch, tut mir wirklich leid. Speziell weil er sehr spannend und ausführlich ist, ich danke dir herzlich dafür!

      Ich stimme dir eigentlich in allem zu (auch in dem „die Wahrheit liegt in der Mitte“ ; )

      Liebe Grüsse,
      Simon

  54. Pinkback: Geld im Urlaub ausgeben... - Stefan mit f

  55. Simon, du bist toll! Toll, toll, toll!
    (Ich habe in meinem letzten Blogpost etwas ähnliches geschrieben…)
    Ach, ich muss es gleich nochmals lesen. :-)
    Sonnige Grüsse aus der Schweiz
    Karin

    • Kaaaarinnnnn!!!!
      Was für ein netter Kommentar, hat mich richtig gefreut! Vielen, vielen Dank.

      Ich geh dann mal bei dir suchen ; )

      Liebe Grüsse,
      Simon

  56. Pinkback: Was kostet eine Weltreise oder Backpacking Trip?

  57. Richtig guter Artikel :)
    Ich hab in vielen Punkten ähnliche und gleiche Ansichten und musste häufig schmunzeln!
    Meiner Meinung nach sind es 2 Paar Schuhe, ob man günstig irgendwo übernachtet, weil man es muss (zum Beispiel als Student etc.) oder ob man es macht, um sich darüber zu profilieren. Ich bin froh, dass ich mit Rucksack reisen kann und nicht jeden Euro oder welche Währung auch immer, 2mal umdrehen muss. Deswegen bin ich ja nicht weniger Reisender/ Urlauber/ Backpacker oder wie auch immer als alle anderen ;)
    Im Endeffekt doch jeder so wie er mag und eine Portion Toleranz für alle, auch andere Reiseformen zu tolerieren ;)

    Liebe Grüße
    Carina

    • Ciao Carina

      Erstmal vielen Dank für deinen Besuch und den Kommentar.
      Da gebe ich dir absolut recht. Es ist überhaupt nicht grundsätzlich zu verachten, günstig unterwegs zu sein. Man sollte einfach nicht auf dem Buckel Anderer profitieren wollen.

      Ganz genau, Toleranz ist das Zauberwort : )

      Ganz liebe Grüsse, Simon

  58. Pinkback: Simon Zryd, in 193 Ländern Ausländer. – um die Weltreise

  59. Hallo Simon,
    ich bin durch Zufall gerade bei Dir gelandet und von Deinem Beitrag absolut begeistert. Toll geschrieben!
    Ich sitze hier und komme aus dem „Dauerschmunzeln“ nicht mehr raus. Das Schubladen-Denken bei Backpackern scheint genauso aus zu sehen, wie das über Minimalisten :-)
    Liebe Grüsse, Claudia

  60. Hi Simon,
    echt geiler Artikel! Meine Freundin und ich befinden uns auch gerade auf einer „Weltreise“ durch Südostasien. Wir haben uns in allen Punkten wiederentdeckt und sind froh, dass es auch andere Menschen gibt, die so reisen wie wir! :-)
    Beste Grüße,
    Mathias

    • Hi Mathias

      Vielen, vielen Dank für den netten Kommentar, hat mich sehr gefreut!
      Ja, manchmal ist es schön zu sehen, dass man nicht alleine ist : )

      Ich wünsche euch ganz viel Spass und geniesst die Zeit.
      Simon

  61. Pinkback: Backpacker versus Flashpacker - Anna | Immer unterwegs

  62. Ganz schön polarisierender Text. Wie ist mir der denn bei früheren Streifzügen durch Euer Blog entgangen? ;)

    Wurde in den Kommentaren schon mehrmals gesagt: Auch ich finde mich als selbsterklärter Backpacker nicht in den Klischees wieder, mit Ausnahme von 7 und 11.

    lokales Essen:
    Ich reise v.a. wegen dem guten Essen in aller Welt und würde um kein Geld der Welt auf mein Thai Curry oder peruanisches Ceviche verzichten, nur um ne Pizza zu essen. Ich brauche auch keine Cornflakes zum Frühstück sondern esse die Reissuppe, wie alle anderen auch. Ich bin doch nichts besseres als ein Chinese. Auch find ich’s bescheuert z.B. importiertes Bier zu trinken. Nur beim Filterkaffee, da gibt’s keine Kompromisse. Instant Kaffee ist kein Kaffee ;)

    unangemessene Preise zahlen:
    Reisende, die mit Geld um sich schmeissen und auch noch Trinkgeld geben handeln verantwortungslos und sorgen dafür, dass es alle anderen Reisenden schwerer haben. Nicht nur das, auch wird die lokale Wirtschaft untergraben. Wenn der Taxifahrer mit einer Fahrt mehr verdient als der Schullehrer im Monat, dann ist das alles andere als nachhaltig für die Zukunft eines Entwicklungslandes.

    Klar gibt es Backpacker, die übertreiben es total, aber das ist doch eher die Ausnahme als die Regel, oder?

    • Ciao Florian

      Schande über dich, du hast den noch nicht gesehen??! ; )
      Ja, der Artikel ist polarisierend, trifft nicht auf alle Backpacker zu und grundsätzlich soll jeder so reisen, wie es ihm gefällt. Selbstverständlich ist er zudem überspitzt dargestellt.

      Das Geld, ein Thema für sich. Mit Geld um sich schmeissen ist sicher dumm. Der Preis sollte angemessen sein, für die Verhältnisse vor Ort, für den Backpacker, aber auch für den Verkäufer. Für mich als Tourist darf der gerne bis 100% über dem lokalen Preis liegen (das machen wir hier ja auch so, dass Touristen zum Teil deutlich mehr bezahlen).

      Ich habe kein Verständnis, dass Backpacker Situationen ausnutzen, um möglichst tiefe Preise zu erzielen. Gerade in armen Ländern ist die Bevölkerung viel mehr auf Geld angewiesen, als der durchschnittliche Backpacker.

      Eher die Ausnahme kann sein, trotzdem scheint Geld und günstiges Reisen bei Backpackern einen riesigen Stellenwert zu geniessen, obwohl viele nicht nötig hätten, derart auf Tiefstpreisen zu beharren.

      Liebe Grüsse,
      Simon

  63. Pinkback: Fern- & Weltreise FAQ für Backpacker: Häufige Reisefragen und Antworten.

  64. Hallo, ganz toller Beitrag Simon. Ich bin Fotograf und schon selber viel rumgekommen. Selber bin ich in Brasilien geboren habe meine halbe Familie dort und lebte 10 Jahre in und um Rio. Habe Familien im Isaan, Kalifornien Italien Argentinien und ein haufen Freunde verteilt durch den Globus. Ich kann dir nur Zustimmen. Mir kommt das K**** wenn ich alle diese Low Budget Backpackers sehe die sich komplett daneben verhalten. Wie du erwähnt hast, habe ich selber schon so viele gesehen die zuhause aus gutem Hause sind, feilschen bis es nicht mehr geht und absolut cool in der Couch des Hostels rumliegen und einen auf Supertraveler machen. Ihre Party auskatern und sich vom dope der letzten Nacht erholen. Die einheimischen schauen dem nur zu weil sie so ihrer Familie essen bezahlen können. Ich weiss was den Einheimischen durch den Kopf geht, die sagen „Gringo maluco sem respeito“. Wenn ich unterwegs bin dann besorge ich mir einen Fahrer, Guide für meine Expeditionen, Familienmitglieder oder miete selber ein Fahrzeug. Egal obs 1 Monat ist.

    Ich war vor 16 Jahren als 18 Jähriger in Südafrika. Damals ohne Facebook, Lonely Planet, Blogs und sonstigem. Ich traf echte reisende die noch wussten wie fotografieren da es keine DSLR gab. Man musste sich vor dem auslösen der Kamera überlegen wie das Bild schlussendlich wird. Nicht immer konnte man 35mm Filme besorgen. Also gabs keine wilde knipserei. Es gab viel weniger Low Budget Backpackers und die, welche es gab waren für sich unterwegs und respektierten die Einheimischen.

    Ich habe nichts gegen FB und Konsorte, nutze es ja auch, aber wie schon erwähnt dieses Low Budget getue bei den ärmsten ist echt etwas bedrückend….

    In diesem Sinne Safe travel :-)

    • Ciao Hanspeter

      Vielen, vielen dank für den ausführlichen und persönlichen Kommentar. Wirklich sehr spannend und interessant! Haha, da musste wohl auch etwas Luft raus… Ich schau mir jetzt gleich dienen Blog an.

      Liebe Grüsse,
      Simon

      • Hanspeter Gass

        hahahaha ja da musste was raus, bin jetzt wieder auf dem Weg nach Südost Asien. Habe einen Abstecher in Vang Vieng Laos geplant…. Ich lasse es lieber sein…. das hat ja mittlerweile Spring Break Charakter gekriegt. Ich besuche statt dessen den Puh Langka NP im Isan. wegen dem Nebel am morgen :-) . Zur zeit führe ich noch keinen Blog, bin mit einigen fotografischen Projekten sehr beschäftigt, kommt sicherlich mal :-).

        Mach weiter mit deinem Blog, gefällt mir sehr gut :-)

        Abraços

        • Lieber Hanspeter

          Vielen Dank für deinen netten Kommentar!
          Wie sieht es denn aus, kann man deine Fotos online irgendwo finden? Jetzt hast du mich natürlich neugierig gemacht.

          Liebe Grüsse,
          Simon

  65. Philipp Hausberg

    Mal sehen ob du auch Kritische Kommentare veröffentlichst. Ich fange mal damit an das ich diesen Artikel absolut mies finde, zumal nicht jeder ein Problem damit hat sich in Verzicht zu üben und günstig zu Reisen. In einem Punkt stimme ich dir zu: Wenn man genug Geld hat muss man mit einheimischen in ärmeren Ländern nicht noch um den Letzten Cent verhandeln. Aber wenn ich deinen Artikel lese denke ich schon fast du hast so viel Geld das du überhaupt nicht arbeiten musst. Vielleicht ist dir noch nicht klar geworden das manche Leute einfach nicht genug Geld haben um sich so wie du es sagst Luxus zu leisten. Ein weiches bett und ein eigenes Zimmer ist nicht für jeden Selbstverständlich. Wie du hier über günstiges Reisen herziehst finde ich widerlich.

    • Ciao Philipp

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Es ist wichtig und richtig, Kritik zu äussern und deine Meinung mitzuteilen – deine Meinung ist uns sehr wichtig! Dieser Blog ist eine Meinung unter vielen und bestimmt nicht DIE Richtige.

      Es ist allerdings überhaupt nicht so, dass ich günstiges Reisen verurteile. Ich empfehle beispielsweise immer wieder und sehr gerne http://flocutus.de. Er ist spezialisiert auf günstiges Reisen, trotzdem finde ich äusserst bewundernswert, was er macht und wie er reist. Ich spüre allerdings, dass bei ihm Länder, das Reisen, die Kultur, die Freiheit und die Erlebnisse im Vordergrund stehen und nicht, dass er möglichst günstig reist. Das ist, was mich oft irritiert, wenn möglichst billig an erster Stelle kommt, wenn sparen und profitieren zuerst kommen.

      Jeder sollte reisen können und wer knapp bei Kasse ist, muss mehr auf Geld achten, das ist klar. Aber auch wer sehr auf das Budget achten muss, sollte doch reisen, um zu erleben und nicht, um möglichst zu profitieren.

      Falls du das anders siehst, ist das aber absolut kein Problem und eine Diskussion macht nur Spass, wenn nicht alle gleicher Meinung sind.
      Liebe Grüsse,
      Simon

  66. „Jetzt mal ehrlich, das Geldsparen geht mir so etwas von auf den Sack! Wir haben hart gearbeitet und lange genug gespart.“

    Wegen diesem Satz hier einen dicken Dislike für diesen Post.

    Kurzes zu mir: Ich bin Chemiestudent im höheren Semester und werde noch viele Jahre studieren müssen (Master & Promotion) bis ich vernünftig Geld verdienen kann. Meine finanziellen Mittel sind sehr begrenzt und ich lebe ziemlich „spartanisch“ wie Freunde zu sagen pflegen, was mich trotzdem nicht davon abhält beinahe ausschließlich auf Bio-& Fair-Trade Produkte und GOTS-zertifizierte Kleidung zu setzten. Aus Respekt an Natur, und vor allem aus Respekt für die ausgebeuteten Menschen in den Dritte-Welt-Ländern. Ich wuchs selbst multikulturell auf und liebe es andere Länder, deren Menschen und Kulturen kennenzulernen und ich legen einen riesen großen Wert auf Toleranz, Hochachtung und Gerechtigkeit besonders in Hinblick auf andere Kulturen. Ich denke da sind du und ich auf derselben Wellenlänge.

    Was mich allerdings richtig stört ist der oben zitierte Satz.

    Du streitest zwar eben dies ab, aber im Prinzip pauschalisierst du Bagpacker als geizige, egoistische und respektlose Idioten!
    Und du sagst tatsächlich !?Wenn jemand kein Geld hat soll er nicht reisen!? Ist das dein Ernst? Also ist Reisen also nur was für Privilegierte wie dich? Alle anderen, hauptsächlich sind es ja arme Studenten, die, anders als du, leider noch kein Geld ersparen (Weil sie eben kein/kaum Einkommen haben) konnten, also alle Zuhause bleiben?? Das ist arrogant und mir wurde ganz unwohl als ich das las.

    Ich war ziemlich schockiert, dass so viele diesen Post mögen, sie scheinen aber alle schon älter (geschätzt ü 25) und mit einem vernünftigen Einkommen zu sein, ist ja schön, ich freue mich echt, dass ihr euch etwas mehr Luxus leisten könnt, ich würde es allen Menschen gönnen!
    Aber BITTE überlegt mal was er da schreibt, und feiert diese Diffamierung nicht, das ist traurig!!

    Backpacking ist eben eine sparsame Methode zu reisen, für eben die Leute, die sich den Luxus nicht (immer) leisten können. Aber sie alle pauschal zu diffamieren, und ja eben das tust du in diesem Post Simon, ist abstoßend.

    Ich kenne dich nicht, aber wenn ich mir meine Meinung über dich mithilfe dieses Textes, als einziger Grundlage, bilden müsste, dann würde ich dich als ziemlich überheblich und ignorant einschätzen.

    Phillipp Hausberg trifft mit seinem Kommentar den Nagel auf den Kopf, ich schließe mich an.

    Mit freundlichen Grüßen Alex

    • Hallo Alex

      Vielen Dank für deine ehrlichen Worte.

      Ich bin der Meinung, wenn das oberste Ziel einer Person ist, möglichst billig zu reisen, zu profitieren und auf Kosten anderer Geld zu sparen – ja, dann sollte diese Person meiner Meinung nach nicht reisen.

      Wenn eine Person ein Land entdecken will, eine Kultur, Menschen kennen lernen oder kurz gesagt reisen will, um des Reisens Willen, dann sollte sie sicher reisen. Ganz klar. Falls wenig Geld vorhanden ist, muss aufs Budget geachtet werden, das ist logisch.

      Nochmals, mich regt es auf, dass mir „Backpacker“ empfehlen, nach Thailand zu reisen, weil das Bier dort günstig ist, eine Bootsfahrt zu machen, weil es zwar langweilig ist und man mit Einheimischen reisen muss, man so aber das Geld für den Flug spart oder wenn mir „Backpacker“ voller Stolz erzählen, sie hätten eine Mango vom Bauern von 0.60$ auf 0.50$ runtergehandelt.

      Es geht mir um die Einstellung, sich auf Kosten der Ärmsten zu bereichern. Es spricht überhaupt nichts dagegen, nach Thailand zu reisen, weil es günstiger ist, als Australien, wenn du ebenso an Thailand interessiert bist. Es spricht nichts dagegen, das Boot zu nehmen, weil du damit das Geld für den Flug sparst, und du den Kontakt mit den Leuten schätzt. Es spricht nichts dagegen, die Mango dort einzukaufen, wo sie günstiger zu haben ist, aber wenn du dir (ach als Student) einen Flug und Reise von mehreren 1 000$ leisten kannst, solltest du meiner Meinung nach nicht mit dem Bauern, dem jeder Rappen eine wichtige Lebensgrundlage für Familie und Kind bietet, um wenige Cent streiten und damit noch angeben.

      Lieber Gruss, Simon

  67. Jessica

    Es ist sehr erleichternd zu lesen, dass nicht nur ich so denke :)
    Ich lese dauernd nur auf den anderen Websites spare hier, spare da.
    Und die bist kein echter Backpacker wenn blabla
    Jeder sollte individuell reisen und wie es für ihn (*sie) am besten ist.
    Danke für den tollen Beitrag :)
    LG Jessi

    • Liebe Jessica

      Ich danke dir – es tut gut das zu lesen! Mir geht es genau wie dir.
      Vielen Dank, dass du dir die Zeit für deinen Kommentar genommen hast.

      Liebe Grüsse,
      Simon

  68. Ein sehr cooler Artikel! DANKE dafür! Ich dachte schon, ich wäre später keine gute Weltreisende, wenn ich nicht als Backpacker auf Billig-Tour unterwegs bin und schon in meiner Grobplanung Hotels und Doppelzimmer mit privatem Badezimmer einplane.

    Du hast mir diese Befürchtung genommen und dafür: DANKE!!! :)

    • Liebe Franzi

      Was für ein schöner Kommentar, das freut mich riesig!
      Wenn du die Weltreise nach deinen Bedürfnissen planst, passt das ganz bestimmt. Und falls du Fragen hast, bei welchen wir dir eventuell weiterhelfen können, schreibe uns einfach : )

      Liebe Grüsse und erholsames Reisen,
      Simon

  69. Hallo Simon,sitze gerade in Ella Sri Lanka und habe deinen Bericht gelesen. Ich habe mich sehr darüber gefreut da ich dachte nur ich denke so.Ich reise seit 30jahren mit dem Rucksack(inzwischen mit Rollkoffer…grins…) um die Welt und habe festgestellt bzw. ist das meine Wahrnehmung,das vor einigen Jahren meist „Aussteiger“ bzw. „Andersdenkende“ mit dem Rucksack unterwegs waren.Studenten waren hier kaum anzutreffen,da Fernreisen zu teuer waren.Vielleicht hat sich deswegen auch das Backpackertum verändert.Studenten reisen meist bevor ihre richtige Arbeitswelt beginnt und toben sich nochmal richtig aus oder suchen das Abenteuer bis sie das vermeidlich mit Familie nicht mehr machen können.Früher ging es da nach Malle heute nach Thailand. Diese Aussage ist natürlich nicht zu verallgemeinern, trifft aber häufig zu (z.b. auf Koh phanghan)
    Die zweite Art der Backpacker sind die die auf keinen Fall als Studenten erkannt bzw. bezichtigt werden wollen.Die haben statt Tropenhut jetzt eine andere Uniformierung und zwar Dreadlocks und Bart.Kleiden sich aus dem Zubehörladen für Hippieklamotten und sehen aus als kämen sie frisch aus einem Ashram aus Indien und sind die coolsten am Platz, meist zur Belustigung der Einheimischen. Sie feilschen um jeden cent gehen dann aber für 100€ auf eine Goa Party, bei einem Monatsverdienst in Sri Lanka von ca. 70euro.Bevor ich mich noch weiter aufrege werde ich jetzt eine Bio-Teeplantage besuchen und die Frauen dort beobachten wie sie für 0,12€/Stunde unseren Tee pflücken.
    Grüße Alex

    • Hallo Alex

      Ich danke dir von ganzem Herzen für den Kommentar! Es freut mich zu sehen, dass nach wie vor viele mit offenen Augen reisen.
      Und ich gehe mal kotzen, nach deinem letzten Satz. Leider wahr.

      Liebe Grüsse und geniesse das wunderschöne Sri Lanka!
      Simon

  70. Hey Simon,

    wirklich toller Artikel
    Ich finde deine Art und Weise zu schreiben wunderbar
    Hat mir gerade viel Spass gemacht den Beitrag zu lesen
    Big Up

    Ron

  71. So lustig. Ich musste so sehr lachen. Ein toller Artikel! Ich hatte das Gefühl, du musstest ganz dringend mal etwas Dampf ablassen, nicht?
    Als wir letztens mit Freunden Zuhause skypten, ließen auch wir all unseren Ärger über andere Backpacker raus und wurden dafür gleich gerügt. „Ihr seid spießig“, hieß es da. Darüber musste ich erst einmal nachdenken… Vielleicht werden wir auch einfach alt?
    Ich liebe jedenfalls mein frisches Gemüse und Obst, koche fast jeden Abend frisch und halte meinen Van hier in Australien auch sehr sauber (eine Ausnahme, wenn man sich die anderen Karren mal anschaut).
    Vielen Dank für die Erheiterung!
    Liebe Grüße,
    Nicki

    • Ciao Nicki

      Etwas Dampf ablassen trifft es auf den Kopf, ja. So ziemlich.
      Wir sind leider auch spiessig und alt. Aber macht Spass : )

      Vielen Dank für deinen netten und persönlichen Kommentar, hat mich sehr gefreut!
      Liebe Grüsse,
      Simon

      PS: Australien – *Neid!
      PPS: Australien – awwwwww

  72. Danke, Simon, für diesen so ehrlichen Beitrag! Wie konnte es passieren, dass ich den nicht kenne? Egal! Ich könnte jeden einzelnen Punkt unterschreiben. Du hast mir ganz und gar aus der Seele geschrieben! Ich bin mittlerweile 60 Jahre alt, meine große Reise liegt schon 24 Jahre zurück. Doch ich reise immer noch gerne als Backpacker. Steige in Hostels ab und nutze Öffis. Aber heute ziehe ich Einzelzimmer vor und nehme öfter man das Flugzeug. Mit niedrigstem Budget zu reisen oder sich gar durchzuschnorren halte ich für unverantwortlich. Kein Einheimischer wird je verstehen, was ein Backpacker meint, wenn er sagt, er sei arm. Denn jeder westliche Backpacker ist reich, unbeschreiblich reich in den Augen der Einheimischen. denn er hat etwas, was die Menschen vor Ort in den seltensten Fällen haben: Zeit und Freiheit zu reisen.
    Liebe Grüße
    Ulrike

    • Liebe Ulrike

      Vielen, vielen, vielen Dank für deinen Kommentar. Ich finde ihn toll und habe mir erlaubt, ihn direkt oben in den Artikel einzufügen. Hoffe, das ist ok. Ansonsten melde dich einfach.

      Ganz liebe Grüsse,
      Simon

  73. cooler Betrag! merci! Vor allem ein dickes Pro dafür, dass es nicht darum geht, immer das günstigste, tollste, superlativste, besseralsandere Ever zu finden, sondern
    a) das ständige Vergleichen mit anderen zu beenden, stattdessen in sich reinzuhören: was passt zu mir?
    und b) was lasse ich an Spuren (und hoffentlich Gutem) zurück in den Menschen, die mir begegnet sind, und an dem Ort, den ich bereist habe.
    liebe Grüße
    monika/anderswoundhier

    • Ganz genau so, ganz genau : )
      Liebe Monika, ich danke dir für deinen Kommentar, genau so sehe ich das auch.

      Viele Grüsse und einen tollsten, unvergesslichsten, geilsten und abgefahrendsten Sonntag wünsche ich dir : )
      Simon

  74. Ich bin da völlig einverstanden ;) Danke!

  75. Wenn ich Deinen Bericht so lese, bin ich fast ein bisschen froh das meine Backpacker-Zeiten schon 15-20 Jahre her sind. Auch wenn sich das jetzt etwas arrogant anhören mag, habe ich manchmal den Eindruck, daß es heute so ne Art Coolness-Symbol geworden ist Backpacker zu sein. Wir sind in den 90ern und 2000ern als Backpacker um die Welt gereist, weil wir jung waren und einfach keine Kohle hatte. Ich hab in den abgeranstesten Hütten geschlafen und bin mit den übelsten Chicken-Busses gefahren, weil teuer einfach keine Alternative war. Gegen ein Bett ohne bedbugs hätte ich weiß Gott nichts einzuwenden gehabt. ;) Wobei ich zugeben muss, daß es das Vorurteil gegen Pauschaltouristen auch damals schon gab und ich dem bis heute auch nicht so Recht was abgewinnen kann. Btw….das was Alex schreibt war 1999, als ich auf meiner Weltreise war, aber auch schon so. Toller Bericht. LG/ Nadine

    • Liebe Nadine
      Vielen Dank für deinen ausführlichen und persönlichen Kommentar.
      Das ist ganz bestimmt richtig, dass dies auch eine Frage des Alters ist oder auch der Erfahrung.

      Liebe Grüsse,
      Simon

  76. Netter Beitrag, für mich allerdings etwas überspitzt. Ich bin ebenfalls nicht die typische Backpacker- Reisende und meide Hostels und Mehrbettzimmer, dennoch Reise ich mit einem Low-Budget. Ich mache derzeit eine Weltreise und bin daher auf deinen Blog gestoßen. Natürlich weiß ich wie es ist, jeden Tag zu rechnen, um alle meine Ziele zu erreichen. Allerdings sind auch einige Länder meiner Weltreise sehr kostspielig – Neuseeland, Australien…USA. Dennoch macht es mir Spaß zu „sparen“ und zu „falschen“. Ich bin glücklich damit und habe meinen lebensstil dadurch um 360 Grad verändert. Auf Reisen bin ich ein anderer Mensch, wie sicher viele andere auch.

    • Hallo Lisa

      Vielen Dank für deinen Kommentar.
      Da hast du natürlich recht, dass dieser überspitzt dargestellt ist.
      Es scheint wirklich (und das bestätigt meine Gedanken, die ich oben beschrieben habe) das Thema Nummer 1 zu sein, das Sparen. Ich kann dich verstehen, dass du deine Reise so lange als möglich hinauszögern willst und nochmals: Dagegen habe ich nichts. Es geht mir um zwei Dinge:

      1. Reisen sollte der Grund sein, weshalb wir reisen. Nicht weil wir dadurch günstig leben können und um zu profitieren.
      2. Wir sollten nie (wirklich nie) versuchen auf Kosten der Armen zu profitieren. Auf nicht in Australien und genau so wenig in Thailand (übrigens auch nicht in der Heimat). Das heisst, faire Preise bezahlen und sich nicht zu sehr aufregen, wenn irgendwo mal zu viel bezahlt wird.

      Diese beiden Punkte sprechen überhaupt nicht gegen einen günstigen oder sparsamen Reisestil.

      Liebe Grüsse,
      Simon

  77. Da hat jemand deinen Eintrag geklaut.
    [Link wurde entfernt.]

    • Ciao Mert

      Vielen Dank für deinen netten Hinweis und dass du dir dafür die Zeit genommen hast! Ich habe den Autor per Mail kontaktiert – das ging ein paarmal hin- und her.
      Er streitet vehement ab, etwas von unserem Artikel kopiert zu haben. Purer Zufall, dass 95% der Wörter mit unserem Artikel übereinstimmen.

      Mir ist das zu blöd und daher lasse ich ihm den Artikel. Ich habe mir aber erlaubt, den Link oben aus deinem Kommentar zu entfernen ; )

      Liebe Grüsse,
      Simon

  78. Wow, du scheinst ja echt genervt davon zu sein, dass manche Menschen sparsam reisen und keine schönen Klamotten tragen…
    Ich verstehe außerdem nicht ganz wie du einen „angemessenen Preis“ definierst. In vielen Ländern gehört Feilschen zur Kultur und kein Verkäufer wird sich auf einen Preis runterhandeln lassen den er selbst nicht als angemessen empfindet. Wenn beide Parteien mit dem Geschäft zufrieden sind sehe ich das nicht als Ausnutzen von Armut.
    Ansonsten finde ich es gar nicht schlecht, dass du dich kritisch mit dem Bild des heutigen Backpackers auseinandersetzt. Jeder sollte so reisen wie er möchte und sich nicht für seine Art des Reisens rechtfertigen müssen.
    Leider ist der Ton des Artikels etwas daneben geraten. Sprüche wie „Wer zu wenig Geld hat, um einen [[deiner Meinung nach]] angemessen Preis für ein Tuk-Tuk zu zahlen, oder um ein paar Rappen feilschst für eine Übernachtung, sollte meiner Meinung nach nicht reisen.“ sind echt daneben.

    • Ciao Sammy

      Vielen Dank für deinen ehrlichen Kommentar!
      Ein angemessener Preis ist für mich genau das: Wenn meide Parteien mit dem Geschäft zufrieden sind.

      Liebe Grüsse,
      Simon

  79. Sali ihr zwei
    Ich bin heute per Zufall in eurem Blog hängen geblieben… da ist soviel zu finden, toll…!
    Nachdem ich die 15 Gründe gelesen habe – ohne die Kommentare – will ich mich nun doch noch mit Worten bemerkbar machen. Mir gefällt eure Einstellung! Ich finde mich in euren Erklärungen wieder. Ich kam bisher nur noch nicht auf die Idee, mich als Backpacker zu bezeichnen, denn ich mag die Rollen an meinem Gepäck… und ich bin nicht so lange am Stück unterwegs. Allerdings muss und will ich mich ebenfalls einzuschränken, was die Menge an Gepäck betrifft: je leichter desto unbelasteter, aber doch mit dem Komfort, der meinen Bedürfnissen entspricht.
    Ich fühle mich als Schweizerin enorm priviliegiert, das ich die Welt als Zusatz zum ebenfalls schönen Alltag auf spannende Art und Weise entdecken kann. Wir tun das nämlich per Kleinflugzeug im Westen der USA. Mit einer alten Kiste und wenig Platz für Gepäck, aber mit der schönsten Sicht aus der Vogelperspektive.
    Bisher habe ich unsere Reisen mit Hilfe von iWeb dokumetiert für Freunde und Familie. Inzwsichen aber geht das nicht mehr (während der letzten Reise ist mir das Programm abgestürzt – wir sind aber stets sicher gelandet ;-)) und ich bastle mit Jimdo an einer neuen Webseite. Eure sieht ja megamäsig professionell aus und sie gefällt mir super gut! Kompliment! Habt ihr mir vielleicht einen Tipp, wie ihr das gemacht habt?
    Herzliche Grüsse
    Monique

    • Liebe Monique

      Vielen, vielen Dank für deine netten Worte!

      Wow, mit Kleinflugzeug im Westen der USA – ein Traum! Ich werde mich gleich bei euch umsehen.
      Wir betreiben unser Blog auf WordPress. Es ist aber nicht mit iWeb zu vergleichen. Ich bin mir sicher, dass du bei Jimdoo besser aufgehoben bist. Du könntest es höchstens noch mit wix.com oder squarespace.com vergleichen. Das sind ähnliche Dienste und sie sind meiner Meinung nach alle super einfach und völlig ausreichend.

      Ich hoffe das hilft dir weiter, sonst komm einfach wieder auf uns zu.

      Liebe Grüsse,
      Simon

  80. Was mich so richtig nervt nach unseren ersten 2 Wochen Thailand/Backpacken sind Backpacker die sich ständig besaufen müssen. Wir werden für ca. 1 Jahr unterwegs sein je nachdem wie la ge die Kohle reicht. Auch wir geben gerne mal 1/Franken mehr aus und erleben etwas als umgekehrt. Wir mögen dafür aber Hostels echt ganz gerne :p Was uns aber nun wirklich nervt mittlerweile ist dieses exzessive trinken. Wir dachten immer, dass Backpacker so leute sind die halt gerne reisen und neue Kulturen entdecken. Stattdessen scheint jeder nur saufen zu wollen und gut Party machen. Da wir kein Alkohol trinken wirste dann direkt auch ausgeschlossen :/ Auch haben wir uns viel darüber gelesen wie man sich anziehen sollte und sich verhalten sollte in den Ländern die wir evtl. bereisen möchten. Nun sieht man überall Backpacker die oben ohne durch Thailändische Dörfer laufen, Frauen die in Bikini zu Nachtmärkten gehen. Backpacker die mit den Füssen richtung Buda sich hinsitzen nur um ein perfektes Foto zu haben :/ Naja wir hoffen nun einfach, dass die ganze Party Meute sich hauptsächlich in Thailand rumtreibt. Weil scheinen viele Engländer zu sein die nur 1-2 Monate reisen. Wo wir aufjedenfall nicht hin wollen ist nach Laos in Vang Vieng. Die ganzen Tshirts sehen nach Malle aus und darauf können wir auf unserer „Weltreise“ verzichten. Sollten die Backpacker Party Meute sich echt überall so rumtreibeb, dann möchten auch wir nicht wirklich Backpacker genannt werden auch wenn wir sehr gwrne so herumreisen :) Grüsse aus Thailand :)

  81. Sali Simon

    Vor allem der Luxus ist mir wichtig. Aber Luxus heisst für mich: Ruhe, Freiheit, Sicherheit. Das alles ist in einem Dorm mit (wenn möglich betrunkenen) Backpackern einfach selten zu finden. Genausowenig bei Superabenteuern in den ausgefallensten Ländern, wo vorher noch niemand war. Darum bin ich gerne etwas abseits der Backpackerszene unterwegs, es gibt ja zum Glück viele Möglichkeiten zum Ausweichen.

    Seit 14 Monaten bin ich nun auf Weltreise, darum kann ich mich mit dienen 15 Punkten sehr gut identifizieren. Danke für den Beitrag! Ich hab auch mal einen Blogartikel zu diesem Thema geschrieben: http://guterleu.com/reisegeschichten/reise-zu-den-eigenen-schwaechen

    Liebe Grüsse, Ariel

  82. Fabienne

    Super Beitrag. Jeder sollte so reisen wie es ihm gefällt und sich nicht den Klischees der „Backpacker“ fügen nur weil dies gerade hip ist. Wir starten im August auf unser 6 Monatiges Abenteuer durch die Welt. Wir reisen zwar mit dem Rucksack aber genau so wie es uns gefällt. Da kann man auch mal das Kreuzfahrtschiff nehmen. :-) Liebe Grüsse, Fabienne

    • Liebe Fabienne

      Vielen Dank für deinen netten Kommentar :)
      Ich wünsche euch schon jetzt eine unvergessliche Zeit, lange geht es ja nicht mehr!!!

      Lieber Gruss, Simon

  83. Super toller Beitrag! Ich teile viele genannte Ansichten absolut mit dir! Ich bin hier gerade nur durch Zufall gelandet und richtig glücklich darüber :)
    Eine Weltreise ist ein großer Traum von mir, den mein Freund und ich uns hoffentlich in ein paar Jahren erfüllen werden. Aber erst mal muss gespart werden ;)

    Liebe Grüße,
    rini

  84. Ich bin gerade zufällig auf diesen Beitrag gestossen und du kannst dir nicht vorstellen, wie sehr er mich erleichtert. Mein Freund und ich wollen nächstes Jahr für mind. 6 Monate reisen gehen und ich getraue es mich fast niemandem zu sagen, dass ich in dieser Zeit nicht unbedingt auf Low(est)-Budget Wegen unterwegs sein möchte – was ja gewissermassen erwartet wird. Ich habe jetzt auch lange genug gearbeitet, mir etwas erspart und ich bin definitiv nicht der Typ, der jetzt das Rad neu erfinden muss. Mir reicht es, die Länder zu bereisen, die ich bereisen will, die Kultur und die Menschen kennen zu lernen und mit vielen Eindrücken wieder nach Hause zurück zu kehren (und nicht mit schlimmsten Verspannungen, Mangelerscheinungen und einem verwahrlosten Aussehen).
    Was mich aber am allermeisten fasziniert, ist, dass der Blogbeitrag bereits 2 Jahre alt ist, aber sich kein bisschen geändert hat :)

    Liebe Grüsse
    Mia

  85. Klasse Artikel. Ich mein jeder hat doch selbst seine Vorstellungen. Und ich denke schon das man oft während der reise Kompromisse eingehen muss. So wie es eben gerade kommt. Das Geld auf jedenfall nicht. Das faszinierende bleibt doch trotzdem auf Reisen erhalten, ob ich jetzt viel Geld habe oder nicht. Folglich komm ich einfach rum durch die Welt und man nimmt soviele Eindrücke und unterschiedliche Kulturen war und daraus kann man doch nur Gewinnen!

    Grüße

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