Weltreise-Magazin

10 Backpacker, die jeder kennt: Reise-Arschloch, du bist Typ 5!

Backpacker sind ein eigenes Volk und vielfältig, wie die Welt selbst. Du triffst auf Reisen vom Reise-Arschloch bis zur coolen Backpacker-Sau einfach alles. Einige sind lustig, denen kannst du tagelang ihren Geschichten lauschen, Andere sind einfach nur peinlich für die Reisewelt. Ein buntes Gemisch aus allem, was die Erde zu bieten hat, aber mit diesen 10 Backpacker-Typen wirst du auf deiner Reise garantiert früher oder später konfrontiert.

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Der Backpacker-Missionar

backpacker-Typ Missionar God gif

Reisen ist weder der heilige Gral, noch das Ziel jedes Lebens. Reisen erfüllt manche Menschen, für andere ist es der pure Stress.

Dem Backpacker-Missionar ist das egal. Er überzeug alle und jeden im Alltag, dass das Leben eines Backpackers das einzig Wahre ist. Für alle Menschen. Weltweit, versteht sich. Für den Backpacker-Missionaren ist Reisen die einzige Lebensschule und Backpacker sind selbstverständlich allwissend, denn nur sie kennen die ganze Welt. In allen Themen. Der Backpacker-Missionar wird dich mit allen Mitteln überzeugen, mit Bestimmtheit länger als du es hören magst, dass du als Backpacker losziehen musst, auch wenn du nicht willst – denn Reisen macht einfach jeden glücklich!

Der Sparfuchs

Sparfuchs Gif

Grossvater jedes Backpackers, der Sparfuchs. Er begrüsst dich mit den Worten:“Hallo, weisst du, wo ich hier günstig essen kann?“ oder mit „hi, ich habe den Preis um 20% runtergehandelt, wie viel zahlst du?“. Leider gibt es beim Sparfuchs keine Reisethemen zu besprechen. Es geht lediglich darum auszutauschen, wo du als Backpacker wofür wieviel bezahlst. War das zu viel? Zu wenig? Wie handelst du Preise runter und in welchen Ländern bekommst du als Backpacker besonders viel für dein Geld?

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Der Purist, weil Gepäck ist für Warmduscher

Backpacker minimalist

Der Purist läuft direkt hinter dir die Treppe hoch! Immer. Du hievst deinen Hinkelsteingrossen Rucksack mühevoll von einer Stufe zur Nächsten und knapp hinter dir tänzelt der Purist mit kleinem Säcklein empor. Du fragst dich, ob er bloss mit Tagesrucksack unterwegs war, bis der Puristen-Backpacker vorrechnet, wie wenig sein Rucksack am Flughafen auf die Waage bringt (üblicherweise muss dieser nicht da drauf, da nur Handgepäck). Das Gespräch entgleitet in sehr viele Details, worauf du verzichten solltest und wie viele Vorteile es birgt, Zahnpasta in einen Strohhalm abzufüllen.

Der Kenn-Ich-Schon-Backpacker

Besserwisser Backpacker

„Kennst du…?“ „Da war ich schon!“.

Grundsätzlich entstehen beim Kenn-Ich-Schon-Backpacker nette Gespräche. Der Kenn-Ich-Schon war auf vielen Reisen und besuchte unzählige Länder. Am besten hörst du einfach zu. Mund nicht öffnen! Stolpert trotzdem ein Wort über deine Lippen, erfährst du, dass der Kenn-Ich-Schon-Backpacker bereits dort war. Vor dir. Als alles noch besser war. Ursprünglicher. Schöner ganz einfach. Ohne Touristen, wie leergefegt. Natürlich in keinem einzigen Reiseführer zu finden, denn Reiseführer sind ausschliesslich für Anfänger.

Das Reise-Arschloch

Backpacker besserwisser Gif von Sherlock

Ein Abend mit dem Reise-Arschloch, gerne auch Mecker-Meister genannt, und du must dich erst mal fangen. Dich fragen, ob du der naivste Backpacker der Welt bist, weil dir schlicht alles gefällt, oder ob die Welt tatsächlich an jedem anderen Ort besser ist, als dort wo du dich aktuell befindest.

Das Reise-Arschloch klärt dich erstmal auf, dass früher alles besser war, gerne mit fliessendem Übergang zu: dort war alles besser, der Strand ist hier weniger schön, der Sonnenaufgang nicht so rot, das Essen zu teuer oder schlecht, das Wetter zu nass (oder trocken) und das Land insgesamt mies im Vergleich zu jedem Anderen. Am übelsten sind die Einwohner, das ist klar – die sind alle so negativ.

Das Reise-Arschloch hat im Übrigen dieselbe Meinung über die Heimat. Sprichst du Daheim mit dem Reise-Arschloch ist jedes andere Land besser, als das Zuhause.

Die Checkliste

Checkliste Backpacker

Die Checkliste hat klare Vorstellungen von ihrer Reise als Backpackerin und will rasch möglichst alles abhaken. Wie lange dauert diese Route, was darf wie lange besichtigt werden, welche Länder müssen zwingend abgearbeitet werden.

Die Checkliste erkennst du ganz leicht an ihren ausfallenden Foto-Posen vor Sehenswürdigkeiten.

Mehr ist hier in jedem Fall besser. Kultur, das Leben vor Ort oder einfach mal den Moment geniessen, kennt die Checklisten-Backpackerin nicht. Es geht schlicht darum, Daheim zu verkünden, was sie im Leben alles erreicht hat und was auf der Checkliste abgearbeitet wurde.

Der Einsteiger

Der Einsteiger als Backpacker

Der Reise-Einsteiger oder Backpacker Jüngling ist entweder betrunken, eingeschüchtert oder schleicht sich um Essensstände mit wachem Blick.

Grundsätzlich ist er süss und am ehesten in der Khao San Road in Thailand anzutreffen.

Ich mag den Einsteiger. Ein unvoreingenommener Backpacker und das pure Gegenteil vom Reise-Arschloch. Kleinigkeiten sind Highlights, Feilschen ein Abenteuer und kein Kampf. Der Einsteiger ist mit Wenig zufrieden und schätzt alles und jeden im Reiseland. So viele Träume, so viel Optimismus. Da bleibt nur zu hoffen, dass diese Einstellung erhalten bleibt.

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Der Aussteiger

Backpacker-Typ - Der Aussteiger

Den Aussteiger triffst du im Hostel ganz hinten in der Ecke. Mittellanges Haar, dünnes Hemd, Leinenhosen – durch und durch Backpacker. Sein Gesicht erzählt ganze Buchbände und er strahlt trotz (oder auch wegen) der wenigen Habseligkeiten eine Gelassenheit, Ruhe und innere Zufriedenheit aus.

Der Aussteiger hat es geschafft. Er hat Zukunftsängste über Bord geworfen und geniesst den Augenblick.

Der Aussteiger hat dir unendlich viele Geschichten und Weisheiten zu erzählen, aber er schiesst nur los, wenn du sie wissen willst. Der Aussteiger ist bescheiden. Siehst du einen Aussteiger auf freier Wildbahn, packe deine Chance und setz dich zu ihm!

Der Yogi. Vegan, versteht sich.

Vegan

Entweder findest du den Yogi am morgen auf dem Boden (keine Angst, die Verrenkungen sind normal) oder mit neuerlich auch mit Hula-Ring am Strand (keine Angst, das soll so aussehen). Der Yogi-Backpacker ist auf dem Weg zum selben Ziel wie der Aussteiger, gesund Leben und den Moment geniessen.

Nicht selten ist der Yogi ein ausgeglichenes Exemplar, welches unter dem Motto leben und leben lassen reist. Das macht beim Essen keinen Halt.

Ganz gut, finde ich.

Der Reiseblogger

Reiseblogger

Die Schlimmsten zum Schluss. Die Reisebloggerin oder der Reiseblogger (gerne auch paarweise anzutreffen) sind von allem ein Bisschen und je nach Ausprägung mehr vom Einen oder weniger vom Anderen.

Nicht nur, dass sie alles besser wissen, überall schon gewesen sein wollen, alles sehen wollen, jeden Spartrick kennen und alles toll finden, sondern sie schreiben noch darüber, posten auf Facebook, Instagram und Twitter. Eine üble Sorte.

Jemanden vergessen? Ab in die Kommentare damit!

Hallo, mein Name ist Simon, im Herzen Backpacker & Reisefotograf. Auf Weltreisen unzählige Eindrücke festhalten, einzigartige Momente durchleben und dich träumen lassen. Dies sind Ziele meiner Bilder.

17 Kommentare

  1. Ha, ha, ha… Erheiterung am Frühstückstisch. Viele Dank dafür Simon 😀. Am schlimmsten finde ich übrigens die Nörgler.

    • Ciao Sabina

      Vielen Dank für deine netten Worte, freut mich, hast du dich amüsiert :)
      Liebe Grüsse und einen netten Rest vom Sonntag.

      Simon

      PS: Ja, die Nörgler sind wirklich übel…

  2. Mega! Ich hab mich natürlich auch wiedererkannt 🙈😄 es gibt aber auch noch die „Whats your Story?“ Typen 😴

    • Ciao Tina

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Stimmt, diese gibt es natürlich auch noch!! Und ja, ich erkenne mich leider auch in einigen wieder :)

      Liebe Grüsse,
      Simon

  3. Nette Auflistung. Mich stören nur die flackernden Bildchen, die nicht wirklich etwas zu dem Artikel beitragen.
    LG
    Ulrike

    • Liebe Ulrike

      Vielen Dank für deinen Besuch und deinen Hinweis.
      Das kann ich gut nachvollziehen mit den animierten Bildern. Ich fand sie leider lustig und habe sie daher eingefügt. Speziell da der Artikel natürlich mit einem Schmunzeln zu verstehen ist.

      Liebe Grüsse,
      Simon

  4. Sehr geil Simon! Der letzte Typ isch ein ganz schlimmes Exemplar! Ich erkenne mich in allen ein bisschen. :)

    • Ciao Igor

      Hey, vielen Dank für deinen Besuch und Kommentar, habe mich sehr gefreut!
      Tja, das geht mir genau gleich mit dem Wiedererkennen. Ist zum Glück nicht so schlimm :)

      Liebe Grüsse,
      Simon

  5. Sehr unterhaltsam! Ich lese zugegeben selten von oben bis unten alles. Diesmal schon.

    Beste Grüße
    Chris

  6. Haha, danke für diesen lustigen Artikel mit wahrem Kern und großartigen Gifs ;)

    Viele Grüße
    Imke

  7. Hi Simon

    Einfach goldig … und ein perfekt gelungener Abschluss!

    Eine Kombi aus Einsteiger, Aussteiger und Yogi, die wär’s für mich.

    Fussige Grüsse, Jana

  8. Sehr schön erfasst, lieber Simon! Vielleicht noch zu ergänzen: Der Hypochonder-Backpacker. Für jede Situation ein Gegenstand ein Globuli und für alle Tierbisse ein Gegenmittel dabei. ;-)
    Liebe Grüsse,
    Daniel

  9. Hi Simon! Geniale Charaktere, jeden hat man irgendwo schon mal getroffen … und von allem steckt so ein bisschen was in einem selbst 0:-)
    Sowas müsste man mal auf die Reisefotografen übertragen, hätte sicherlich auch was :)

    Grüße aus Mainz
    Christian

  10. Schöne Typologie der Backpacker, jetzt fehlt nur noch eine Liste mit einfach abzuhakenden Phrasen um jede Person die man trifft direkt richtig zu verorten.
    Die Kombination aus Aussteiger und Kennichschon ist auch immer wieder übel ;)

  11. herrlicher Beitrag. Danke dafür, Simon

  12. Hahhahaha.
    Hallo Simon!
    Mein Freund und ich sind selber seit einem halben Jahr auf Weltreise, waren in Süd- und Zentralamerika, sind gerade in Neuseeland und ab morgen in Australien.
    Ich musste teilweise lachen als ich diesen Artikel gelesen hab. Dieses Rucksack- packen, Betten wechseln und dann noch diese ganze Reihe Backpacker-Typen…. Auf Dauer einfach nur anstrengend. Es sind irgendwie immer die selben Gespräche und nachdem man seine Story 10 mal erzählt hat… Wird man müde!
    Haste denn mal Airbnb ausprobiert? Wir haben hier in Neuseeland die erste Erfahrung gemacht und können es nur wärmstens weiterempfehlen. Seitdem schlafen wir kaum noch in Hostels. Teilweise ist airbnb sogar günstiger wie das Hostel, es gibt saubere und bequeme Betten, shared kitchen und nette Gastfamilien. Vielleicht schaust du mal rein denn Airbnb ist weltweit vertreten und wir sind super zufrieden mit dieser Art zu reisen.
    Ich freue mich weiterhin auf deine Beiträge, gute Reise!

  13. Lustig. Mir sind die Einsteiger am liebsten. Die lassen sich vielleicht wieder davon abbringen, der Restweltbevölkerung auf die Nerven zu gehen ;-)

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