Afrika

Afrika, der verlorene Kontinent?!

Southafrica - Capetown 2 - Freistilchaot

Ein Gastartikel von Patrick Görsch dem Freistilchaoten.
Der (grösstenteils) ungeplant auf Reisen geht, oftmals deshalb im Chaos landet. Es liebt seine Eindrücke und Erfahrungen mit der Welt zu teilen und durch seine Bilder inspiriert. Besuch ihn auf seinem Blog, Facebook oder Twitter.

Inzwischen bin ich bereits zwei Mal im südlichen Teil Afrikas gewesen und plane gerade meine dritte Reise durch die weiten des braunen Kontinents.

Hätte man mich vor 4 Jahren, bevor ich das erste Mal nach Südafrika gereist bin, gefragt was mich an diesem Kontinent reizt, dann hätte man nur ein müdes Schulterzucken als Antwort erhalten. Schliesslich war die erste Afrika-Reise vielmehr ein Traum meiner Frau.

Meine Distanziertheit gegenüber Afrika lag vor allem an den Vorurteilen, die ich diesem Kontinent gegenüber hatte. Afrika war in meinen Kopfschubladen unter Hilfsbedürftigkeit, Kriegsverbrechen, Kriminalität, Rassismus und tödlicher Krankheiten abgelegt. Und die wilden Tiere wie Löwen, Krokodile und Elefanten? Die kann ich in einem Zoo anschauen. So in etwa war meine Einstellung vor der Reise durch Südafrika.

Ich wurde glücklicherweise eines Besseren belehrt. Bereits die ersten Erfahrungen in Kapstadt waren durchweg Positiv und begeisterten mich auf ganzer Linie:

  • Die Menschen waren überall freundliche und hilfsbereit.
  • Das grandiose Panorama vom Tafelberg in sämtliche Himmelsrichtungen.
  • Robben Island auf der niemand geringeres als Nelson Mandela inhaftiert war.
  • Freilebende Pinguine die am Strand flanieren.
  • Weinreben die an die Heimat im Süddeutschen Markgräflerland erinnern.
  • Und natürlich auch das krasse Kap der Guten Hoffnung, das einst vielen Seefahrern zum Verhängnis wurde.

Ach, ich verfalle ins Schwärmen und könnte allein zu dieser Stadt noch ewig weiter schreiben was mir so gut gefallen hat.

Southafrica - Capetown - Freistilchaot

Gerade der Süden Südafrikas überrascht mich auch was das Wetter und die Temperaturen angeht. Es regnete ziemlich häufig und es ist kalt – sau kalt! Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb auch das landschaftliche Bild nicht dem stereotypischen Vorstellungen zu Afrika entspricht. Grüne Laub- und Kiefernwälder links und rechts entlang der Strasse von Kapstadt in Richtung Port Elizabeth. So hätte ich mir den Norden Amerikas vorgestellt, allerdings nicht den Süden Afrikas.

Erst wenn man weiter in den Norden reist, eröffnet sich die steppenartige Weite, die man aus unzähligen Dokumentationen kennt. Das Klima ändert sich und es wird wärmer – zumindest Tagsüber. In den südafrikanischen Wintermonaten, welche entgegen der mitteleuropäischen Sommerzeit sind, kommt man um langärmlige Kleidung auch im Norden nicht herum. Denn meistens erreicht das Thermometer nicht einmal die 20 Grad Grenze. Nachts fällt es dann rapide.

Stellt sich die berechtigte Frage, weshalb auch in den afrikanischen Winter reisen? Das ist einfach erklärt: Wegen der Tiere! Ähnlich wie auch in der Schweiz verlieren die meisten Pflanzen zum Winter hin ihre Blätter, das Grasland ist dann zudem ausgetrocknet und so fällt es einem wesentlich leichter die Tiere zu entdecken.

Gerade im Krüger Nationalpark kann man schon stunden damit verbringen die wilden Tiere zu suchen. Mit einer Fläche fast so gross ist wie das Bundesland Nordrhein-Westfahlen, kann man sich da ein gutes Bild der Weitläufigkeit machen. Zudem ist allein der Krüger Nationalpark grösser als alle Nationalparks Deutschlands vereint. Ich finde alleine schon diese Dimensionen wahnsinnig grandios.

Vergleicht man dann noch ganz Südafrika mit der Schweiz, werden einem die Ausmasse des Landes erst richtig klar: Südafrika hat nur ungefähr fünfmal so viele Einwohnern wie die Schweiz, jedoch die dreissigfache Fläche.

Was mich aber total fasziniert hat: die unvergleichbare Tierwelt Afrikas. Und nicht nur die bekannten Big-Five, die einst von Jägern und heute fast ausschliesslich von Fotografen geschossen werden. Da gibt es auch noch die Wildhunde, die unterschiedlichsten Antilopenarten, Honigdachse, Hyänen, natürlich auch Zebras und noch viele weitere.

Southafrica - Crocodile against Bulls Freistilchaot

Ich konnte stundenlang im Auto sitzen und den etwas dämlich dreinschauenden Gnus an den Wasserlöchern beobachten oder auch Nashörnern, die nur ein paar Meter vor uns friedlich ihr Grass frassen und dennoch ständig eine gewisse Gefahr ausstrahlten.

Southafrica - Rhinos - Freistilchaot

Wer Tiere und die Wildnis mag wird, genau wie ich, von diesem Land fasziniert sein. Nicht umsonst ist in mir das Fotografie-Fieber während dieser Südafrika Reise ausgebrochen.

Southafrica - Jackal and Lions - Freistilchaot

Als wir von unserer Südafrika-Reise wieder zuhause waren, wurde ich gefragt ob ich denn wieder nach Afrika gehen würde und ob sich die Reise gelohnt hätte.

Dieses Mal erhielt man ein klares Kopfnicken anstatt des Schulterzucks.

Meine zweite Afrika Reise ging „von den Seychellen bis zum Okawango Delta“ und du kannst darüber auf meinem Blog nachlesen.

PS: Schau beim Chaoten vorbei, auf Freistilchaot.de, FacebookTwitterGoogle+, Instagram und Bloglovin.

PPS: Du hast eine grandiose Geschichte, welche du ebenfalls bei uns als Gastautor veröffentlichen willst? Fantastisch, kontaktiere uns direkt mit deiner Idee, wir freuen uns.

3 Kommentare

  1. Beim Link zu Patricks Blog unter PS ist ein Tippfehler…
    Gruss,
    Oli

  2. Pinkback: hogan usate parma

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