Reiseberichte Weltreise-Magazin

80 Mile Beach Australien. Geheimnisse eines Zwischenstopps.

Muscheln am 80 Mile Beach - mit Sicht ins Meer

80 Meilen schneeweisser Sand, türkisfarbenes Meer. Zentimeterdicke Schichten mit Muscheln verschiedenster Formen und Farben. Menschenleer.

Das ist der 80 Mile Beach in Australien.

Heimat seltener Vogelarten, Aussichtspunkt zur Walbeobachtung und atemberaubende Sonnenuntergänge.

Das ist der 80 Mile Beach in Australien.

Wir haben den Zwischenstopp auf unserer Australien-Reise durch das Northern Territory bis nach Perth für einige Tage angefahren und es nicht bereut!

Anfahrt an den 80 Mile Beach

Der Strand liegt zwischen Broome und Port Hedland, zwei Städte an der Westküste Australiens, direkt am Great Northern Highway. Egal aus welcher Richtung du kommst, du wirst mit grosser Wahrscheinlichkeit hier einen Zwischenstopp einlegen, da die Strecke sonst sehr lang wird.

Am schönsten übernachtest du im 80 Mile Beach Caravan Park. Er ist über eine etwa 10 Kilometer lange Schottenpiste zu erreichen, was problemlos ohne 4-Rad Antrieb machbar ist.

Anfahrt zum 80 Mile Beach - Schotterpiste

Die 10 Kilometer ziehen sich durch die Savanne und Buschland und wird von riesigen Rinderfarmen bewirtschaftet.

Highlights eines Zwischenstopps

Der 80 Mile Beach ist für die meisten bloss ein Zwischenstopp. Allerdings lohnt es sich aus meiner Sicht, mindestens eine zusätzliche Übernachtung anzuhängen.

Meilenweit schneeweisser Strand

Ich habe fast nirgends auf unserer Weltreise einen solch langen, unberührten, schneeweissen Strand gesehen. Einzig die Fischer rund um den Caravan Park sind zu sehen und nach einigen Schritten in die eine oder andere Richtung gibt es nur noch dich, das Meer und den Strand (Ausnahme ist die doofe Eigenheit, dass Australier ab und zu mit ihrem Auto dem Strand entlang fahren).

Ich hoffe, mit dem iPhone-Panoramabild bekommst du eine Idee davon –> Klick macht gross.

Panorama - 80 Mile Beach mit dem iPhone

Der mit unzähligen Muscheln bedeckte Strand ist praktisch flach und wird bei Ebbe etwa 100 Meter breit.

Er eignet sich perfekt zum Lauftraining, auch wenn Schuhe wegen den Muscheln empfehlenswert sind.

Zum Landesinnern hin ist die Sicht durch die ebenso schneeweissen Dünen verdeckt. Ein wunderschöner Anblick.

Dünen am 80 Mile Beach

Die Tierwelt Westaustraliens

Nebst den vielen Kängurus wirst du am 80 Mile Beach vor allem Vögel sehen. Der Ort ist Rastplatz für Wattvögel und wird von mehr als 400`000 Vögel besucht.

Wer etwas grössere Tiere mag, kann zwischen Juli und Oktober Wale beobachten. Persönlich hatten wir im August mehr Wale in Kalbarri gesehen, welches weiter Südlich liegt.

Noch mehr Freude boten uns die Muschelberge. Entgegen vieler Orte ist hier das Sammeln und Mitnehmen erlaubt.

Wermutstropfen
Das Meer ist absolut nicht geeignet zum baden, da es zu viele Quallen gibt.

Fazit

Der 80 Mile Beach ist ein Zwischenstopp ohne Sehenswürdigkeiten. Das Geheimnis liegt in der Ruhe und der Natur.

Wenn du die Strecke fährst, um eine Sehenswürdigkeit nach der andern zu bewundern, wirst du am 80 Mile Beach maximal eine Nacht verbringen und gleich weiter eilen – entweder nach Port Hedland oder Broome.

Sonnenuntergang am 80 Mile Beach

Für mich persönlich, und es ist bald ein Jahr her, habe ich die Erinnerung an den Strand noch präsent, als wäre es gestern gewesen.

Spätestens beim Gedanken an die Sonnenuntergänge, die vom Himmel bis zum Sand alles blutrot einfärben.

Mehr Australien? Reise mit uns durch das Northern Territory.

Gibt es bei dir auch einen Ort, der Null Sehenswürdigkeiten hat, aber dir für immer in positiver Erinnerung bleiben wird? Sag es mir in den Kommentaren.

9 Kommentare

  1. Tolle Fotos, vor allem die Panorama Aufnahme! Ich fand generell die ganze australische Westküste genial. War vor 5 Jahren dort und bin innerhalb von 5 Wochen von Perth nach Darwin gefahren. Einfach dieses Gefühl der absoluten Freiheit – genial!

    • Hi Sarah

      Vielen Dank für deinen Besuch!
      Wir haben die umgekehrte Strecke von Darwin nach Perth gemacht.

      Warst du denn mit einem 4×4 Fahrzeug unterwegs oder hast du einen Campervan gemietet?

      Liebe Grüsse,
      Simon

  2. Pinkback: Travel is the only thing you buy that makes you richer. - Unknown - um die Weltreise

  3. Pinkback: 5 Gründe Australien zu lieben - Swiss Nomads

  4. Pinkback: Australien überfüllt mit Backpackern: So findest du deinen Job!

  5. Roland

    Hallo Simon, ja ich kann Deine Eindrücke die Du am 80 Mile Beach erfahren hast nur voll bestätigen.
    Es ist wirklich traumhaft dort. Wir waren allerdings über den Winter dort (Januar) und da kann man in der Nacht dann auch Meeresschildkröten bei der Eiablage beobachten.
    Wenn man sehr früh morgens aufsteht (05:00 Uhr) um einen Strandspaziergang zu machen, hat man gute Chancen auch größere Muscheln in allen Möglichen Variationen zu finden.
    Am Besten wenn in der Nacht Flut war und das Wasser abläuft hat man Chancen die schönsten Muscheln zu finden.
    Neben Vögeln kann man auch reptilien beobachten. Wir haben zum Beispiel 2 Meter lange Warane gesehen, welche sich auf die Suche nach den verbuddelten Schildkröteneier gemacht haben. Gleich am Strand und nicht weit weg vom Campground.

    • Hallo Roland

      Vielen lieben Dank für deinen spannenden Kommentar! Jetzt möchte ich die Bilder natürlich auch sehen : ) falls du Lust hast, kannst du mir diese auch per Mail senden an simon@umdieweltreise.ch. Ansonsten schöne Weiterreise und liebe Grüsse,
      Simon

  6. Roland

    Hätte Dir gerne noch paar tolle Fotos gezeigt, kann ja aber leider keine reinstellen hier

  7. Hi Simon,

    Die doofe Eigenheit mit dem Auto am Strand entlang zu fahren haben aber auch viele Touristen, fällt vermutlich nicht so auf, denn sie fahren ja Autos mit australischen Nummernschildern. Obwohl das Befahren von Stränden bei den meisten Mietwagengesellschaften untersagt ist, sieht man auch diese sehr häufig in Broome am Strand.
    Ach ja, dass man am 80-Mile-Beach nicht schwimmen kann liegt wohl mehr daran, dass es zu flach ist. Das mit den Quallen und anderem Getier wird häufig vorgeschoben, denn wenn einmal etwas unvorhergesehenes passieren sollte, dann ist der Weg ins nächste Krankenhaus sehr weit ! Gefährliche Quallen sind mir dort noch nicht begegnet, doch Seeschlangen, Riffhaie und Rochen sind häufiger auszumachen, gerade wenn man durch das flache Wasser läuft.

Kommentare sind geschlossen.