um die Weltreise

8 Reisestile, die dir garantiert den nächsten Trip versauen!

Es gibt so viele Reisevarianten, wie Backpacker und Weltreisende selbst. Bestimmt hast auch du deinen eigenen Stil. Er wird beeinflusst von deinen Erfahrungen auf Reisen oder im Alltag, gesteuert von deinem Charakter und nicht zuletzt von deinem Umfeld massgeblich beeinflusst.

Leider lässt dein innerer Antrieb, andere Backpacker oder dein Umfeld dich nicht immer das Maximum aus deiner Reise holen. Um das zu verhindern, vermeide jeder dieser acht Reisestile.

Du hörst auf andere Backapcker

Auf deiner Weltreise oder Backpacking-Trip wirst du regelmässig in Hostels übernachten und andere Backpacker treffen. Das macht Spass und ist unterhaltsam. Du erfährst geheime Tipps über abgeschiedene Orte, bekommst Ratschläge für deine Reise und mit Sicherheit unzählige Spartipps.

Es wird nicht lange dauern, bis zum Schwanzvergleich Wettkampf für den Titel „Ich bin der beste Backpacker, weil…“. Darin vergleicht ihr die Länge eurer Reise, die Anzahl Länder (mehr Punkte werden selbstverständlich für gefährliche Reiseländer vergeben), die Art des Reisens (je ungemüglicher desto mehr Punkte), das Gewicht deines Weltreise-Rucksacks (je leichter, desto mehr Punkte).

BITTE, lass dich nicht reinziehen! Es zählt nicht, wie viele Länder du gesehen hast oder wie lange du irgendwo warst. Ebensowenig, wie schwer dein Rucksack ist. Einzig zählt, wie viele Erinnerungen du mitnimmst und welche Erfahrungen du für dich sammelst.

PS: Pack einfach auf deine Packliste, was du denkst, das DU brauchst.

Du hörst auf Reiseblogs, Reiseführer, Zeitschriften und Dokumentationen

Genauso viel Druck wie andere Backpacker können Reiseblogger, Reiseführer oder sonstige Reiseinformationen auferlegen.

Akzeptiere, dass du in deinem Leben nicht die ganze Welt sehen wirst. Dazu ist nicht genügend Zeit. Die Gute Nachricht: Du MUSST nicht alles sehen! Manches davon ist sogar ziemlich übel…

(Foto: Besichtigung Seetang-Trocknung)

Reise wohin du Lust hast und schätze diese Zeit. Es wird immer Menschen geben, die noch mehr gesehen haben als du.

Du hörst NICHT auf Reiseblogs, Reiseführer, Zeitschriften und Dokumentationen

Bevor die Reise losgeht, informiere dich. Die Reisezeit wird doppelt intensiv, wenn du vor der Abreise einiges über dein Reiseziel in Erfahrung bringst, schau eine der Reisedokumentation, besuche einen Vortrag über die Tiere des Landes, stöbere durch Reiseberichte, lerne die Religion kennen oder lies über deren Architektur.

(Foto: Schwebende Moschee in Terengganu, Malaysia)

Je mehr Infos, desto besser weisst du, was du sehen und vor allem, was du nicht sehen willst. Zusätzlich wird deine Zeit um interessanter, wenn du dich über die vorherrschende Kultur auskennst.

Du reist nach dem Motto „muss ich sehen“ anstelle „will ich sehen“

Für einige Backpacker gleicht ihre Reise einer Aufgabenliste. Sehenswürdigkeiten werden schnell und effektiv abgehakt. Erledigt, erledigt, erledigt (und fotografiert).

Warum reist du? Um zu sagen, was du gesehen hast? Reist du für andere oder für dich selbst?

Ich garantiere dir, persönliche Erlebnisse, wie ein Abendessen mit einem Einheimischen, werden dir länger in Erinnerung bleiben, als jede Sehenswürdigkeit, welche du im Eilzug besuchst. Es geht vielmehr um Erleben, als um Sehen.

Du schaust nicht mit fotografischen Augen

Falls du noch nicht fotografierst, fang jetzt an damit, zum Beispiel mit unseren Fototipps. Es ist ein grandioses Hobby in Verbindung mit Reisen und du beginnst mit der Zeit, die Umwelt anders zu sehen.

Du schaust genauer hin, suchst nach Kuriositäten, speziellen Formen, schöneren Farben, du beobachtest, wartest auf besseres Licht, eine angenehmere Stimmung, besuchst Orte zu speziellen Zeiten, hältst Ausschau nach neuen Blickwinkeln, bist begeistert von Kleinigkeiten, achtest auf Details und Erinnerunge bleiben noch bildlicher in deinem Gedächtnis.

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Du nimmst dir zu wenig Zeit

Bist du nach dem Sonnenuntergang am Strand geblieben, bis der Himmel pechschwarz und mit Sternen übersäät war?

Hast du die Lichtveränderungen noch Stunden nach dem Sonnenaufgang bewundert?


(Foto: Sonnenaufgang Kelimutu, Indonesien)

Hast du dich im Zoo vor einem Gehege eine Stunde hingesetzt, um EIN Tier zu beobachten?

Hast du dir ein Reisefoto genommen und dieses einzelne Bild für zehn Minuten betrachtet?

Die Welt ist voller Hektik, da solltest du diese nicht mit auf deine Reise nehmen. Nimm dir ab und zu für eine Kleinigkeit richtig viel Zeit und du entdeckst eine neue Welt. Garantiert.

Du nimmst dir ZU WENIG ZEIT!

Du planst eine Weltreise? Bleib irgendwo länger, als ein paar Tage. Warum nicht eine Woche, einen Monat oder ein halbes Jahr? Buche kein Hostel, miete ein Studio oder eine Wohnung!

Erlebe ein Land, als würdest du dort leben.

Lebe dich in deiner Lieblingsstadt ein. Geh ins Fitnesscenter, fülle deinen Kühlschrank, geh ins Kino oder schlendere durch die Stadt, ohne Plan.

Du wirst den Ort kennenlernen, wie kein anderer Traveller. Du siehst, wie die Leute leben, was sie beschäftigt, du bekommst ein Gefühl für ihre Kultur. Diese Erfahrung ist nicht mit Tausend Sehenswürdigkeiten oder Grenzüberschreitungen zu tauschen.

Du siehst mehr, wenn du weniger siehst.

Netter Nebeneffekt: Reist du langsam, reduzierst du deine Reisekosten. Es fallen Transportkosten weg, und ebenso wird dir in vielen Unterkünften bei längeren Aufenthalten eine Reduktion gewährt.

Du vergisst zu verdauen

Auf Backpacking-Trips sind einige Ratschläge für Reisen schwer durchzuziehen, speziell wenn es um langsames Reisen geht. Selbstverständlich willst du in deine kurze Zeit möglichst viele Höhepunkte pressen.

Das ist nicht nur dumm, sondern kann auch schädlich sein.

Ob du eine Reise für vier Wochen oder eine Weltreise für drei Jahre planst: Je mehr du in deine Zeit packst, desto schneller stumpfst du ab. Erlebnisse werden zum Alltag. Dein Kopf hat keine Zeit, um die vielen Eindrücke zu verarbeiten. Erlebnisse sind so aussergewöhnlich, dass du irgendwann müde wirst und Sensationen nicht mehr zu schätzen weisst.


(Foto: Tauchen auf Sipadan, Borneo)

Leg eine Paus ein, bleib am Strand, schreib Tagebuch oder lass deine Reisefotos entwickeln. So tankst du Energie für den weiteren Verlauf deiner Reise, und behältst das Erlebte besserer in Erinnerung.

Übrigens ist gerade auf kurzen Backpacking-Trips deine Energie entscheidend. Leg hie und da eine Verschnaufpause ein, damit wirst du nicht müde und bist resistenter gegenüber Reisekrankheiten.

Fazit; finde deinen Reisestil

Das oberste Gebot zahlreicher Reisestile besteht darin, möglichst viel zu sehen. Dies steht oft im Widerspruch mit möglichst viel Erleben. Den eigenen Reisestil finden heisst auch, das richtige Reisetempo auszumachen.

Nicht nur Backpacking-Anfängern fällt es schwer, nicht zu viel in eine Reise zu packen. Trotzdem solltest du versuchen, von Beginn weg den Fuss vom Pedal zu nehmen.

Backpacken braucht Energie, teile sie dir gut ein. Lass dich nicht von andern mitreissen, plane so wenig wie möglich, lass dich treiben und verharre einen Augenblick länger, als für dich üblich.

Ich garantiere dir, am Ende der Reise hast du weniger, als viele andere Backpacker gesehen, aber viel mehr erlebt.

Welches ist dein Reisestil? Verrate es in den Kommentaren.

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